Beiträge von Zurimor

    nur so paar Gedanken, aber der verpönte Zwang - einerseits wird der Hund gerade in eine Situation gezwungen, die er sich nicht ausgesucht hat, er leidet gerade, denn er hat 24/7 Angst, und dann wird aber jede mögliche Hilfestellung als "oh nein, das darf man auf keinen Fall, der Hund muß von sich aus kommen" interpretiert.

    Man signalisiert dem Hund gerade vielleicht die eigene Hilflosigkeit und läßt den Hund komplett allein, und mit körpersprachlichem Zwang würde man vielleicht einfach die Führung übernehmen und dem Hund signalisieren: Es ist in Ordnung. Eine gereichte Hand sozusagen.

    Ich wünsche dem Hund sehr, daß er die Kraft hat, sich selbst aus dieser dramatischen Situation zu befreien´, wenn die Menschen schon nicht in der Lage sind, ihm dabei zu helfen

    Das ist nun eine sehr spezielle Form der Schönrederei, Zwang als "gereichte Hand" zu bezeichnen. Mal abgesehen davon, daß ein Angsthund vor lauter Streßhormonen in der Situation daraus genau gar nichts lernen könnte.

    Bei Angsthunden braucht es vor allem eins: Geduld, Geduld, Geduld. Und der Hund gibt das Tempo vor. Ich finde, das wird schon ganz richtig gemacht.

    Ich denke es würde auch reichen, wenn der Hund entweder konsequenter Weise beim Tisch rein gar nichts bekommt. So kann keine Erwartungshaltung entstehen und der Hund entspannt irgendwann automatisch. Oder er einfach die Erfahrung sammelt, dass er auf nachfragen entweder sofort oder gar nichts bekommt, penetrantes Betteln zumindest nichts hilft.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich handhabe das zb total anders. Hier gibt es einfach immer am Schluss was. Sie wissen also dass es überhaupt keinen Sinn macht sich davor anzustellen und mich zu nerven weil es ja eh immer etwas kommt.

    Hier hat das allerdings inzwischen zur Folge dass 2 von 3 Hunden nicht mal mehr aufstehen wenn man sie zu Steak oder gebratenem Lachs ruft sondern wir in die Betten servieren dürfen 🙈

    Danke dafür, ein schönes Beispiel für eine simple, einfache Lösung mit der alle zufrieden sind.

    Ich finde, man muß nicht ständig und wegen jeder Kleinigkeit an Hunden rumerziehen, die müssen in unserer Welt eh schon oft genug zurückstecken. Es gibt so viele kreative Lösungen in allen möglichen Varianten, wenn man mal von dem Gedanken wegkommt, bei Problemen müsse man den Hund erziehen und vor allem auch bei sich selbst schaut, was man ändern könnte.

    Für mich ist es total schwierig einzuordnen, ob hier wirklich genug Ernsthaftigkeit in Sachen Hund vorliegt und der TE wirklich bewusst ist, was es heisst, einen zweiten Hund dazuzuholen. Deshalb finde ich Rassevorschläge aktuell ...gefährlich.

    Glaubst du wirklich irgendjemand ist auf Rassevorschläge angewiesen, um sich einen Hund zu holen? Wenn jemand unbedingt will, macht er das ohne Vorschläge nach eigener Vorstellung.

    Ich habe einen "kein Anfägerhund" als ersten Hund. Und ohne Garten schon gar nicht. Ich hatte immer gesagt, wenn mal ein Hund, dann wird es ein Saarlouis Wolfshund. Mir war Jagdmotivation dann doch lieber als Schutz- und Wachmotivation und so ist es ein Alaskan Malamute geworden.

    Und es funktioniert prima, an manchen Orten ist er sogar ableinbar. Mir wäre es auch unfair vorgekommen, sich erst einen anderen Hund zu holen da "anfängergeeigneter" als den, den man eigentlich will. Da ist womöglich immer im Hinterkopf der Gedanke "in ein paar Jahren hol ich mir dann meinen Wunschhund". Anfängerhund oder nicht hängt doch vor allem davon ab, ob die Konstellation paßt. Wir leben übrigens auf 56m², die Wohnungsgröße hat wirklich nicht viel mit der Hundegröße zu tun.