Beiträge von Munchkin1

    ich frage mich, warum schaffen sich manche Leute Hunde an, wenn sie vor jedem anderen Hund der entgegen kommt, Panik bekommen und ihre Hunde davonzerren?

    ...entgegenkommende Herrchen/ Frauchen wechseln sofort die Strassenseite

    ...aber dieses panische wegziehen der Hunde ...und unfreundliche Aufforderungrn... wie : "gehen Sie auf Abstand mit Ihrem Hund!"

    Oder "ich will nicht dass er zu meinem Hund kommt" kann ich nicht immer verstehen

    Zitat

    Auch gucken ist nicht verboten. Ich habe auch kein Problem damit dass Leute Angst haben oder umdrehen und mit ihren Hündchen weglaufen, lediglich mit Unfreundlichkeit habe ich ein Problem.

    Zitat

    Sagt klar und bestimmend was ihr nicht wollt, aber bitte in keinem Kasernenton...stösst noch eher auf Taube Ohren. Mich beeindruckt es jedenfalls nicht.

    Ich möchte wirklich nicht böse klingen, aber aus deinen Beiträgen lese ich ganz deutlich zwei Botschaften heraus.

    Die wichtigere von beiden: du nimmst eine Aufforderung ganz ganz dolle persönlich, wo sie es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht ist, sprich du interpretierst eine Spitze auf deine Person hinein, die es nicht gibt.

    „Nicht ranlassen“, „Wegbleiben“, „Abstand halten“, „Anleinen“ oder Aussagen dieser Art sind in erster Linie nach einer bekannten Kommunikationstheorie nur Apelle, also Aufforderungen. „Mehr“ steckt dahinter gar nicht. Da möchte dir niemand irgendwas unterstellen, das hat mit höflich oder unhöflich nichts zu tun, es ist nur die knappe Information, welches Verhalten von Dir gewünscht oder erwartet wird. Da möchte dich auch niemand beeindrucken (von ein paar wenigen Spinnern mit Größenwahn mal abgesehen, aber die erkennt man meilenweit gegen den Wind und die sind so selten, da lohnt sich nichtmal der Atemzug zum meckern).

    Das kann man je nach Gusto, Tageszeit, persönlichem Befinden, Situation, Zeitreserve, Koffeinstand, Genervtheitsgrad durch vorherige Begegnungen natürlich ausschmücken mit „Bitte“, „Würden Sie“ oder ähnlichen Floskeln, die wir als höflich empfinden, aber der Inhalt ist derselbe.

    In dem Zusammenhang möchte ich deinen Blick nochmal etwas anders sensibilisieren:

    Du gehst aus dem Haus. Sagst höflich etwas. Hast die erste unschöne Begegnung. Grummelst in dich hinein. Gehst weiter.

    Hast die zweite unschöne Begegnung nachdem du höflich etwas gesagt hast. Grummelst wieder.

    Bei der 25. Begegnung, die blöde ausfällt, grummelst du dann immer noch in dich hinein?

    Viele Halter, die Problematiken mit TutNix‘en haben, deren Bitten um Abstand nicht ernstgenommen werden, bitten irgendwann nicht mehr, weil die Chance, dass reagiert wird, beim „Kasernenton“ leider höher ist. Gilt natürlich nicht für alle Halter (mich musst du jedenfalls nicht anpflaumen um Abstand zu bekommen), aber leider prägen die paar schwarzen Schafe nunmal das Gesamtbild.

    Der zweite Punkt ist tatsächlich deine Wahrnehmung der Situation:

    Schau nochmal ganz genau in die zitierten Beiträge. Im ersten Teil ärgerst du dich über das Wechseln der Straßenseite, das Wegziehen bei Sichtung, das Hochnehmen, das Kontaktverbot und auch über unfreundliche Ansagen.

    Im zweiten Teil stört dich das Ausweichen nicht mehr, da sind es nur noch die Ansagen.

    Ohne die passenden Zitate raussuchen zu wollen, um den Post nicht unnötig lang zu machen, schreibst du, dass dein Hund Eichhörnchen jagt und dich dadurch schonmal unsanft auf den Boden befördert hat. Er hat also Jagdtrieb, den du deckeln musst.

    Lass das mal jemanden mitbekommen haben, der einen Kleinsthund hat oder jemanden mit Kleinsthund kennt. Schwupp ist die Angst da, der Jagdtrieb könnte durch den Kleinsthund getriggert werden. Die Angst ist nichtmal falsch, passiert leider öfter als man denkt, dass ein kleiner Hund mit einem Kaninchen oder Eichhörnchen verwechselt wird und erst nach dem packen erkannt wird.

    Und das kann man erweitern: potentiell kann dein Hund für jeden kleineren Hund eine Gefahr allein durch seine Kraft darstellen und seien wir ehrlich - die meisten Hunde sind kleiner. Das kenne ich persönlich nur zu gut, ich führe einen Schäferhund mit ähnlicher Gewichtsklasse. Ob der wirklich gefährlich IST, möchte das Gegenüber eigentlich nicht herausfinden, was ich auch gut verstehen kann.

