Beiträge von DerFrechdax

    Oder einkaufen. Bei uns auch mal mit Anfahrt etc 3-4 h. Wobei hier ja auch im Auto warten möglich ist.

    Dazu möchte ich dir folgendes anmerken:

    Im Sommer ist Hund im Auto warten lassen definitiv nicht möglich, da zu heiß. Im Winter zu kalt, außer du spendierst dem Hund eine Heizdecke und einen Mantel (Kurzhaar).

    Zudem gibt es eine Menge Leute, die der Meinung sind, ein unbeaufsichtigter Hund im Auto ist verboten und die dich dann ausrufen lassen, dich am Auto abfangen und dumm von der Seite anquatschen oder dir gleich die Scheibe einschmeißen, sobald auch nur ein Sonnenstrahl das Auto trifft.


    Mit Hund muss man immer auch mit der Dummheit mancher menschlicher Zeitgenossen rechnen. Und mit großem Hund ganz besonders.


    Alleinbleiben sollten 4 Stunden am Stück für einen gesunden, erwachsenen Hund machbar und möglich sein. Voraussetzung ist ein guter Aufbau als Welpe, dass der Hund das direkt von Anfang an kennt, dass der Mensch nicht jederzeit verfügbar ist.

    Vielleicht normale Mäuse... die Erde im Hochbeet ist schön locker, unten ist wahrscheinlich viel lockeres Gestrüpp verarbeitet und vielleicht Mist, der wärmt auch schön... der ideale Ort. Und Futter holt man sich dann woanders.

    Ich finde man merkt das du da mehr Ahnung hast, ich muss dazu sagen ich selber bin viel später in die Erziehung mit ein gestiegen und hab es halt garnicht beachtet, weil ich von Hunden keine Ahnung habe und das sein Ding ist. Irgendwann hat es mich immer mehr interessiert aber ich wollte nichts falsch machen.

    Ich hab zwar viel Hundeerfahrung, aber noch nie einen CC gehabt, nur große Hunde =)

    Elaia hatte zb eine CC.

    Versuch nicht eingeschnappt zu sein. "Normalerweise" kauft man sich einen Hund, weil man die Rasseeigenschaften gut findet und damit umzugehen weiß. Du wirkst aus dem, was du schreibst sehr unbeschlagen und sagst ja selbst, dass du von Hunden nicht so viel Ahnung hast. Leinenaggression ist etwas, was viele Gebrauchshunde oder überhaupt viele Hunde haben, aus unterschiedlichen Motiven. Deshalb kommt das nicht überraschend für hundeerfahrenere Menschen.

    Das ist auch nichts, wofür man sich schämen müsste. Nur arbeiten müsste man dran, besonders bei so einem großen und wehrhaften Hund.

    Deshalb auch meine Empfehlung, sucht euch einen Trainer, der euch unterstützt :bindafür:


    Mich würde auch nochmal interessiert, warum der Hund von superlieb zu krassem Pöbler geswitcht hat. War das allmählich, oder gab es da einen Auslöser?

    ablenken mit richtig tollen Leckerli plus Geräusch was er damit dann verbindet

    Das klappte 2 Wochen lang mega gut wir waren richtig happy das das klappt. Diese Woche war es dann echt schlimmer, sogar aus der Haustür raus gehen fängt er an in die Leine zu springen

    Ich vermute, euer Hund hat gelernt, dass er in die Leine springt und dann kriegt er ein Leckerli. Eine klassische fehlverknüpfte Verhaltenskette.

    Deshalb habe ich geschrieben, Timing ist wichtig.


    Tut mein Hund was Unerwünschtes, und ich wedle mit Leckerli, um ihn abzulenken... wäre er da nicht dumm, es nicht immer öfter zu zeigen? Er hat ja was davon.


    Leckerli gibt man in dem Moment, wo der Hund erwünschtes Verhalten zeigt. Also Hund macht sich steif, ich spreche ihn an, er schaut zu mir - zack, Leckerli.

