Beiträge von DerFrechdax

    Bin ich MAL länger unterwegs, ist es einfach a bisserl mehr Energie im Hund. Dann gehts halt an dem Tag nur noch kurze Pipirunde und gut ist. Würde ich den richtig hochdrehen lassen, braucht der über ne Woche, um wieder runterzukommen! Eine Woche, in der ich NICHTS Aufregendes mit ihm mache!

    das finde ich krass und würde ich als sehr instabilen Hund betrachten, der vermutlich in seiner Welpenzeit nichts kennenlernen durfte

    Mmmmh. Ich hatte schon viele Hundetypen hier sitzen, und ich finde schon, Terrier sind da ein Spezialfall. Es gibt da auch totale Unterschiede, ich hab jetzt nur eine weichgespülte Version hier sitzen, und trotzdem merke ich die Ansätze.

    Terrier haben nach dem, was ich gesehen und erfahren hab, schon die große Bereitschaft, sich hochzudrehen und in Tunnels zu katapultieren, das geht je nach Hund und Situation von Null auf Hundert von jetzt auf gleich.

    Das war ja teils auch erwünscht früher. Der hohe Trieb, das nicht ablassen, das... Verrückte halt. Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit und das eigene Leben.

    Man sagt immer, ein Tier weiss, was ihm gut tut und was nicht. Das sehe ich beim Terrier nicht. Die bringen sich auch eben mal um, weil sie aus Impuls heraus Sachen machen ohne nachzudenken, wenn der Reiz kommt.

    Richtig hochdrehen kann bedeuten, der Hund hängt bei ner Katze, Wildsichtung oder Wittern einer Spur schreiend in der Leine. Und der merkt sich die Stelle. Das heißt, geh ich da nochmal Gassi, macht er u.U. genau da weiter. Sind schon kleine Irre, die man manchmal ein bisschen vor sich selbst bewahren muss.

    Das kommt nicht immer von schlechter Aufzucht oder so. Wohl aber glaube ich, dass das Wesen dieser Hunde einen vor Herausforderungen stellen kann und ein Mensch, der nach Schema F verfährt, sich mit dem Hund schnell in ner Pattsituation verfahren kann oder dann halt einen hohldrehenden Hund daheim sitzen haben kann.

    Überlegt euch mal, ob ihr für ne Zeit Kindergitter installieren könnt. Die zieht man auf seinem Weg durchs Haus, um zb was zu holen oder wo die Wäsche zu machen oder was auch immer, einfach direkt hinter sich zu.

    Ich glaube, dass ihr bisher noch nicht wirklich das Allein bleiben geübt hat, fällt euch jetzt etwas auf die Füße. Allein bleiben soll so normal sein wie wenn früh die Sonne aufgeht. Je verkopfter man an die Sache rangeht und mit je mehr Tamtam mit Abschied und Begrüßen und "Du armer Hund, du musst jetzt ausgesperrt sein", umso höher wird die Situation gehängt und umso mehr wird der Hund hadern.

    Überlegt mal, wie eure innere Einstellung dazu ist. Vielleicht liegt da der Schlüssel.

    Wie ist denn euer allgemeiner Umgang?

    Hat der Hund sonst jederzeit Zugriff auf euch? Läuft euch hinterher, liegt strategisch, um euch im Blick zu behalten?

    Bleibt der Hund auch mal kurz allein im Auto?


    Ich meine auch, gelesen zu haben, dass in dem Alter eine Angstphase ist, dazu weiss flying-paws aber sicher mehr.

    Das wäre dann ein ungünstiger Zeitpunkt, um das Allein bleiben beginnen zu trainieren.

    Vorher war der Hund noch nie wirklich allein?

    Dinge, die ihn besonders pushen: Ansprache von Menschen oder Menschen mit denen ich mich unterhalte, Sichtung von Hunden die nicht so gut geführt werden oder zu nah sind, im Freilauf schätze ich gewisse Gerüche. Und vielleicht auch meine Energie manchmal (?).

    Das würde ich ne Zeit meiden.


    Also, dass Leute ihn ansprechen, da kann man das Kommando "Hinter" etablieren und der Hund geht hinter einen und überlässt die Situation dem Menschen.

    Unterhalte ich mich, hilft mir sehr das "Pause-Signal", das wir in der Hundeschule erarbeitet haben. Hund steht, sitzt oder liegt ohne Kommando hinter mir, ich stehe auf der Leine, die genug Spielraum hat, dass der Hund sich nicht eingeengt fühlt, aber so eng, dass er nicht zum Menschen hin kann.

    Anderen Hunden würde ich ne Zeit soweit es geht ausweichen. Dazu muss man vorausschauend laufen, ggf die Straßenseite wechseln, umdrehen.