    Lange Rede kurzer Sinn:

    Wenn jemand ausweicht, egal wann und wie, macht er es aus Angst. Kannst du dich über Angst von Fremden echt ärgern?

    Wenn jemand dich auffordert, teilt er Dir mit, welches Verhalten er erwartet/braucht. Das kann man nett machen, es kann aber auch Gründe geben, das deutlicher zu tun, die nichts mit Dir als Person zu tun haben.

    Cocker, Rüde, intakt, bekommen mit 7 Jahren

    Dem waren Hunde egal, der hat sein Ding gemacht. Ich denke, dass er bereits beim Einzug nicht mehr ganz fit im Köpfchen war, aber das ist nur meine Vermutung

    Der hat nicht mehr gespielt, mit uns nicht und mit Hunden sowieso nicht, ist einfach weiter getappert

    DSH, Rüde, intakt, bekommen mit 7 Jahren

    Massivste Artgenossenaggression. Der beste Hund war ein nicht vorhandener Hund. Daran war nichts zu drehen.

    LaStraKö, Rüde, intakt bekommen als Welpe

    Hunde waren toll. Vom Welpenalter an absolut verträglich, völlig unkompliziert.

    Nach der Pubertät dann bei Sichtung von Fremdhunden erstmal einen Kamm gemacht, so ganz vorsorglich, könnte ja sein. Wenn der andere nicht pöbelte, wurde er sofort freundlich, wedelte und war Happy.

    Den konnte man für alle Spiele begeistern - fangen, jagen, buddeln, schwimmen, Ball, egal. Was auch immer die Artgenossen gemacht haben, er blieb mittendrin.

    DSH, Rüde, intakt, bekommen mit 2 Jahren

    Grobmotorischer Clown voller Energie.

    Spielen mit Artgenossen habe ich letztlich eingeschränkt, weil er (ähnlich wie Mailo anfangs) keinerlei Bremsen hatte und ständig in jeden anderen Hund gescheppert ist, drüber gesprungen ist, sehr körperbetont gespielt hat. Ich wollte nicht, dass da was passiert und er war unbelehrbar, Ansagen von mir oder anderen Hunden kamen für genau 30 Sekunden zwischen den Ohren an, dann ging es wieder los. Nicht böse, nur rüpelig.

    Social Walks waren anstrengend, weil er wollte doch spielen und durfte aber nicht und... das war doof!! Fand er.

    Das wurde auch mit 4-5 Jahren nicht besser, bis ich ihn aus privaten Gründen abgegeben habe.

    Wo Mailo hingeht, kann man noch nicht sagen, der wird erst 2 dieses Jahr. Ich kann nur sagen, dass er seinen Spielstil dem Spielpartner anpasst, also ob es eher schnelles Laufen oder körperbetontes anhopsen wird, entscheidet er anhand der Körpersprache des Partners.

    Generell mag er zur Begrüßung offline höfliches ruhiges nähern und schnuppern und dann geht bitte jeder seines Weges.

    Was nicht geht sind aufdringliche Nase-in-den-Popo-Stecker, die seine Warnungen und Körpersprache ignorieren, da wird er deutlich ärgerlich

    Der Dino hat sich zum echten Kuscheltier gemausert.

    Meist streichel ich abwesend, sanft und ruhig über den Kopf oder zwischen den Ohren, dann werden die Ohren mal massiert, seitlich am Maul entlang...

    Wenn es intensiver sein soll, möchte er Rücken, Bauch, Brust gekrault haben, dann muss ich wirklich eine Kralle mit beiden Händen machen und ordentlich reingrabbeln. Er dreht mir dann das passende Körperteil zu.

    Wenn ich es „richtig“ mache und es dem Herrn genehm ist, revanchiert er sich mit schlecken oder knabbern.

    Aber absolut nicht zu toppen, immer hoch im Kurs ist das schlichte Kontaktliegen. Möglichst eng beisammen, möglichst viel Körperkontakt, möglichst Atmung und Herzschlag spüren.

    Wo er sehr picky ist, ist das Festhalten.

    Von mir lässt er es sich durchaus gefallen, umarmt und festgehalten zu werden, weil ich ihm IMMER die Option lasse, gehen zu können, wenn er will und quasi nie umarme.

    Es sei denn er will grade fiddel-kuscheln und ist wuschig (Frauchen zieht sich an zum Gassi oder macht Futter fertig oder räumt Spielzeuge auf), dann rammt er mir seinen Schädel zwischen die Arme, bollert mich zu Boden wenn ich knie, scheppert den Kopf unter mein Kinn, egal Hauptsache er wird wahrgenommen und festgehalten.

    Ansonsten legt er sofort den Rückwärtsgang ein, windet sich raus oder nimmt den Arm der haltenden Person ins Maul und zeigt so, dass er das nicht möchte.

