Beiträge von DerFrechdax

    Dinge, die ihn besonders pushen: Ansprache von Menschen oder Menschen mit denen ich mich unterhalte, Sichtung von Hunden die nicht so gut geführt werden oder zu nah sind, im Freilauf schätze ich gewisse Gerüche. Und vielleicht auch meine Energie manchmal (?).

    Das würde ich ne Zeit meiden.


    Also, dass Leute ihn ansprechen, da kann man das Kommando "Hinter" etablieren und der Hund geht hinter einen und überlässt die Situation dem Menschen.

    Unterhalte ich mich, hilft mir sehr das "Pause-Signal", das wir in der Hundeschule erarbeitet haben. Hund steht, sitzt oder liegt ohne Kommando hinter mir, ich stehe auf der Leine, die genug Spielraum hat, dass der Hund sich nicht eingeengt fühlt, aber so eng, dass er nicht zum Menschen hin kann.

    Anderen Hunden würde ich ne Zeit soweit es geht ausweichen. Dazu muss man vorausschauend laufen, ggf die Straßenseite wechseln, umdrehen.

    Sich selbst muss man manchmal dran erinnern: "Das ist nur eine Phase." Diesen Satz möglichst oft wiederholen :partying_face: Die Pubertät ist irgendwann vorbei und das Hundehirn wieder im Normalzustand. Ich vermute, dass hier auch die Hormone ihren Teil beitragen.

    Wie lange wird es wohl dauern, bis ich wieder zu Kräften komme

    Besonders wenn man um das Leben seines Hundes so gekämpft hat, fällt man natürlich in ein Loch, wenn das Tier den Kampf verliert :streichel:

    Geb dir selbst Zeit, den Verlust zu verarbeiten. Irgendwann wird auch für dich die Sonne wieder scheinen und vielleicht sogar ein Platz in deinem Herzen für einen neuen Vierbeiner frei sein.

    Als ich meine Leonbergerhündin von jetzt auf gleich wegen einer schlimmen Diagnose mit 7 einschläfern lassen musste, hat es sich angefühlt, als hätte mir jemand das Herz herausgerissen. Von jetzt auf gleich war meine Große nicht mehr da.

    Ich hab lange gebraucht, bis ich ihre Sachen weggeräumt habe, und erst fast 1 Jahr später hab ich überhaupt wieder Fenster putzen können und ihren Schnodder von der Tür wegwischen.


    Heute denke ich mit Trauer, aber auch einem warmen Gefühl der Dankbarkeit und Zuneigung an meine Süße zurück. Wir tragen sie ja immer bei uns, in unserem Herzen. Da bleiben sie, bis wir selbst nicht mehr sind.

    Und wer weiss - jetzt hab ich hier einen jungen Terrier sitzen mit ganz wunderbaren lustigen Einfällen jeden Tag. Ein totaler Sonnenschein, mit ein paar Baustellen, damit uns nicht langweilig wird :partying_face:

    Auch für dich wird das Leben weitergehen und Schönes bereithalten. Alles Gute! 🍀🍀🍀

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem unkomplizierten und tiefenentspannten Hund :hugging_face:

    Wenn man mal einen etwas anspruchsvolleren Hund hatte, schätzt man solche Kandidaten um so mehr.

    Ich vermute, dass dein Hund Verhalten zeigt, das bei den Vorbesitzern erwünscht war. Möglichst unauffällig nebenher laufen, eher dem Menschen aus dem Weg gehen, die Umgebungim Blick behalten. Ich vermute, mit Kuscheln und so war in seiner Junghundezeit nicht viel.

    Es gibt Gegenden, da werden Wachhunde immer noch wie Nutzvieh gehalten. Da entsteht im Normalfall keine so enge Bindung. Und was der Hund nicht kennt, kann er erstmal nicht vermissen.

    Vielleicht kannst du gucken, dass du dich selbst zurücknimmst. Irgendwann wird der Hund von selbst auf dich zukommen.

    Ihn jetzt mit Superleckerli zuschmeißen würde ich nicht machen. Ihr habt gerade ein sehr angenehmes Gleichgewicht erarbeitet, das würde ich versuchen so stehen zu lassen.

    Bei HSH läuft viel über den goodwill des Hundes, so wie ich es hier im Forum gelesen habe. Kommt er jetzt zu dem Schluss, dass bei dir ne Schraube locker ist, weil du ihn mit Gutzis vollstopfst, kommt auch nix Gescheites dabei raus.

    Freu dich über deinen angenehmen Gefährten und geb ihm Zeit :herzen1:

    Naja...sollten nicht nur wenig Pflege brauchen....auch wenig Dreck machen.