    Unerwünschtes Verhalten, besonders wenn es dann auch gefährlich wird, zb an der Straße, kann/muss man auch abbrechen. Gerade bei einem großen Hund, der viel Kraft hat, muss man direkt schon beim Versuch, vorzuspringen, einhaken. Evtl auch immer eher versetzt hinter einem laufen lassen.


    Kennt euer Hund ein Nein, und was macht er, wenn ihr Nein sagt? Auch im Alltag, meine ich? Nimmt er euch ernst?

    Ich kann jetzt leider nur aus dem Leben mit Pferden adaptieren.


    Du gehst erst lange (!) mit professioneller Hilfe in sicherem Gebiet (Halle,Platz) eine sichere Beziehung ein. Machst viel Bodenarbeit, übst. Ich war kein fortgeschrittener Reiter, ABER: nach Monaten(!) kamen dann auch die Fortschritte dazu und ja, alleine im Gelände ausreiten (ohne „Herde“) ist ganz weit oben anzusiedeln. Erst recht im Galopp. Das habe ich mir damals aufgebaut. Das Fachwissen, die Präsenz dem Pferd ggü. leitend zu wirken.

    Ich glaube dir sofort, dass du zu Pferden ein enges Verhältnis aufbauen konntest. Das ist auch ein besonderes Geschenk, dass diese Fluchttiere sich so auf uns einlassen, und ich schätze das auch immer wieder so sehr :smiling_face_with_hearts: Gegenseitiges Vertrauen und Einlassen, Sich aufeinander verlassen sind wunderschöne Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.


    Natürlich möchte man für Hund und Pferd die leitende Persönlichkeit sein, anders wäre ein gelingender Umgang nicht möglich. Ich glaube aber schon, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich mit einem Pferd arbeite oder einem Hund.

    Gerade in der Welpenzeit passiert einfach sehr viel, das den Hund für immer prägen kann. Positiv wie negativ. Am häufigsten lese ich, wie fremde, heranrennende Hunde mühsames Training am Welpen wieder zerstören. Du übst mit deinem Hund nicht nur 30 Minuten allein in einer Halle oder Reitplatz, sondern dein Hund begleitet dich im Alltag.

    Er muss stubenrein werden (btw 4. Stock hab ich überlesen... das wird harte Arbeit. Wirklich harte Arbeit). Er muss lernen allein zu bleiben. Er darf nicht vom Dach die ganze Nachbarschaft beplärren. Er wird dir jede Katze im Umkreis deutlich anzeigen.

    Mein Lieblingssatz als junger Mensch war immer "Das kann doch nicht so schwer sein." xD

    Man denkt in der Jugend ja eh, man könne Berge versetzen, und das ist ja gut so, diese Energie. Inzwischen bin ich eher vorsichtig, kenne mich selber besser, bin auch schon gescheitert und musste einen sehr anspruchsvollen Hund mit starkem Jagdtrieb traurigerweise abgeben, ich kenne die damit verbundenen Gefühle des Versagens. Ich kenne andererseits jetzt meine Grenzen, hab aber gleichzeitig mentale Stärke gewonnen, habe mich vielfach belesen und Kurse belegt, so dass ich meinen einfallsreichen Terrier jetzt mit viel Geduld und liebevoller Konsequenz führen kann.

    Man entwickelt sich natürlich immer weiter, aber oft profitiert erst der zweite Hund von dem Wissen, das man sich mit dem ersten Hund erworben hat, so dass man beim zweiten Hund die Weichen von Anfang an gleich richtig stellt.


    Ich möchte dir nichts ausreden, ich selber bin nur jemand, der sich gern vorher mit einer Sache und ihre Eventualitäten beschäftigt, um vorbereitet zu sein ;)

    Ich bin sehr gespannt, was du erzählst, wenn du die Züchterin kennenlernst :nicken:

    unser canecorso Rüde ist 2 Einhalb Jahre alt und war am Anfang bis 1 Jahr super sozial, er war viel auf der hundewiese spielte mit andere Hunden.

    Wie hat dieses Spiel ausgesehen?

