Ich fand damals, dass meine Schäferhündin sich am leichtesten getan hat, wenn ich ganz klar mit ihr war. Das und das ist super und will ich, das da auf gar keinen Fall und nie wieder.
Sie war trotz LZ jetzt vielleicht auch ein sehr weicher Hund, sie wurde ja nie im Sport geführt, hat nicht gewacht und hat stattdessen alles mitgemacht, was wir damals so an sie herangetragen hatten, als mein Mann und ich noch jung waren und ohne Kinder 
Ihr einziges Thema war, dass sie sich immer wieder in Raufereien mit anderen Hunden gestürzt hat oder versucht hat zu stürzen. Das hat damals dann ne Weile gedauert, bis ich gecheckt hab, dass sie artgenossenaggressiv ist und das auch nicht mehr weg geht (da war sie 3).
Sie hatte schon Einfälle. Einmal waren wir in einer Gruppe mit Kindern wandern, sie hat die Gruppe immer mal umzirkelt, aber ich war abgelenkt und hab das nicht richtig eingeordnet. Als ein (fremdes) Kind losrannte vor ihrer Nase, da schnappte sie in die fliegenden Jackenschöße des Kindes und hielt es kurz fest. Mensch, war mir das peinlich! Und die Mutter zu recht sauer! (die Jacke war nicht kaputt)
Und da kommt dann auch kein Zergel oder Alternativverhalten, da schreist du "Aus!!" oder den Hundenamen und verfluchst dich weil du nicht aufgepasst und den Hund nicht angeleint hast.
Ihre Leinenaggression ab und an, ok, zweite Baustelle, die legte sich erst als sie älter wurde. Auch hier, Management und Ausweichen, oder Augen zu und durch, aber Alternativen aufzeigen, wenn sie gern den kleinen Pöbler von nebenan verdreschen hätte wollen? Nö.
Weisst du Boop, wenn man einen Hund hält mit einer gewissen Größe und einem gewissen Trieb oder Vehemenz dahinter, dann muss ich mir bewusst sein, dass, sollte ich je die Zügel verlieren, das gewaltig in die Hose gehen kann. Nicht umsonst haben Schäferhunde in D keinen allzu netten Ruf. Schade eigentlich, denn klar und konsequent geführt kann das ein völlig unauffälliger ruhiger Zeitgenosse sein, aber es gibt halt auch genug Leute, die sich einen Schäferhund holen und den dann planlos lassen, weil sie ihm keine Grenzen setzen und nicht zeigen, was sie denn von ihm sehen wollen.
Und sich selbst überlassen, fängt er halt an, das zu tun, was er selber so an Möglichkeiten sieht: Raufen, Beute verfolgen und fangen, Sachen zerstören etc.
Mit so Käse wie Zergelchen schmeißen wenn der Hund schnappt oder Leckerli werfen zur Ablenkung kann man sich den Hund so dermaßen versauen.
Und deshalb haben so viele so angefressen auf deine Alternativen im anderen Faden reagiert. Die mögen auf Begleithunde passen, auf weiche Hunde ohne größere eigene Agenda und vor allem auf Hunde, die nicht mitdenken. Auf einen Schäferhundjungpubs in der Sturm und Drangzeit halt nicht.