    Sich selbst muss man manchmal dran erinnern: "Das ist nur eine Phase." Diesen Satz möglichst oft wiederholen :partying_face: Die Pubertät ist irgendwann vorbei und das Hundehirn wieder im Normalzustand. Ich vermute, dass hier auch die Hormone ihren Teil beitragen.

    Wie lange wird es wohl dauern, bis ich wieder zu Kräften komme

    Besonders wenn man um das Leben seines Hundes so gekämpft hat, fällt man natürlich in ein Loch, wenn das Tier den Kampf verliert :streichel:

    Geb dir selbst Zeit, den Verlust zu verarbeiten. Irgendwann wird auch für dich die Sonne wieder scheinen und vielleicht sogar ein Platz in deinem Herzen für einen neuen Vierbeiner frei sein.

    Als ich meine Leonbergerhündin von jetzt auf gleich wegen einer schlimmen Diagnose mit 7 einschläfern lassen musste, hat es sich angefühlt, als hätte mir jemand das Herz herausgerissen. Von jetzt auf gleich war meine Große nicht mehr da.

    Ich hab lange gebraucht, bis ich ihre Sachen weggeräumt habe, und erst fast 1 Jahr später hab ich überhaupt wieder Fenster putzen können und ihren Schnodder von der Tür wegwischen.


    Heute denke ich mit Trauer, aber auch einem warmen Gefühl der Dankbarkeit und Zuneigung an meine Süße zurück. Wir tragen sie ja immer bei uns, in unserem Herzen. Da bleiben sie, bis wir selbst nicht mehr sind.

    Und wer weiss - jetzt hab ich hier einen jungen Terrier sitzen mit ganz wunderbaren lustigen Einfällen jeden Tag. Ein totaler Sonnenschein, mit ein paar Baustellen, damit uns nicht langweilig wird :partying_face:

    Auch für dich wird das Leben weitergehen und Schönes bereithalten. Alles Gute! 🍀🍀🍀

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem unkomplizierten und tiefenentspannten Hund :hugging_face:

    Wenn man mal einen etwas anspruchsvolleren Hund hatte, schätzt man solche Kandidaten um so mehr.

    Ich vermute, dass dein Hund Verhalten zeigt, das bei den Vorbesitzern erwünscht war. Möglichst unauffällig nebenher laufen, eher dem Menschen aus dem Weg gehen, die Umgebungim Blick behalten. Ich vermute, mit Kuscheln und so war in seiner Junghundezeit nicht viel.

    Es gibt Gegenden, da werden Wachhunde immer noch wie Nutzvieh gehalten. Da entsteht im Normalfall keine so enge Bindung. Und was der Hund nicht kennt, kann er erstmal nicht vermissen.

    Vielleicht kannst du gucken, dass du dich selbst zurücknimmst. Irgendwann wird der Hund von selbst auf dich zukommen.

    Ihn jetzt mit Superleckerli zuschmeißen würde ich nicht machen. Ihr habt gerade ein sehr angenehmes Gleichgewicht erarbeitet, das würde ich versuchen so stehen zu lassen.

    Bei HSH läuft viel über den goodwill des Hundes, so wie ich es hier im Forum gelesen habe. Kommt er jetzt zu dem Schluss, dass bei dir ne Schraube locker ist, weil du ihn mit Gutzis vollstopfst, kommt auch nix Gescheites dabei raus.

    Freu dich über deinen angenehmen Gefährten und geb ihm Zeit :herzen1:

    Naja...sollten nicht nur wenig Pflege brauchen....auch wenig Dreck machen.

    Naja, Laubfall hast du halt immer, wenn du nix immergrünes nimmst... ich hab drunter gemulcht, erst mit Rindenmulch, und jetzt kommt da jedes Jahr Kompost, Häksel und Rasenschnitt drunter, Laub bleibt liegen. Das ist schön feucht und braucht wenig Wasser.

    Unterbeflanzung hab ich Beinwell, Bärlauch, Frauenmantel und Immergrün und was sich noch ansiedelt, zb Duftveilchen.

    Es hat den Sinn das es eine konditionierte Entspannung sein soll. Tür zu heißt schlafen. Ich will die Box später auch im Büro nutzen, nicht 8 Stunden lang geschlossen, aber zumindest wenn es Action gibt soll sie darin entspannen können.

    Mmmmh. Ich hab jetzt nur die Lightausführung, aber mein Hund findet es Kaka, in ner Box oder weggesperrt zu sein, wenn er nicht sieht, wo die Party abgeht.

    Also Action irgendwo und der Terrier entspannt... klingt für mich nach einem klassischen "Gegen die Rasse" anerziehen.

    Angebunden und auf seiner Decke im Eck geht auch. Nur, falls das mit der Box nicht 100% hinhaut.