Mich setzt das immer ziemlich unter Druck (ich weiß, sinnlos, aber ist so). Und oft möchte ich einfach nur mit meinem Hund gehen, trainieren, ohne angesprochen (oder wie gestern verfolgt) zu werden. Zudem lässt Faffi sich leicht ablenken und aus irgendeinem Grund fühlen sich die Leute ja sooo toll, wenn er sie anstarrt, während er versucht, sich zu entscheiden, ob Freund oder Feind. Das ist etwas lästig. Deshalb herrscht hier auch striktes Streichelverbot für Fremde. ...
Ich bin da ehrlich gesagt etwas anders gestrickt und freue mich über jeden, der meinen Hunden positiv begegnet und ganz besonders über Kinder. Das nutze ich dann allerdings auch schamlos aus und erkläre gleich, wie man einen Hund richtig anspricht und streichelt, dass man zuvor IMMER erst den Besitzer fragen muss usw. usw. Für mich sind das alles zukünftige Verbündete, wenn es bspw. mal wieder darum geht, Hunde und ihre Besitzer mit polemischer Stimmungsmache in Misskredit zu bringen. Zudem denke ich, dass jedes Kind und jeder Erwachsene, der einen positiven Bezug zu Hunden hat, weder Hunde misshandelt, noch Giftköder auslegt oder auf ähnlich fürchterliche Ideen kommt.
Natürlich lassen sich auch meine Hunde durch die Reaktionen Fremder ablenken, ganz besonders natürlich der Junior. Aber was soll's? Das echte Leben besteht aus Ablenkungen und in Ruhe trainieren kann ich dann wieder auf dem Hundeplatz oder bei Regenwetter.
was für ein hübscher Kerl. Wie ist eigentlich die Fellpflege beim Wheaten? Trimmen wie die meisten anderen Terrier auch? Und wie sind die Wheaten vom Wesen her?
Dankeschön! Mittlerweile finden wir sie auch optisch toll. Was man liebt, ist immer wunderschön.
Nee, die haben kein Trimmfell, sondern das Fell erinnert eher an menschliches Haar. Man schneidet daher mit der Schere und badet den Hund alle paar Wochen, wenn der Griff etwas fettig wird. Ach und fleißig kämmen, damit das seidige Fell nicht filzt.
Man sagt, dass der Wheaten ein Terrier light sei und das passt auch ganz gut, denke ich. Sie haben nicht den Kadavergehorsam eines manchen Schäferhundes, aber sind doch gut zu überzeugen und tun viel für ihre Menschen. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Wheaten, die keinen Jagdtrieb haben. Elvis jagt gar nicht, Fynns Mutter und ältere Schwester ebenfalls nicht und Fynn zeigt bislang auch keine Ansätze, wobei er für eine endgültige Beurteilung natürlich noch zu jung ist. Artgenossenverträglichkeit ist ebenfalls gegeben. Wobei bei schlechter Sozialisierung und/oder falscher Erziehung kann man sicherlich auch einen Wheaten zum Krawallo machen.
... Also, erzähl mir mehr! So etwas suche ich ja. Mit dem besonderen Schwierigkeitsgrad, dass mein Mann extrem schwierig ist, was die Optik eines Hundes angeht (also erste Frage: müssen die so aussehen wie auf den Ausstellungsbildern oder geht das auch anders , ich heiße mir sonst die Zähne aus... ) Und da kann ich ihm noch so oft sagen, dass das zumindest beim 1. Hund und dem Drumherum hinten anstehen muss... Mich interessiert aber auch: du schreibst von perfekter Auswahl durch die Züchterin: ist euer Exemplar denn "typisch" für die Rasse oder besonders ruhig, besonders leicht führbar oä?
Was hat euch genau diese Rasse wählen lassen?
Viele Grüße Jessi
Hallo Jessi,
vorausschickend möchte ich erzählen, dass mein Mann seit seiner Kindheit von einem Boxer, dunkelgestromt mit weißen Abzeichen, geträumt hat. Mein Hundetraum war groß, mit viel Fell und unbedingt dreifarbig, also in Richtung Berner Sennenhund oder Black-tri Aussie oder Collie.
Unsere Auswahlkriterien bzw. Wünsche an unser vierbeiniges Familienmitglied waren:
nicht überzüchtet
robuste Gesundheit
gute Nerven
mittelgroß
möglichst nicht haarend
Chance auf keinen oder wenig Jagdtrieb
So sind mein Mann und ich anhand des Kosmos-Hundeführers und anschließend Google zwecks Detail- und Züchterrecherche beim Irish Soft Coated Wheaten Terrier gelandet. Gefallen haben uns die Hunde zwar so gar nicht, weil optisch nichts vom Boxer und nur langweilig blond, ABER alle anderen Kriterien waren laut der Beschreibungen absolut erfüllt.
Also sind wir Anfang Mai 2007 zu einer Terrierausstellung gefahren, um die offenbar genialen, aber leider recht unschönen Hunde live und in Farbe anzuschauen. Wir trafen dort eine sehr nette und auskunftfreudige Züchterin mit ihrer freundlichen Wheatenhündin. Das Wesen von Enya und der Griff in ihr seidig weiches Fell sowie die Erzählungen ihrer Besitzerin haben uns überzeugt, dass diese Rasse zu uns und unseren Bedürfnissen tatsächlich hervorragend passt und doch, näher betrachtet, gar nicht sooo hässlich ist.