    Und, was hat sich geändert, dass er von super sozial auf Leinenrambo umgeswitcht hat?

    die Hundeschule der wir leider schon nicht ganz vertrauten die haben empfohlen ihm ein Halsband anzulegen welches sich zu zieht beim ziehen. Und das auch noch relativ hoch zu tragen.

    Wenn ihr denen nicht vertraut habt, warum habt ihr dem Hund denn dann ein Würgehalsband angelegt und es genutzt? Hört sich nach Cesar Milan Style an.... War es eurer Meinung nach der Würger, der die Leinenaggression jetzt ausgelöst hat?

    Mit welchem Equipment führt ihr jetzt?


    Und ja. Euer Hund ist mit zweieinhalb erwachsen. Jung, aber erwachsen. Da sind andere Hunde, besonders andere Rüden, halt nicht mehr so gern gesehen im eigenen Dunstkreis.

    Guckt mal, ab wann der Hund was macht. Wann fixiert er, wirft sich in Imponierpose, ab wieviel Meter Abstand beginnt er zu pöbeln?

    Das ist dann die Grenze, wo ihr anfangt, dran zu arbeiten.

    Sprich, löst mein Hund bei 10 Meter aus, halte ich immer mindestens 10 Meter Abstand. Weiche aus, laufe einen Bogen um den fremden Hund, drehe um.

    Möchte ich was vom Hund, muss ich das vorher kommunizieren, bevor wir zu nah dran sind und er im Tunnel ist, also dass er mich anschaut, oder mit viel Abstand absitzt oder Leckerli bekommt für Blick abwenden.

    Im Laufe der Zeit kann man diesen Abstand evtl kleiner werden lassen.


    Ich empfehle euch eine/n Trainer/in. Leinenaggression geht nicht über Nacht weg und braucht viel Gespür auch vom Menschen für Abstand, Timing und wann ich Gehorsam einfordern kann und wann ich lieber aus der Situation rausgehe, bevor der Hund eskaliert.

    Hi :winken:

    Ich werfe mal ein paar Gedanken zum Thema "Ersthund Ridgeback" ein, die mir beim Lesen deiner Beiträge kamen. Vorher noch ein Link für dich, vielleicht kennst du ihn noch nicht :cowboy_hat_face:

    https://www.rhodesianridgeback.de/rhodesian-ridg…kter-und-wesen/

    Ich will einen Begleiter, und keinen Arbeiter der nicht ausgelastet ist weil ich ihm nicht konsequent Aufgaben biete. Das würde mich unter Druck setzen, wenngleich ich super konsequent Regeln befolgen kann (autistische Ader, alles wird in Regeln durchdacht)

    Du wirst in der Situation sein, dass du selbst Regeln für euch, deinen Hund und dich, definieren können musst.

    RR sind starke Hunde, die einen im Überschwang von den Füßen holen können, wenn sie zb eine Katze oder anderen Jagdreiz sehen. Also braucht es Regeln, zb Hund läuft nicht vor, oder geht nicht vor mir durchs Tor, oder was halt gerade nötig ist, und es braucht die richtige Technik, auch beim Leinehalten, und das richtige Equipment, um den Hund standfest und sicher führen zu können.

    Begleiter für alle Lebenslagen, da gibt es sicher einfacher zu führende Rassen :D

    Zusammengefasst, ein Hund dem die Bindung zu mir wichtiger ist als Dressur, und mir der Stolz darüber, dass es mir gelingt ein gutes Beispiel seiner Rasse zu erziehen

    Als Ersthundebesitzer wirst du Fehler machen. 100%. Die macht jeder am Anfang. Du wirst Situationen nicht gut beurteilen können oder deinen Hund nicht lesen können. Das passiert uns allen. Je länger man in der Materie drin ist, umso besser kann man jagdliche Intentionen erkennen oder territoriales Verhalten in die richtigen Bahnen lenken. Ich rede jetzt von Jahren.

    Insofern ist ein RR Welpe als Ersthund eine gewagte Sache, weil du dir nicht so schnell Wissen aneignen können wirst, wie dein Hund in die Pubertät kommt und erwachsen wird. Wo aber halt wichtige Weichen gestellt werden, das beginnt schon mit wenigen Monaten Lebensalter.