    Naja, Laubfall hast du halt immer, wenn du nix immergrünes nimmst... ich hab drunter gemulcht, erst mit Rindenmulch, und jetzt kommt da jedes Jahr Kompost, Häksel und Rasenschnitt drunter, Laub bleibt liegen. Das ist schön feucht und braucht wenig Wasser.

    Unterbeflanzung hab ich Beinwell, Bärlauch, Frauenmantel und Immergrün und was sich noch ansiedelt, zb Duftveilchen.

    Es hat den Sinn das es eine konditionierte Entspannung sein soll. Tür zu heißt schlafen. Ich will die Box später auch im Büro nutzen, nicht 8 Stunden lang geschlossen, aber zumindest wenn es Action gibt soll sie darin entspannen können.

    Mmmmh. Ich hab jetzt nur die Lightausführung, aber mein Hund findet es Kaka, in ner Box oder weggesperrt zu sein, wenn er nicht sieht, wo die Party abgeht.

    Also Action irgendwo und der Terrier entspannt... klingt für mich nach einem klassischen "Gegen die Rasse" anerziehen.

    Angebunden und auf seiner Decke im Eck geht auch. Nur, falls das mit der Box nicht 100% hinhaut.

    Ich suche jetzt fürs Frühjahr noch ein paar hübsche Büsche die nicht viel Pflege brauchen.

    Irgendwelche Vorschläge?

    Kornelkirsche, Felsenbirne, Johannisbeere, Stachelbeere, Zierapfel als Ballerina, Flieder, Chinesischer Flieder (dieser Duft im Mai... betörend :herzen1: ), Holunder, Haselnuss... paar Buchs dazwischen für die Struktur...

    PS oder Old school: Weigelie, Kolkwitzie, Pfeifenstrauch

    Danke für deine Antwort.

    Die Rassebeschreibungen sind auch immer herzig zu lesen. Manchmal stimmt es auch ein stückweit.

    Allerdings ist dieses starke Binden an die Bezugsperson auch wieder etwas, was 2 Seiten hat. Denn ein Terrier sucht sich schnell seine Bezugsperson als Ressource heraus.

    Das fällt dann auf, wenn der Mann den Terrier in der Hose hängen hat, weil er seiner schlafenden Frau einen Kaffee ans Bett bringen wollte :hust: also, hab ich gehört xD

    Ich möchte nicht dass sie später Ressourcen verteidigt daher liegen keine herum. Ich möchte nicht das sie ihr Futter oder generell Dinge vor mir verteidigt, daher übe ich das wegnehmen sehr konsequent.

    Würde mich auch interessieren, wie du das übst...


    Beispiel hier aus der Praxis: Jungspund klaut für sein Leben gern Socken. Mein Mann hat anfangs da ein Dominanzding draus gemacht, mit Strenge und "Hhiiiiieeerrrr!!" Rufen und allem. Derweil rannte Klein Jack mit dem Socken rum und fand das Spiel ganz supi. Mein Mann derweil dezent am Explodieren.

    Ich kam dazu, fragte "Ja, was hast denn du da Feines?" und hab ihn anfeuernd und klatschend zu mir eingeladen, hab den Socken mir geben lassen und ihm als Tausch sein Spieli in die Schnute geschoben.


    Fressen darf und durfte hier zb immer jeder Hund in Ruhe und ohne Störung. Nehme ich dem Hund immer wieder den Napf weg, erhöhe ich die Wertigkeit des Napfes und kreiiere damit u. U. ein Problem, wo (noch) keines ist.

    Genauso mit Spielis. Die werden bei meinem Hund umso wertvoller, umso mehr ich sie beachte.

    Deshalb liegen hier auch immer Spielsachen herum, die verwendet mein Terrier gern, um sich ganz kurz mit Schütteln abzureagieren, wenn jemand heimkommt. Ansonsten sind die uninteressant. Die liegen da gut, jeder kann die in die Hand nehmen.

    Die werden erst interessant, wenn jemand damit ne Spieleinladung ausspricht und damit herumwackelt.

    Hast du dich denn mit den Rasse typischen Eigenheiten von Airedales oder Terriern allgemein schon mal beschäftigt? Darf ich fragen, warum deine Wahl auf diese Rasse gefallen ist? Was schätzt du an Airedales? Bin neugierig :partying_face:


    Ich hab mir 3 Sachen rausgepickt:

    Ich sperre sie übrigens nicht stundenlang in einer Box ein, aber ich habe gelesen das man das von Anfang an aufbauen soll damit sie es als Ruheort verknüpfen. Ich füttere sie nur darin z.B. das soll ihre Wohlfühlzone werden. Klappt nicht richtig. Sie jault und fiept trotzdem für 1-2 Minuten. Aber dann legt sie sich auch hin.

