Beiträge von Munchkin1

    Die ersten 4 Wochen nach der Eingewöhnung werde ich vollständig durchschlafen fürchte ich.

    Ich hab hier ja 3 Geschwister im Heim, die so dermaßen auffällig sind, dass ich abends wirklich tot ins Bett falle, obwohl ich gefühlt gar nichts tue außer aufpassen und Wutanfälle aushalten. Hätte nie gedacht, dass das so schlaucht

    Auch wenn es im Vergleich zu allen anderen nur eine verschwindend geringe Kleinigkeit ist, bitte ich dringend um Daumen für mich oder vielmehr für eins "meiner" Kinder und indirekt für mich.

    Wir haben spontan die Zusage für einen Betreuungsplatz in der Kita für den Zwerg bekommen und seit Monaten, also noch vor Corona, konnte niemand sich bequemen, einen Kita-Gutschein zu erneuern, weil Berliner Amtspolitik eben und jetzt brauchen wir ihn wirklich, wirklich dringend.

    Angeblich ist er jetzt nach wochenlangem Telefonterror meinerseits in der Post. Bitte, bitte, bitte drückt die Karmafee, dass er denn auch WIRKLICH losgeschickt wurde und WIRKLICH ankommt, denn ich arbeite seit 12 Monaten ohne Urlaub, mit kaum freien Tagen, mit viel zu wenig Hilfe und wenigstens freie Vormittage würden hier Freudentränen auslösen.

    Solange es beim cool finden bleibt, finde ich das auch cool.

    Mir gefallen optisch auch viele Rassen, besonders die Wolfshundeecke. Aber die Vernunft sagt dann doch, dass ich diese Tiere niemals so halten könnte, dass Tier und ich glücklich wären. Wobei so ein Wolf im Kinderheim schon was hätte von der Außenwirkung her...

    Da reicht mir mein alltäglich wunderbar integrierter und seelig-zufriedener Schäferhund mit wolfsähnlicher Optik dann doch völlig aus.

    Ich frage mich bei solchen Entscheidungen, worauf ich genau warte oder hoffe.

    Bessern wird es sich nicht. Gesund wird er nicht. Der Hund wird auch kein Banner mit der Aufschrift hochhalten, dass er bitte erlöst werden möchte.

    Also entweder sehe ich meinem Tier an, wann es nicht mehr möchte und mache für mich dafür eigene Kriterien aus, oder ich nehme hin, dass mein Tier elendig eingeht.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung:

    Ich lasse meine Tiere dann gehen, wenn ich an ihrer Stelle auch gehen wollen würde.

    Sobald mein Tier nicht mehr so ist, wie ich es kenne, nicht mehr frisst/trinkt, massiv Verhalten ändert und das keine zu behebende Ursache hat, ist für mich der Moment gekommen.

    Aber das ist mein persönliches Kriterium

    Die Großen KÖNNEN gar keine Anfängerhunde sein, Stichwort Erziehung.

    Selbst der lahmste, ruhigste Vertreter ist irgendwann einmal ein Welpe mit Feuer unterm Schwänzchen, mit fiesen Milchzähnen, mit einem riesigen Bedarf an Sozialisation und Erziehung.

    Während ein kleiner unerzogener Hund nervig ist, aber meist nur eine ernste Gefahr für sich selbst, lebt ein großer unerzogener Hund ständig auf der Kippe zum Wesenstest und zu schlimmeren.

    Die MÜSSEN ordentlich erzogen werden und ein Anfänger tendiert nunmal realistisch dazu, Fehler in der Erziehung zu machen, nicht punktgenau zu bestätigen oder zu korrigieren, Fehlverhalten zu spät zu erkennen, Körpersprache nicht korrekt zu lesen und/oder zu deuten und schwupps haben wir den Salat.

    Beim Kleinhund alles halt genauso, aber der Endeffekt ist anders, ob da ein ekeliges 5-10kg etwas pöbelt, oder ein 40kg+ etwas