Beiträge von Hummel

    Wenn ein Rückruf gebraucht wird, damit der Hund nicht jagen geht oder Dinge tut, die ihm wirklich extrem wichtig sind, wird das bei einem triebigen Hund nie (ohne Absicherung *hust) ausreichen meiner Erfahrung nach.

    Da wäre es sinnvoller, dass der Hund weiß, dass "ist nicht" wirklich "ist nicht" bedeutet und sich beruhigt. Denn die wirklich wichtigen Dinge triggern so stark, dass Erlerntes nicht mehr abrufbar ist. Ansprechbarkeit ist aber für jede Lebenslage erlernbar.

    Also sagen wir mal so.


    Wenn ein Hund gegen FUTTERMILBEN allergisch ist, sollte man keine (und also auch kein TroFu) geben.

    Wenn ein Hund gegen FUTTERMITTEL allergisch ist, kann man natürlich (!) Trockenfutter geben. Das ist meiner Meinung nach nur wieder so eine Internet Behauptung, dass TroFu schlecht sein soll.

    Wenn man gegen Erdnüsse allergisch ist, kann man trotzdem Ravioli aus der Dose essen. Also ich hoffe man versteht, was ich sagen will - es ist Unsinn nur etwas nicht zu geben, weil der Hund eine Allergie gegen etwas ganz anderes hat. Zumal die besten Anti-Allergie Futter auch TroFu sind.

    PS: Ich hatte selbst schon einen Futtermilbenallergiker. Und auch einen Futtermittelallergiker.

    Ja das wegtrainieren hat eh keinen Sinn, es ist halt so.

    Diese Aussage ist aber sehr traurig für deinen Hund. Denn natürlich kann man das trainieren und er hat ein schöneres Leben dann.

    Stell mal vor, du hättest als Kind mega Stress und Angst vor irgendwas und deine Eltern hätten gesagt: ist halt so.

    Wenn du bei dir eher die Möglichkeit hast, dass der Hund 1. mehr Raum hat und mehr draußen sein kann und 2. drei menschenliebe und Umweltsichere Hunde zum "dranhängen", sind die Lebensumstände für ihn bei dir sicher besser.

    Ich kenne eine sehr gute Trainerin in Österreich, die ebenfalls solcherlei Tierschutzexemplare bei sich hat - also wenn du mir eine PN schickst, kann ich dir da eine kompetente Ansprechpartnerin nennen.

    Ich würde die Fütterung, die der Hund gut verträgt (Schonkost plus TroFu) füttern und mich mit dieser Mischung an napfcheck.de oder futtermedicus.de wenden und darum bitten, hier noch die für Welpen passende Nahrungsergänzung zu bekommen.

    Damit hat der Hund wirklich alles und dabei würde ich dann auch erstmal noch 2-3 Monate bleiben (!) damit sich die Darmflora stabilisiert.

    Und bei Giardienbefall, würde ich eher medikamentös behandeln, als auf vermeintliche Methoden a la "keine Kohlenhydrate" zu wechseln - die Folgen dessen sind gerade bei wachsenden Hunden und Welpen mMn deutlich schlimmer. KH sind eine wichtige Energiezufuhr und auch Träger wichtiger Mikronährstoffe - also hier bei einem so jungen Hund Experimente aus der Internet-Empfehlungsküche - nö.

    Bitte mach auch mit nem 11 Wochen alten Welpen keine Auslastung und kein Training. Sonst hast du bald nen Hund, der überdreht, selbst wenn du ihn jetzt noch nicht hast ;-)

    Das, was du als "Hinterfragen" beschreibst, liest sich wie eine Stressreaktion bzw auch wie die Bitte um Regulation.

    Zum Thema Entwurmen: Ich entwurme alle 3-6 Monate. Seit ich mehr als einmal eine falsch negative Kotprobenauswertung erlebt habe, ist das nix mehr für uns - zu unsicher. Und starker Wurmbefall ist leider wirklich ungesund für Hund und Mensch.

    Da es bei mir ja schon viele Jahre länger ähnlich läuft zumindest, wie das, was san94 beschreibt, kann ich dazu sagen:

    Wenn Junghunde hier leben, dann ist dieses "nicht zu XY hinstürmen" aber sehr sehr früh problemlos abrufbar. So ab dem ca 6. Monat. Alltagskommandos dauern natürlich länger.

    Für mich ist der Grund: Etwas nicht zu dürfen bzw etwas sein zu lassen und sich runterzufahren, ist "Hund" - also gibts in seiner Welt. Kommandos, die verlangen dass er dies oder jenes tun soll, gibts nicht. Darum dauert das vermutlich auch länger. Abgesehen von der Tatsache, dass zu hohe Aufregung Lernen blockiert und auch Erlerntes nicht abrufbar ist und ohne Regulativ zur Aufregung ist das natürlich auch etwas, was dann länger dauert.

    Latent unruhig trifft es.

    Jetzt habe ich kurz mit der Vermittlerin des Vereins telefoniert und sie hat in den Raum geworfen, dass ich den Hund stressen würde und es bei der Menge an Tierarztbesuchen naheliegt, dass er sich stressbedingt wundbeißt und wahrscheinlich gar nicht allergisch ist.

    Jetzt bin ich nicht nur unruhig sondern fühl mich auch noch beschissen (sorry)

    Aber das heißt ja nur, dass du dir den Schuh anziehst. Musst du ja nicht, ist ja deine Wahl.

    Und Vereine reagieren durchaus oft ablehnend, damit man ihnen nicht "anhängt" kranke Hunde zu importieren... wer hat gern Kritik.

    Aber ernstgemeinter Tipp: Fall nicht in eigene Befindlichkeiten und zieh dir nicht jeden Schuh an. Schau einfach, dass du das tust, was du auch für dich tun würdest, wärest du krank.

    Und vielleicht auch damit dann wieder zum eigentlichen Thema des Threads ;-)

    Kooiker kenn ich nicht als Jubel-Trubel-Heiterkeit-Hunde. Die haben gerne eine große Individualdistanz, sowohl bei Menschen als auch Hunden.

    Ich denke es könnte einiges passen, je nachdem wo du/ihr bereit seit Abstriche zu machen. Aus meiner Ecke Vallhund, Islandhund und Lapphund. Problem bei denen könnte das Bellen sein, Sie mögen Wasser sind aber keine Wasserratten. Ansonsten Sheltie, Pumi, Spitze, Schapendoes.

    Also die von dir aufgezählten, sind allesamt nicht maulfaul sondern häufig Bellhunde :-)