Im Internet war mir schon Monate zuvor die Homepage von Elvis‘ Züchterin aufgefallen und ich kam immer wieder zu dieser Seite zurück, als dort im Juli 2007 die Wurfmeldung des E-Wurfs verkündet wurde, mit der Info, dass noch zwei Jungs ihre Familien suchen. Uff ...
Eigentlich wollten wir erst ein Jahr später einen Hund, wenn unser Jüngster drei Jahre alt ist und in den Kindergarten geht. Und eigentlich ist Schleswig-Holstein doch viel zu weit weg von Stuttgart. Aber eigentlich ist das jetzt DIE Gelegenheit ...
Es folgten einige sehr lange Telefonate mit der Züchterin, die genau wissen wollte, was unsere Anforderungen und Erwartungen an das Leben mit Hund sind, wie unsere Kinder und wir so ticken usw. usw. Schließlich gab sie uns das Versprechen, dass sie nicht alle Welpen schon vergeben hätte, wenn wir Mitte August zu ihr kämen. Aber sie gab uns nicht die Zusage, dass wir einen der Kleinen bekommen würden. Zuerst wollte sie uns und unsere Kinder persönlich kennenlernen und wir sollten auch sie, die Mutterhündin und die Welpen in Natura treffen, um zu sehen, ob es von allen Seiten passt.
Zwei Tage vor unserem Besuch telefonierten wir ein weiteres Mal und ich sagte ihr, dass sie sich bitte nicht wundern möge, wenn wir bei ihr vor Ort sehr unverbindlich und wenig konkret wären. Unseren Kindern hätten wir nämlich nur erzählt, dass wir uns mal bei einer Hundezüchterin umschauen, weil wir ja in ein oder zwei Jahren einen Hund haben wollten und uns vorab einfach schon informieren. Dann bliebe den Kindern nämlich die riesengroße Enttäuschung erspart, wenn es doch nicht klappen würde. Sie fand das sehr gut und bat mich, auf den Welpen mit dem hellblauen Halsbändchen ganz besonders zu achten. Aus ihrer Sicht würde der am besten zu uns passen. Sollte der Funke nicht überspringen, könne sie sich noch den orangenen Buben vorstellen. Die anderen vier seien für uns nicht so gut geeignet.
Tja, der Hellblaue war Elvis. Er kam, betrachtete sich den Besuch, ließ sich ein wenig knuddeln und ging dann schlafen. Seine Brüder balgten mit unseren Kindern und mein Sohn hat später Rotz und Wasser geheult, weil er unbedingt den dunkelblauen Buben haben wollte. Allerdings hatten die Kids weder bei der Rasse noch bei der Wahl des Welpen ein Mitspracherecht. Kinder wählen nach anderen Gesichtspunkten, aber die Verantwortung, dass das Zusammenleben mit einem Hund für alle Beteiligten glücklich und bereichernd wird, liegt bei uns Eltern und in der Hauptsache bei mir. Also entscheide ich, in Absprache mit meinem Mann.
Hier nun mal einige Bilder von Elvis und unserem Nachwuchs Fynn:
Also, beim Irish Terrier wäre ich seeehr skeptisch. Tolle Hunde, aber die, die ich kenne, stehen dem Jagdterrier in nix nach.
Wie wäre es mit einem Wheaten Terrier so als Terrier? Der Norfolk wurde ja auch schon genannt. Ich suche wieder mal Ritter Elvis und mir fällt wieder mal der Username nicht ein. Kann jemand helfen?
Guten Abend,
hier Ritter Elvis von der Wheaten-Burg. Kann ich helfen?
Ich höre gerade, meine Haushofmeisterin hatte uns bereits im anderen Thread der TE erwähnt, stieß jedoch nicht auf Interesse.
Ich weiß, dass das Leben so ist, aber in unserem Fall finde ich es halt extrem früh, er ist im Mai gerade erst 18 geworden und es ist halt so weit weg.Auf der einen Seite freue ich mich sehr für ihn, dass er dort seine Fußballliebe ausleben kann, auf der anderen Seite bin ich halt auch traurig, dass er so weit weg ist, ich denke das ist durchaus normal.
Oh, ich kann dich da sehr gut verstehen. Meine Kinder sind zwar derzeit wieder alle zuhause, aber schon bei einigen Tagen Schullandheim oder Studienfahrt merkt man einfach, dass eines fehlt. Ja, total normal und gut, wenn die Kinder flügge werden, aber eben auch eine Umstellung und ein Prozess, der Zeit zur Gewöhnung benötigt.
Und damit mein Beitrag nicht zu sehr OT ist: Bei uns gibt’s heute selbstgemachte Pizza.
Würde ich noch nicht testen. Du bekommst schon einen Eindruck, indem du schaust, ob sie dir überall hin hinterherdackelt oder gemütlich auf ihrem Platz bleibt. Einfach mal "normal" ins Bad gehen und Tür hinter dir schließen, da bekommt man schon einen ersten Eindruck.
Hm, aber auch das ist nicht unbedingt aussagekräftig. Fynn, der mit knapp sechs Monaten zu uns kam, ist die ersten Tage sofort aufgesprungen, sobald einer von uns auch nur gezuckt hat, wie z.B. das Bein auf dem Sofa sitzend anders hingestellt hat usw.
Auch nach mittlerweile über fünf Monaten jammert er häufig, wenn bspw. meine Tochter ins Bad geht und er draußen bleiben muss.
Aber er bleibt seit der zweiten Woche bei uns problemlos halbtags alleine.