Ich weiß nicht, irgendwie ist mir dieses Thema so irrsinnig verkopft.
Hier im Ghetto gibt es genau zwei Typen HH:
Typ 1 ist der Traum jedes Gegenübers. Noch bevor die Hunde sich wirklich bemerken, haben die Halter bereits ausdiskutiert, ob man ausweicht, wenn ja wer wohin ausweicht oder ob man sich trifft. Grade beim Abendgassi erlebt - ich zeige nach rechts, der HH nickt, deutet mit dem Kopf nach links, wir beide lächeln und gehen unserer Wege. Absolut tiefenentspannt, nicht ein Wort ist gefallen, kein Gewese um Umgangsformen, bitte, danke, Formulierungen.
Mir wurscht, ob der Hund dann groß, klein, online, offline, Rüde, Hündin ist, die Hunde dieser Halter stehen durchweg gut im Gehorsam oder werden so gemanagt, dass Verhaltenskreativität nicht auffällt.
Typ 2 ist das genaue Gegenteil. Seinem Fifi gehört die Straße, der darf selbstredend offline durch die Gegend schlurfen, wenn er einen anderen Hund anpöbelt oder hinfetzt wird abgewunken und „DTN“ oder ähnlicher Blödsinn gerufen. Anleinen und abrufen? „Geht nicht!“ (O-Ton), aber wehe, WEHE der angepöbelte Hund macht einen Mucks zurück, dann brüllt man drei Stadtteile zusammen.
Denk mal andersrum:
Woher willst du wissen, dass die Hunde sich „nur“ freundlich beschnuppern, dass der andere Hund nicht plötzlich „kippt“, dass es gut ausgeht?
Kennen tut jede der Seiten nur den eigenen Hund, aber das reicht manchmal eben nicht.
Willst du es echt dazu kommen lassen, dass es mal blöde ausgeht, weil jemand vlt nicht höflich genug um Abstand gebeten hat? Soll das dein Hund ausbaden?