Beiträge von DerFrechdax

    Ich hab die letzte Zeit immer mal wieder das Vergnügen gehabt, Popo zu waschen. Mit im Wasserkocher aufgewärmtem Wasser und abtrocknen geht das schon, solange es keine Minusgrade hat.

    Geduscht wurde hier direkt als es mal die paar Tage warm war :D kam auch gut was raus |)


    Wir haben am Stall ein neues Pferd aus schlechter Haltung, ein hochblütiges Tier, das durch eine Behinderung nicht richtig sehen kann. Der Knopf tut mir so leid, läuft ständig auf und ab, und wiehert sich die Seele aus dem Leib. Bin gespannt, wie er sich zurechtfindet. Traktoren findet er schonmal furchtbar, weil natürlich genau jetzt Heu gefahren werden muss, wenn da ein neues Pferd mit Baustellen in der Box steht :see_no_evil_monkey:

    Für mich ist es in allen Bereichen sinnvoll, immer weiter mit dem Hund in die Richtung zu arbeiten, bis ich dann da bin, wo ich sein will

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Hunde gibt, da kommst du nie da hin, wo du hin willst. Vielleicht wenn er mal alt ist und taub und blind :see_no_evil_monkey:

    Da ist dann ein Gefühl des Scheiterns sozusagen vorprogrammiert, in dem Sinne, dass man trotz viel Aufwand und Mühe das Gefühl hat, es nicht hinbekommen zu haben.

    Da kann es sinnvoll sein, kleinere Brötchen zu backen und die Ziele neu zu überdenken. Dann kann das Ziel dann zb statt "uneingeschränkter Freilauf und Abbruch des aktiven Jagdverhaltens" (der vielleicht sehr mühsam nur abgebrochen werden kann) auch "Schleppleine und Orientierung zu mir bei Wildsichtung, ohne Losspurten" sein.

    Dazu werfe ich alles in die Wagschale, was ich habe, und neben Wissen und Erfahrung (also die kognitive Schiene), ist das auch die Persönlichkeit und das Mentale (die soziale Schiene). Und genau wie man Wissen und Erfahrung erwerben kann, kann man m.E. seinen Geist und seine Persönlichkeit formen.

    Für mich ist beim "alles in die Waagschale werfen" die Grenze erreicht, wo ich mich nicht mehr wohlfühle mit meinem Hund, weil er Verhalten zeigt, das ich nicht will, und ich immer und immer wieder mit unterschiedlichen Ansätzen über die Zeit daran arbeite, es aber keine Früchte trägt.

    Ich denke, alle meine Hunde wussten immer, was ich will, und dass ich das auch durchsetze.

    Und dann hab ich hier jetzt einen Kandidaten, der das auch weiß, aber trotzdem eigentlich immer für eine Überraschung gut ist. Der lustige Einfälle hat (nicht). Das ist für einen Terrier wohl ein Stück weit normales Verhalten ( :woozy_face: ), auch das nicht ablassen und immer noch einen draufsetzen und immer wieder diskutieren, ob Geklärtes noch gilt, und mich hat es insofern geformt, dass ich schon wesentlich früher prophylaktisch, korrigierend bzw managend eingreife, bevor mein Hund sich voller Verve in eine Situation hineinwirft und im Oberstübchen niemand mehr zu Hause ist und ich mich auch nicht gleich komplett grundsätzlich in Frage stelle.

    Gleichzeitig lehne ich mich innerlich dann auch mit einem Augenzwinkern zurück und denk mir "so sind sie halt". Humor war etwas, was mir früher im Umgang mit meinen Hunden völlig abging, was aber dringend nötig ist, wenn du einen Hund mit eigenem Kopf hast.

    Mir scheint, man könnte sich an manchen Hunden sein Leben lang (respektive deren Leben lang) abarbeiten und die machen doch im Falle des Falles, was die selber denken. Lieben tust du den Hund ja trotzdem.


    Vermutlich reden wir zwei, du KayaFlat und ich, aber aneinander vorbei, weil wir so unterschiedliche Hundetypen haben. Wo deiner vielleicht weich und formbar ist, zeigt meiner mir den Mittelfinger. Und andersherum vielleicht xD Da ist es doch klar, dass man an Dinge und Situationen auch unterschiedlich herangeht.

    Nur wie beeinflusse ich durch mich als Person und durch mein Handling sowie die innere Haltung den Hund richtungsweisend?

    Das ist ja die eigentliche Frage.

    Die Frage ist so alt wie die Menschheit selbst, nicht nur auf Hunde bezogen. Diese Frage stellen sich vermutlich auch viele Menschen, die mit Kindern und Heranwachsenden zu tun haben, mit Pferden, Katzen, Nutztieren... allgemein mit Erziehung bzw Training beim Tier.


