Pubertät ist ansteckend, verwandelt sich im Alter dann nur in Demenz.
Folgender Sachverhalt:
Teenietus (menschlich, 13, männlich) genießt seine Osterferien so gut es geht, ernährt sich wahlweise von Süßkram oder schläft. Geht vermutlich auch beides gleichzeitig, wenn man es logistisch geschickt anstellt.
Sein Zimmer gleicht demnach ein wenig der Süßigkeitenabteilung im Großmarkt, der Weg in die Küche ist nämlich absolut unzumutbar.
Teenie spielt mit Hund.
Er wirft irgendwelchen Blödsinn, den der Hund ihm dann zurück bringt. Egal was - Papierkugeln, Socken, irgendwas. Hund macht das freudestrahlend mit.
Teenie wirft eine Papierkugel, Hund bringt sie zurück und beschließt spontan, als Belohnung steht ihm Popcorn zu.
Klaut eine Tüte Popcorn und verzieht sich damit auf seine Decke.
Ich nehme ihm die Tüte mit einem lauten „Nein!“ ab, dem Geruch aus der Hundeschnute nach zu urteilen ist ein Stück gefressen worden.
Ich lege die Tüte erwa auf Höhe meiner Augen im Regal ab, um dem Teenie (mal wieder) zu erklären, dass wir die Auswahl an Lebensmitteln in seinem Zimmer einschränken müssen.
Während ich also eine Predigt halte, springt DIREKT VOR MEINER NASE der Hund auf das Bett des Teenagers, stellt die Vorderpfoten auf den Nachttisch und will allen Ernstes, 1 Minute nachdem ich sie konfisziert habe, dieselbe Popcorntüte nochmal klauen? Und denkt, dass ich nicht bemerke, wenn sich sein zauberhafter, elfengleicher Rummsschädel direkt vor meinen Augen in Zeitlupentempo bewegt?