    Oder "ich will nicht dass er zu meinem Hund kommt" kann ich nicht immer verstehen und finde es manchmal traurig für meinen Hund, da er (sie) eigentlich recht sozial ist und zu den allermeisten Hunden sehr nett (wenn sie arg angepöbelt wird, pöbelt sie halt auch mal zurück)...

    Ich muss und will auch 3-4 Mal am Tag raus mit meinem Hund und dazu nicht immer irgendwelche spezielle Plätze suchen müssen sondern gechillt an anderen Hunden vorbeilaufen können.

    Die beiden Aussagen (beide von Dir) hören sich nach verschiedenen Wünschen an.

    Kann es sein, dass du dir selbst nicht ganz sicher bist, was du von anderen Haltern willst?

    Oder dass du die Reaktion anderer Halter als Angriff/Ablehnung gegen dich und/oder deinen Hund verstehst?

    Was würdest du dir wünschen, wie die anderen Halter sich Dir/euch gegenüber verhalten?

    Kommentarlos vorbeigehen und euch ignorieren?

    Kontakt zulassen gegen den eigenen Wunsch?

    Es ist nunmal immer eine Gratwanderung mit Hund, vieles musst du von der persönlichen Ebene lösen und wirklich rein sachlich betrachten.

    Stell dir vor, du bist in der Position, dass dein Hund (warum auch immer) keinen Leinenkontakt haben darf/kann/soll. Dafür gibt es unzählige Gründe. Das musst du deinem Gegenüber kommunizieren - schnell kommunizieren, bevor der Kontakt stattfindet.

    Wie würdest du das tun, damit niemand es falsch versteht und dich dennoch ernst nimmt?

    Für lange Erklärungen hast du leider im Regelfall keine Zeit.

    Und ich bin die goldene Mitte, Besitzerin eines großen Hundes, der trotzdem kein Hallo sagen darf, obwohl er das treublödeste Lebewesen unter der Sonne ist und sich nicht mal wehrt, wenn er selbst gebissen wird.

    Wieso ich Begegnungen außer mit mir gut bekannten Hunden meide?

    Weil ich möchte, dass Mailo so treublöd bleibt.

    Ich kann dem anderen Halter und seinem Hund nur vor den Kopf schauen. Wir haben irrsinnig lange daran gearbeitet, dass meine fast 45kg Schäferhund gelassen an der Leine an Artgenossen jeglicher Ausprägung vorbei gehen können. Egal ob es pöbelt oder nicht, Mailo hat die „nicht-mein-Problem“ Einstellung gelernt.

    Eine blöde Begegnung kann ausreichen, damit ich fast 45kg mordlüsternen Hund bändigen muss und darauf habe ich keine Lust. Wahrscheinlich würde meinem Hund körperlich nicht viel passieren bei seinen Maßen, aber ich kann gut auf Artgenossenunverträglichkeit verzichten.

    Und ja, mein Tonfall, wenn jemand direkt auf uns zusteuert mit Hund und ich nicht ausweichen kann, ist schon sehr deutlich, damit auch die/der letzte Kuschel-Heititeiti-Halter(in) uns von der Pelle bleibt.

    Ich sehe täglich (besonders Klein-) Hunde, die kläffend und pöbelnd zum Dino hin wollen und mit zwei Pfoten in der Luft hängen.

    Ich hatte bereits einen Secondhand Rüden, der absolut und total auf jeden Hund wollte um ihn auf links zu krempeln. Das macht echt keinen Spaß, besonders nicht bei großen Hunden.

    Und wenn der andere Hund nicht sauber kommunizieren kann dann gibt es schnell Konflikte.

    Für die Nichte drücken wir auch die Daumen, Pfoten und Hufe.

    Braucht ihr vlt Hilfe im Ausland? Sprachlich oder so?

    Ich bitte morgen Nachmittag um alle verfügbaren Daumen:

    Wichtiges Besichtigungsgespräch zwecks dringendem Umzug. Bei dem Angebot morgen passt einfach alles wie Ar*ch auf Eimer.

    Das MUSS einfach klappen

    Merci ihr Lieben

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    Hier einmal stellvertretend eine Vorderpfote von vorne und seitlich mit angehobener Hinterpfote

    Wie wäre es denn, das Pferd von hinten aufzuzäumen und der TE Ratschläge zu geben, was passen könnte, statt einfach nur da zu sitzen und Nein zu jedem Vorschlag zu machen?

    Konstruktiv statt destruktiv, ohne böse klingen zu wollen

    Liebe TE, was soll euer Hund denn mitbringen/leisten?

    Bislang habe ich auf dem Schirm

    Anfängerhund

    Stadthund

    Mittelgroß

    Da ihr beide recht jung und Anfänger seid, ergänze ich mal meine Vermutungen:

    Kein ausgeprägter Wach- und Schutztrieb

    Kein Spezialist im Sinne der Auslastung

    Kein extremer Jagdtrieb

    Will to Please, leicht zu führen/erziehen

    Keine ausgeprägte Artgenossenaggression