    Zur Bindung, überall liest man, RR sind eher unabhängige Seelen. Treu und loyal, sehr sensibel, aber eben auch eigenständig. Die lesen einem vielleicht nicht unbedingt immer jeden Wunsch von den Augen ab, besonders, wenn es mit ihren eigenen Plänen kollidiert xD

    Da braucht es freundliche Konsequenz und eine gewisse innere Festigkeit, um nicht gegen die "Sturköpfigkeit" aka eigene mentale Stärke dieser Hunde den kürzeren zu ziehen.

    Wir haben hier ellenlanges Elzufer, da laufen viele mit den Hunden. Es gibt den Auwald. Wenn ich schon einen Traum habe, dann vielleicht Mountainbiken mit Hund. Weil man da gut Strecke mit Tempo verbinden kann

    Radfahren mit 30, 35 Kilo muskulösem Hund ist... gewagt. Das erste Jahr fällt es eh flach, aber danach braucht es unbedingten Gehorsam, um Unfälle zu vermeiden. Ich weiss, wovon ich rede, ich hatte 50 Kilo Hund mit am Rad laufen |)

    Viele Hunde unterwegs heißt auch viele Tutnixe, die in euch reinrennen. Eher stressig, weil mit großem Hund hast du halt immer die A-Karte, wenn es doch mal Ärger gibt, auch wenn dein Hund zu Recht den frechen, fremden Hund zurechtstutzt.


    Ich würde bei einem RR davon ausgehen, dass er als erwachsener Hund andere Hunde eher unnötig findet (außer feste Hundekumpel, die er kennt), was Spaziergänge in viel frequentierten Gebieten aufreibend macht, und ich möchte unbedingt noch auf die territoriale Ader dieser ursprünglich auch als Wachhunde gezogenen Rasse hinweisen.

    Fremden wird eher reserviert entgegen getreten, was dazu führen kann, dass der RR gern am Zaun wacht und auch verbellt. Auch das muss in Bahnen gelenkt werden. Nicht verboten, da zwecklos, sondern gelenkt. Evtl muss Besuch gut und positiv trainiert werden. Medical Training ist unerlässlich.


    Ich persönlich finde, das ist ziemlich viel, wo der Hund auf Unterstützung seines Menschen angewiesen ist, um in unserer komplexen Zivilisation unauffällig und wohlerzogen mitzulaufen. Ob du das als "Hundeneuling" mit Trainingsbegleitung leisten kannst, weisst natürlich nur du selbst. Es hat aber mMn schon auch einen Grund, wenn eine Rasse eher nicht als anfängergeeignet ausgelobt wird. Und das liest man beim RR halt quasi überall |)


    So, soweit meine Gedanken... ich hoffe, du verzeihst meine Offenheit :sweet:

    Ich kann mir nicht helfen. Ich verfolge den Faden jetzt schon länger, und vor meinem geistigen Auge rennt da ein Hund dem Jagdreiz nach oder beschließt eigenständig, nach Jagbarem zu gucken und traut sich dann nicht mehr zum Besitzer zurück, weil er ganz genau weiß, dass sein Ausflug unerwünscht war.


    Gerade intelligente Rassen lesen unsere Körpersprache so mühelos, dass sie schon wissen, was in uns vorgeht, bevor wir uns dessen selbst bewusst werden.

    Wenn auch nur ein Mü Ärger da ist, kann das bei einem sehr weichen oder unsicherem/sensiblen Hund mMn durchaus auslösen, dass er sich lieber versteckt als zum verärgerten Halter zurück zu kommen.


    Ich würde da also ganz pragmatisch rangehen, ohne in dem Hund ein armes, verplantes, verängstigtes Hascherl sehen zu wollen. Leine dran, gut sichern, und vielleicht auch mal andere Runden gehen, wo weniger jagdliche Auslöser sind. Und vielleicht ein bisschen weniger Gedanken über die Psyche des Hundes machen, aber mehr drauf achten, wie ich emotional und mental so drauf bin 😃✌️