    Die Frage wäre auch, welche innere Haltung wäre von Vorteil, um infolgedessen den größtmöglichen richtungsweisenden Output beim Schutzbefohlenen/Tier zu haben?

    Je aufgeräumter es in mir selbst aussieht, umso klarer und entspannter kann ich nach außen kommunizieren.


    Gleichzeitig möchte ich das hier hervorheben:

    Und 3.) das würde ich erst nach langjähriger Terrier-Partnerschaft sagen, dich damit abfindest, dass du trotzdem manche Hunde nur bis zu einem gewissen Grad richtungsweisend beeinflussen kannst, weil ihr innerer Kompass nun mal stärker ist. Und dass du darüber nicht verkrampfst, sondern deine regelmäßigen Niederlagen mit Humor und "nobody is perfect" trägst - du wolltest nun mal genau diesen Hundetyp, und er hat garantiert genug andere Vorteile!

    Manchmal kämpft man auch gegen Windmühlen.

    Dann lohnt es sich (aus eigener Erfahrung), einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, was geht und was nicht, und dann auch gleich gewisse vorgefertigte Dogmen im Kopf mit rauszuschmeißen.


    Beispiel, jagender Hund. Man kann sich da die Zähne ausbeißen am Hund und trainieren und Bücher lesen oder Kurse buchen und es immer und immer wieder probieren und sich ärgern, wenn er abflitscht. Oder man kommt irgendwann an den Punkt, wo man akzeptiert, was ist und dass sich das vermutlich nicht mehr ändert. Also managt man, um ein Jagen zu unterbinden.

    Das hat nichts damit zu tun, dass man als Halter versagt hat, sondern eher, dass dieser Hund im Moment nicht leisten kann, was ich mir wünschen würde.

    Das entbindet mich als Halter nicht davon, Lösungen zu suchen oder mich weiterzubilden.

    Allerdings, die Frage ist auch, wieviel Raum soll das Hundethema ganz grundsätzlich einnehmen in meinem Leben? Wenn ich auch noch andere Verpflichtungen und Hobbys habe, tue ich gut daran, eine Balance zu finden aus dem, was nötig ist, was möglich ist oder nur nice to have.

    Klar ist manchmal der Leidensdruck groß und man braucht sofort eine Lösung. Manchmal scheint mir aber der Anspruch an den Hund (und sich selber) auch ungewöhnlich hoch, und ich frage mich dann, warum man nicht mit weniger zufrieden ist und die Zeit entspannt mit dem Hund meinetwegen im Leinengassi verbringt, anstatt sich fertig zu machen, weil man manches einfach nicht hinbekommt. Es soll doch was Schönes sein, Hunde zu haben, ich möchte daraus Kraft für mich ziehen und Stärke. Wird es zur Belastung, läuft vielleicht was schief.

    "Man bekommt immer den Hund, den man verdient hat" - den Spruch habe ich zu hören bekommen.

    Mich hat er dazu bewegt, zu überlegen, warum ich mir jeweils genau diesen Hund ausgesucht hatte. Mal waren es schwierige Hunde, mal einfache. Ich glaube also, dass man intuitiv schon eine bestimmte Art Hund von Anfang an attraktiver findet und auswählt.


    Gleichzeitig hat die Aussage "Der Halter macht den Hund" eine Fußangel. Das würde nämlich bedeuten, wenn ich mich nur genug anstrenge und versuche, die perfekte Hundehalterin zu werden, auch mein Hund der perfekte Hund wird. Und da fängt es an, verkopft und irgendwo auch ungesund zu werden. "Wenn ich nur...hätte, dann wäre mein Hund..."

    Verzweiflung, Trauer darüber, was nie erreicht werden wird, Unzufriedenheit mit sich selbst und dem Hund, Desillusionierung, aber auch Neid auf andere, wo es besser läuft, ist dann nicht mehr weit.


    Ich persönlich fahre viel besser mit Akzeptanz. Ich bin ein unperfekter Mensch mit einem unperfekten Hund. Ich werde nie alles perfekt machen, und mein Hund auch nicht. Ich geb mein Bestes, und das ist gut genug.

    Mein Hund hat zwar Macken, aber die haben andere Hunde auch. Wichtig ist, wie ich mit diesen Macken umgehe.


    Souveränität, Ruhe, Selbstsicherheit, das sind Eigenschaften, die ich mir im Laufe meines Lebens angeeignet habe, auch mit Unterstützung. Die nutzen mir im Umgang mit meinem Hund ganz erheblich.

    Gleichzeitig weiss ich, dass nichts so ist, wie es aussieht. Sprich, Urteilen über andere.

