Beiträge von Munchkin1

    Ich kann dich da sehr gut verstehen. Und ich könnte dich da guten Gewissens an mein letztes Seminar verweisen.

    Wir haben mit einem tschechischen Trainer gearbeitet, der mir mit diesem Problem unglaublich geholfen hat.
    Hauptthema: Wenn es nicht so geht, wie gewünscht, dann wünsch es dir so, wie es geht.

    Er geht mit einer stoischen Ruhe dran, die bewundernswert ist und hat uns allen beigebracht, uns nicht zu ärgern.
    Wenn der Hund eine Übung nicht sauber ausführt - dann verändert er die Übung so lange, bis der Hund sie wieder sauber, vor allem aber mit 200000% Elan absolviert.
    Er macht die Übung kleiner, bricht sie in Teilschritte runter. Und übt halt nur Teilschritte.

    Wenn der Apport nicht klappt, übt er das Aufnehmen des Bringholzes.
    Wenn das Fuß gehen nicht klappt, übt er den Augenkontakt zum Hundeführer.
    Wenn das Revieren nicht klappt, übt er umrunden von Gegenständen.

    Mir hat das extrem viel gebracht, um meinen Perfektionismus abzulegen.

    Öhöm, dann bin ich hier mit dem Bronto-Buben mal ganz leise...

    Aktuell wiegt der gute 28kg, ist aber auch sehr groß (deutlich über 60cm bislang) und von der Figur sehr schmal, was aber für einen Junghund einhellig als ideal bewertet wird.

    Ich muss mal btw ein Bild machen

    Die Anzeige finde ich grad ehrlich gruselig.

    „Der ist kein Bluffer...“ heißt für mich ein scharf gemachter Hund, der gefährlich ist.
    Das in den Händen der falschen Leute... Auweia

    Ich habe mir zuerst die Zucht angeschaut:

    • Sind die Hunde gepflegt?
    • Kann er zu jedem Hund individuell etwas sagen?
    • Vermittelt er die Hunde an jedermann?
    • Handelt es sich um eine offizielle Zucht oder um einen Vermehrer?
    • Kann er rassespezifisch beraten/abraten?
    • Habe ich auch nach dem Kauf einen kompetenten Ansprechpartner?
    • Wie wachsen die Welpen auf - Haus, Zwinger, beides?
    • Bekomme ich einen geimpften, entwurmten, gechippten Welpen mit korrekten Papieren?

    Dann habe ich auf die Elterntiere geschaut

    • Sind beide Elterntiere gesund (liegen Ergebnisse der Untersuchungen bei üblichen rassespezifischen Krankheiten vor)?
    • Sind die Elterntiere zuchttauglich (charakterlich wesensfest, keine Unarten oder stereotypisches Verhalten)?
    • Kann ich wenigstens die Mutter sehen und kennen lernen?
    • Kann mir der Züchter plausibel erklären, warum er diese Verpaarung gewählt hat (und nein, „weil die so süß zusammen passen“ ist nicht plausibel)?

    Dann der Wurf

    • Kann mir der Züchter zu jedem einzelnen Welpen etwas sagen?
    • Wie verhält sich der Wurf insgesamt?
    • Sind die Welpen augenscheinlich gesund?
    • Wie ist das Spiel- und Sozialverhalten des Wurfes untereinander?
    • Lernt der Wurf auch andere Althunde als die Mutter kennen?
    • Welche Umweltreize lernen die Welpen kennen?
    • Wie geht der Züchter mit den Welpen um und noch viel wichtiger - wie reagieren die Welpen auf den Züchter?
    • Wie reagiert der Wurf auf Menschen, Umweltreize, Tiere?

    Anhand dieser Kriterien habe ich mir die Zucht und den konkreten Wurf ausgesucht.
    Als es dann um die Auswahl des Welpen ging, war das schnell gemacht:
    Es sollte ein Rüde sein, also wurden die Hündinnen kurzzeitig isoliert.
    Der Züchter und ich hatten im Vorfeld schon über die Eignung, Anforderungen und Erwartungen gesprochen. Er wusste, wozu ich den Hund haben möchte und was mir besonders wichtig ist. Ich wollte zB keinen extrem dominanten Rüden, ein eher etwas ruhigeres Tier, weniger Jagdtrieb.
    Bei den Rüden, die noch da waren, sprach er Empfehlungen aus und erklärte, warum er diese empfehlen würde.
    Ich wählte dann einen Welpen, er sagte, das wäre eine gute Wahl und wir waren beide happy.

    Dieser Hund passt zu mir wie Arsch auf Eimer. Es war also die richtige Wahl, der richtige Züchter, ich bin zufrieden

    Wenn deine gesamte Familie mit Grippe und 40 Fieber im Bett flach liegt, sich die Lunge aus dem Leib hustet, du als einzige gesund bist und felsenfest überzeugt bist, dass das an den fast 30kg Brontosauerierbaby liegt, die dich täglich mehrfach abschlecken.

    Schließlich sagt man doch ganz sicher nicht umsonst, dass Hundespeichel heilend wirkt :dafuer:

    Entweder muss da was gesundheitliches vorliegen oder der ist im Kopf nicht sauber genug.

    Denn sowohl Behörden als auch Hundesportler können das schnell beurteilen, haben höhere Anforderungen und würden schneller Konsequenzen daraus ziehen, wenn der Hund nicht hält, was versprochen wurde.

    Mutmaße ich einfach mal

    Ich bin für meinen Welpen 4 Stunden in eine Richtung gefahren, für meine Pferde sogar 8 Stunden.

    Das lag aber nicht daran, dass es näher nichts gegeben hätte, sondern ich hab mir die Züchter im Voraus via Netz genau ausgesucht, war unabhängig von den Würfen auch die Zuchtstätte besichtigen und dem Züchter auf den Zahn fühlen und diejenigen, die mir zugesagt haben, wohnten eben so weit weg.

    Aber: hier war die Rasse und sogar die Eignung schon vor dem Einzug, ach was sag ich, sogar vor der Geburt der Kröte schon sicher, da konnte ich dann gezielt suchen.

    Für mich stand der Kaufzeitpunkt des Welpen aus logistischen Gründen sehr fest, der ausgesuchte Züchter hatte gerade zwei Würfe da, die zeitlich passten, aus meinem bevorzugten Wurf konnte ich einen Welpen reservieren. Ich habe die kleinen Fellterroristen praktisch von Geburt an begleitet, weiß von jedem Rülpser, den der Welpe gemacht hat, habe einen für mich passenden, irre ausgeglichenen Hund bekommen.

    Das würde ich auch immer wieder so machen.