    Aus meiner (auf zwei Individuen begrenzten) Erfahrung kann ich sagen, Terrier sind nicht dumm. Die wissen genau, wenn man versucht, ihre Freiheiten zu beschneiden.

    Deshalb wird das auch nicht klappen, dass du in der Box fütterst und sie die deshalb positiv verknüpft, wenn du sie dann da reinsperrst, falls du das erhofft hattest.

    Solche "Tricks" durchschaut ein Terrier mMn sofort.

    Hier gibt es auch einen abgedeckten, immer offenen Kennel in einer ruhigen Ecke. Da legt mein Wheaten sich rein, wenn ich fortgehe und alle Türen zumache oder wenn ihm danach ist. Dort liegt auch sein wunderbar weiches Vetbed drin, was er sehr liebt. Direkt nebendran seine über alles geliebte und sehr gern genutzte Flocke (merkst was? :partying_face: )

    Füttern würde ich da drin nicht. Ich will den Kennel als Schlafecke festigen, nicht als Futterecke. Aber die Ecken, dir ich fördern möchte als Liegeplätze, die werden superweich ausstaffiert. Wo ich nicht möchte, dass er liegt, weil er zb wacht, da schick ich ihn weg und die sind nackig und spartanisch eingerichtet.

    Ich habe immer total viel Angst sie zu vielen Reizen auszusetzen.

    Die Gefahr besteht bei Terriern, allerdings sind das oft ziemlich taffe Persönlichkeiten.

    Was die allerdings sofort erkennen, ist Unsicherheit ihres Menschen. Und das ist weder für den Hund noch den Menschen gut, denn führt der Mensch nicht, tut es automatisch der Hund.

    Die meisten Terrier neigen zur Selbstüberschätzung und brauchen Freiheiten, aber auch einen festen Rahmen und manchmal muss man da auch echt konsequent und streng sein, sonst kannst dich vor lauter kreativen Ideen des Jungspundes nicht mehr retten :dizzy_face: xD

    Mal wenn sie Pipi oder Kacka macht gibt es eine kurze Spieleinheit damit sie weiß wie toll sie ist

    Ok, da, glaube ich, braucht kein Terrier Nachhilfe :ugly: die kommen schon mit einem überbordenden Gefühl für die eigene Grandiosität auf die Welt :lepra: :lachtot:

    Und dann auch noch für so alltägliches wie Pipi und Kaka... naja xD


    Das allerwichtigste (außer zuverlässig "Stop" und Rückruf) ist beim Terrier nach meiner Erfahrung ein "Schluss" oder "Feierabend" Signal.

    Also gern mal zergeln, spielen, rennen und hochdrehen (ohne Zähne dann aber auch bitteschön), dann aber auf Kommando "Ende" oder was man sagt (ich wende mich inzwischen meistens nur noch wortlos weg und geh aus dem Spiel), und es muss wirklich Schluss sein und der Hund fährt runter.

    Terrier neigen nämlich zum nachsetzen und nochmal und nochmal... wie kleine Kinder. Das "Schluss" Signal brauche ich aber immer wieder. Überhaupt Abbrüche aller Art. Wenn er bellt, wenn er grollt oder knurrt, weil was spanisch vorkommt. Wenn er im Affekt was sieht und es kontrollieren wollen würde und hinrennen. Hat ein Hund gelernt, nicht jedem Impuls zu folgen, der in seinen Synapsen grad aufploppt, hat man gerade beim Terrier viel gewonnen.

    Genauso hat in der Welpenstunde mein Hund von Anfang ein "Pause" gelernt. Dazu stellte man sich mit dem Fuß auf die Leine (der Hund konnte stehen, sitzen oder liegen, ohne Kommando und mit ausreichend Reichweite an Restleine), und der Hund wurde nicht weiter beachtet. Hilft dem Tier ungemein, zu lernen, dass er jetzt Sendepause hat und er sich jetzt zurücknimmt und kann man immer brauchen, beim Plausch mit dem Nachbarn nachm Gassi, im Cafe, im Biergarten.

    Terrier sind kluge Tiere, die verstehen schnell, was man von ihnen will. Unglücklicherweise lernen sie auch ganz viel unbeabsichtigterweise nebenbei :ugly: Das macht das Zusammenleben mit ihnen so spannend :herzen1:


    Ich empfehle auch eine Welpenschule, einfach auch dass du deine Unsicherheit verlierst. Oder du guckst nach einem guten Hundeverein, wo du dich anschließen kannst.