    Ich schreib auch im "Nervige HH" Faden mit und denke mir manchmal meinen Teil. Aber der erwachsene Teil in mir weiss natürlich sehr wohl, dass es oft ganz anders ist in Wirklichkeit, als es auf mich wirkt.

    Deshalb ist "Der Halter macht den Hund" im Grunde auch ein verdeckter Freifahrtschein, um andere ab- und sich selbst damit aufzuwerten. Denn "der Hund ist nur so, weil der Halter soundso ist", ist eine bequeme wie auch manchmal unfaire Schlussfolgerung. Vielleicht ist der Hund auch "so", in gutem wie weniger gutem Sinne, trotz dem dass der Halter bemüht oder eben uninteressiert ist.

    Alles ist im Fluss und wenn es um Interaktionen zwischen Lebewesen geht, ist alles möglich. Ich hab jetzt den 8. eigenen Hund und jeder war ein Unikat. Und jedes Mal stelle ich mich neu ein und arbeite natürlich an mir und an ihm. Man entwickelt sich gemeinsam weiter.

    Aber ob ich jetzt den Hund dazu gebraucht habe, um mich weiterzuentwickeln, oder er mich, das ist jetzt Philosophie xD und es gibt letztlich keine universelle Antwort darauf, weil es so viele Halter/Hund Gespanne gibt wie unterschiedliche Beziehungen/Teams auf dieser Welt.

    Euer Hund ist also mit 7 Monaten 6 bis 7 Stunden allein daheim?

    Da würde mir auch langweilig werden...

    Entweder ihr bringt ein Kindergitter an, schließt die Balkontüre (fragt mal eure Hausratversicherung, was die davon hält, wenn da stundenlang offen ist, außer ihr wohnt im 10. Stock xD ) oder sucht euch eine Betreuung für den Knirps.

    Man kann natürlich auch eine andere Art Sichtschutz anbringen, die nicht zerknabbert werden kann, zb aus Holz.

    Allerdings ist das jetzt in dem Alter auch eine recht normale Phase, dass Hunde Möbel, Schuhe etc bearbeiten. Das kann sich aber verselbständigen, wenn der Hund das unbehelligt tun kann, ohne dass jemand ihm sagt, dass das ne doofe Idee ist, und wenn ihm halt so langweilig ist.

    Ach so, vergessen. Von Einsprühen mit was schlecht Schmeckendem würde ich absehen. Ich halte nichts davon, sich so nötige Erziehung zu sparen und wüsste jetzt auch nicht, was man da Ungiftiges aufbringen könnte. Lieber teilt ihr den Balkon ab.

    Heute morgen braven Garten-Mitarbeiter beim Frühstück überrascht :herzen1: Lohnt sich, den selbst angesäten Holunder zum Teil stehen zu lassen für die Blattläuse xD


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    Ein Golden Retriever wird es. Ich habe auch noch eine Freundin im Nachbarort mit Labrador und 2x in der Woche HomeOffice. Die hat sich auch angeboten.. Mein Mann märrt nun ein wenig herum, dass dieses jede Woche absprechen doch vermutlich enorm anstrengend wird - eine Alternativlösung hat er allerdings nicht.+

    Ihr müsst halt überlegen, ob es nicht für den Wurm ein bisschen viel hin und her ist.

    Da würde ich tatsächlich präferieren, der Hund geht zu bestimmten Zeiten zum Züchter zur Betreuung. Den kennt er, er ist dort aufgewachsen und dort gibt es große Hunde, die dem Zwerg einiges beibringen können.

    Bietet der Züchter denn Betreuung an? Oder springt er nur ein?


    Ich sehe es etwas kritisch, dass beide andere Betreuungsmöglichkeiten im HO arbeiten. So ein Welpe ist schon auch Arbeit, ist nicht stubenrein, knabbert Sachen an, spielt den anderen Hund an, was moderiert werden muss. Es kann sein, dass das richtig anstrengend ist für eure Betreuer, auch wenn sie sich Feuer und Flamme angeboten haben.

    Deshalb wäre ich eher Team professioneller Sitter gegen Bezahlung oder Familie/Freunde, die einen nicht hängen lassen, wenns anfangs etwas anstrengend ist.

    Ich würde mir einen Plan B bis D überlegen und nicht allein auf die Nachbarin vertrauen. Klappt es mit den Hunden im Miteinander nicht oder sie tut sich was oder findet den Welpen zu anstrengend.... [lässt sich beliebig fortführen], steht ihr da.

    Ich würde also noch nach anderen Betreuungsmöglichkeiten für den Anfang gucken, Gassigänger mit Schlüssel, Pension, privat oder über Website-Angebote.

    Wichtig dürfte dann auch sein, von Anfang an das Alleinsein zu üben.


    Was für ein Hund wird es denn?