Beiträge von Munchkin1

    Mailo war anfangs auch ganz furchtbar unterwegs, besonders nachts. Er ist hin und her getigert, im laufen hat er gepullert, hat die Tapete zerfetzt, und und und. Ich bin jede Stunde mit ihm raus und trotzdem hat er Programm gemacht.
    Und das, obwohl er neben meinem Bett im Schlafzimmer liegen konnte, auf einer superbequemen (sagt mein Sohn) Matratze in passender Größe.
    Tagsüber hat er zwar auch nicht geschlafen, das macht er sich heute noch nicht wirklich, aber wenigstens mal gelegen und geruht.

    Den Bengel hab ich nach einigen solcher Nächte schlichtweg an die Hausleine gelegt, die nachts ans Geschirr gemacht und das Ende an meinen Bettpfosten. Wasser in Reichweite, aber weiter als dahin ging es nicht.
    Schon in der ersten Nacht war der Effekt atemberaubend - der Hund DEUTLICH ruhiger und schlief tief und fest, die Matte sauber und trocken, 1 Stunden Intervalle völlig ausreichend.
    Innerhalb einer Woche durfte er sich ohne Hausleine im Schlafzimmer bewegen und eine weitere Woche später hat er dann auch die Diele dazu bekommen, das ist der Status Quo.

    Er hat durch diese Hausleine auch am Tag mehr Entspannung gezeigt, obwohl ich sie da nicht genutzt habe.

    Zweiter wichtiger Schritt: keine Spiele zuhause.
    Das Maximum ist ein gefrorener Kong oder ein Leckerliball, aber kein Gezerre, kein Gejage, nichts, was pusht.

    Und ansonsten aussitzen.
    Wir sind grade dabei, alle Wiesen der Umgebung abzusitzen, dass er sich hinlegt, entspannt und nicht in den Buddel-Zupf-Rupf-Modus gelangt

    Ich hab eine Doppelton-Pfeife.

    Grundidee war mal, dass ein Ton bedeutet „Schwing deinen haarigen Hintern in Lichtgeschwindigkeit an meine Seite, wenn du weißt, was gut für dich ist“ und der andere Ton dann eher bedeutet „Hier spielt die Musik“, wenn er zum Rufen zu weit weg ist.

    Aber MIR erschienen die Töne dann zu ähnlich, bzw. hab ich nur den „Beamer“-Ton installiert

    Ich weiß, ich werde gleich gesteinigt, trotzdem:

    Für mich muss ein Hund groß sein. Mindestens so, dass ich nachts im Dunkeln barfuß nichts kaputttreten kann.
    So ab 25/30kg fängt mein Wohlfühlgewicht beim Hund an, Größe gerne so 50cm aufwärts.

    Ich habe gar nicht nach kleinen Hunden geschaut, als ich gesucht hatte.
    Durch meinen ersten Schäfi wusste ich, worauf ich mich im Krankheitsfall einlasse - den haben wir zu zweit mit einem Handtuch unterm Bauch mehrmals täglich aus dem ersten Stock auf die Wiese vor dem Haus gewuchtet, als er nicht mehr ordentlich laufen konnte.

    Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand tatsächlich mal auf die Körpersprache der Hunde achtet, seine Erziehung ernst nimmt und für seinen Hund dann die passende Verantwortung übernimmt. Und nicht alles auf den anderen abwälzt.
    Ich mag die Halter, die ihre Hunde anleinen oder festhalten, wenn wir uns angeleint nähern.
    Die ein Spiel, auch ein körperbetontes Spiel, von einer Risikosituation unterscheiden und passend reagieren können.
    Die vorausschauend laufen und Gefahrensituationen vermeiden.

    Da hatte ich heute zwei Negativbeispiele:

    Mit der einen Hündin (OEB, etwa 6 Monate, mehr breit als hoch) sind wir seit Welpenalter immer wieder zusammen gerasselt, da die Teenie-Halterin leider absolut verantwortungslos ist.
    Heute wieder - die Tonne zieht das Mädel quer über den Gehweg, kein Wunder, wenn Madame auch mit einer Hand am Handy tippt und den Blick nicht nach vorne hat.
    Ich lasse Mailo absitzen, damit er seine Hormönchen sortiert kriegt und nicht wie eine Wildsau hin zerrt. Das Mädel bleibt derweil (ungelogen) 3m vor uns stehen, tippt im Wechsel auf dem Handy und schaut zu uns rüber. Ihr Hund zerrt in unsere Richtung und sie nähert sich uns, hat in der Form auch keine andere Wahl so einhändig halbherzig.
    Ich kümmere mich darum, dass Mailo ruhig bleibt und nicht aufspringt zum hinrennen, sie kommt bis auf einen Meter näher.
    Ich blocke die Begegnung, Mailo versteht nicht, warum die Hündin röchelnd zu ihm zieht und er sitzen soll. Das Mädel offenbar auch nicht. „Jetzt stehen Sie im Weg, sie wollte da hin.“
    „Richtig und das will ICH nicht. Ich erziehe meinen Hund und entscheide damit, wann und mit wem er Kontakt hat.“
    Sie stand dann noch eine Weile reglos da, wohl in der Hoffnung, dass ich es mir anders überlege. Ich habe derweil mit Futter meinen Hund wieder auf mich konzentrieren können und bin dann gegangen, während sie mir noch „Zicke“ hinterher gemurmelt hat.

    Die Zweite Begegnung war auf der Gassirunde. Mailo an der Schlepp, vor uns ein weißer Wuschel unangeleint.
    Ich lasse Mailo wieder absitzen und auf mich konzentrieren, in der Hoffnung, die Halterin geht vorbei oder leint an oder tut sonst was sinnvolles.
    Öhm nö, tut sie nicht.
    Ihr Hund auf meinen zu, ich wieder geblockt.
    Da kriege ich zu hören „Ja, richtig so. Sie mag Schäferhunde nicht so, da kriegt sie immer was aufs Dach wenn sie die anbellt, da müssen die Halter der großen halt auf meinen Kleinen aufpassen.“
    Hmm ja nee, seh ich nicht so. Wenn so ein Wischmopp auf Pfoten meint, einen gut 3x so großen Hund ankieken zu müssen, dann muss der Halter des Wischmopps eben mit einer Reaktion des Großen rechnen und entweder den stänkernden Hund sichern oder mit den Konsequenzen leben. Ich wüsste nicht, wieso ich suizidgefährdete Kamikaze-Ratten vor Ihrem selbstgewünschten Schicksal schützen sollte.

    Mailo fängt NIE eine Käbbelei an und ich will, dass das so bleibt. Bislang musste er sich auch nicht allzu oft wehren und wenn, war es immer in Fällen, in denen er sehr souverän eine Ansage gemacht hat, die zugegeben sehr furchteinflößend wirkt, aber NULL Schäden beim anderen Hund verursacht.
    Und auch das soll bitte so bleiben.

    Den Blues hatte ich nach dem Aussuchen :pfeif:

    Bis dahin alle Babies immer gut beobachtet, die Fotos verfolgt und mir vom Foto her „meinen“ ausgesucht (ich weiß nicht mal, ob es tatsächlich Mailo ist).
    Und dann spazierte ich in diesen Garten rein, da liefen 10 kleine kannibalische Piranhas mit Blutdurst herum, der eine fraß meine Hose während der andere meine Schuhe killte und der dritte meinen Knöchel ankaute.
    Und ich konnte die Biester nicht abschütteln oder dran hindern.

    Das war der Moment, wo ich dachte, ob das nicht bisl arg viel ist.

    Aber sobald ich MEINEN Welpen isoliert ohne seine Rüpelgeschwister hatte, war er gleich weniger auf Krawall gebürstet und gleich „meiner“

    Wieso müssen die Leute ihre Junghunde immer so fett füttern :muede:
    Hatten jetzt Besuch von einer dame mit ihrer 7 Monate alten DSH Hündin beim Training, die Hündin wog genau so viel wie Azog jetzt.
    Antwort auf die Frage, ob ihr das nicht auffällt war, wieso die ist doch so schön knuffig :dead:

    Gerade beim Junghund lege ich immer großen Wert auf die schlanke Linie. Lieber 1kg zu wenig, als eins zu viel. Also lasst euch bitte nicht einreden, dass eure Hunde im Wachstum zu mager sind. Das sind absolute Ausnahmefälle. Die Wahrnehmung der Leute ist da einfach bereits extrem verschoben und übergwichtige Hunde sind schon so in der Wahrnehmung als "normal" angekommen, dass viele nicht mehr wissen, wie ein gesunder, normal ernährter Junghund aussehen muss.

    Und ich wurde neulich sehr böse angepflaumt, dass ich meinen Hund hungern lassen würde, der Arme hätte dringend mindestens 5kg mehr nötig, mein TA und Trainer hätten beide keine Ahnung und man müsse mir doch das Veterinäramt auf den Hals hetzen.