Beiträge von Hummel

    Es ist kein Rückruf :-) Dass er abdreht ist der Effekt dessen, dass er nicht mehr das tut, was er vorhatte.

    Ein Rückruf ist ein aufkonditioniertes Kommando. Das hier habe ich nicht aufkonditioniert, das ist einfach im ganz normalen Zusammenleben bei uns im sozialen Miteinander sein "Lass es". Also kein Trick, keine "Dressur" - er muss dann auch nicht zu mir kommen. Macht er meist, weil was anderes wenig Sinn macht für ihn, aber er hätte genauso einfachnur woanders weiterschnüffeln können. Es war keinerlei räumliche Verfügung über ihn.

    Und wenn ein Kaninchen kommt, gibts dasselbe. Sein "Lass es" - sprich: Ich sprech ihn an.

    Reagiert er natürlich nicht auf eine Ansprache gibts ne Konsequenz. Wäre auch unlogisch, wenn es das nicht gäbe. Und es gibt auch kein Lob dafür, eine Korrektur angenommen zu haben.

    Lob gibts, wenn er Dinge von sich aus richtig macht.

    Damit wir vom selben sprechen, habe ich eben mal ein Stück Gassi gefilmt bei dem ich Zack mal angesprochen habe. Grund gab es keinen - es ist tatsächlich nur ein Beispiel, was ich meine wenn ich sage: Bei einer Ansprache ist mein Ziel, dass der Hund sein lässt was er tut/wollte und im Kopf bei mir ist. Und ich hoffe auch, dass damit klar ist, dass der Hund damit weder gedeckelt noch sonstwie „bestraft“ ist. (Mein Keuchen und der schleifende Schritt ist, weil ich übel Rückenschmerzen habe und mir gerade jeder Schritt weh tut. :zipper_mouth_face: )

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    Genau, er kommt zu uns mit fast 9 Wochen, und da ist halt meine Frage ob man platinum Junior oder wolfsblut Puppy uneingeschränkt empfehlen kann?

    Sie bekommt beim Züchter Josera


    Ich habe keine Ahnung von Trockenfutter.😞

    Ich kann es nur empfehlen, hatte schon einige Welpen hier bei mir, die es bekommen, extrem gut vertragen, sehr gleichmäßig und gesund gewachsen sind und locker mehr als 50 im gesamten "Hundebekanntenkreis". Ich finde das Futter gut, denn es ist ohne 1000 Kräuter-Schnickschnack, hat ideale Werte und ist sehr verträglich zumindest was meine Erfahrung angeht und hier im Forum haben auch viele gute Erfahrungen auch bei ihren Welpen damit gemacht.

    Ich würde also ne Woche nach dem Einzug umstellen - dann vermutlich beim Labbi auf JOsera Kids oder YoungStar - wobei das reines persönliches Gusto ist, ob man "getreidefrei" füttern will.

    Klar, kannst auch Platinum Puppy geben (ich persönlich mag Wolfsblut gar nicht, inhaltlich und auch sind meist extrem hohe Rohaschewerte im Futter (plus ich finde, dass die sich ihr "Wolfimage" unverhältnismäßig bezahlen lassen, dabei hat man nen Haushund und keinen Wolf ;-))

    Jede Ansprache an den Hund - wirklich ne Ansprache, kein Kommando, keine böse Stimme oder oder - ist für mich beides: Ein "Lass das" und "Fahr was runter" (bzw: Reg dich nicht über das auf, was dich grad aufregt). Das ist imA eine Korrektur - eine Richtigstellung (der Aufregung und damit des aus der Aufregung resultierenden Verhaltens).

    Das finde ich irgendwie traurig - und das erklärt vielleicht auch die Verständnisprobleme - wenn jede Ansprache nur noch eine Korrektur ist. Das möchte ich nicht. Die weitaus überwiegende Zahl der Ansprachen sind hier Bestätigung von erwünschtem Verhalten. Auch wenn ab und an ein "So nicht!" fällig ist.

    Das ist doch nicht traurig. Das heißt einfach: Wenn ich dich anspreche ists wichtig. Also sei im Kopf bitte bei mir.

    Und genau das IST in meinem Verständnis eine Korrektur. Aus dem Lateinischen. Eine Richtigstellung. Es ist KEINE Strafe ;-)

    Und ja, das möchte ich. Ich bin der Meinung, dass ein Hund sich entfalten können soll - er soll der sein, der er ist - auch temperamentvoll, wenn es seinem Charakter entspricht. Das kann ich aber nur zulassen, wenn ich weiß, dass er mir immer zuhört, wenn es wichtig ist. Sonst könnte er sich und andere gefährden. Daher find ich das absolut den nettest möglichen Weg, weil ich verlange fast nie etwas von ihnen, was sie einschränkt. Und ich sage ihnen auch nicht dauernd, was sie tun sollen.

    Aber vielleicht hast du auch nur ein anderes Verständnis von traurig. Oder eine andere Vorstellung von Korrektur als ich.

    Meistens sprech ich sie an, dass sie dann bei mir laufen (das ist tatsächlich ein Kommando, was ich nutze - ist mir bis gerade gar nicht eingefallen) für genau solche Momente.

    Wenn jemand sichtlich Sorge hat (manchmal passiert einem das, wenn man mit zwei Belgischen Schäferhunden, einem Riesenschnauz und einem Staff-Mix spazieren geht), dann lein ich sie auch an bzw lass sie sitzen. Aber für gewöhnlich laufen wir in lockerer Freifolge vorbei.

    Also mit sowas wie auf den Videos hab ich auch nix zu schaffen, Canis/Dogument ist auch nicht das, was "meins" ist.

    Verurteilen tu ich trotzdem nix - denn es darf durchaus für die unterschiedlichsten Menschen die unterschiedlichsten Wege geben.

    Ich mag halt nicht "üben", ich mag das leben - damit muss ich weder die ganze Zeit auf den Hund achten (was für Hund und mich stressig ist), nicht auf "Timing" achten, nicht auf "Aufbau" achten. Ich hab nen ansprechbaren Hund und der darf temperamentvoll und verrückt sein, aber nicht sinnlos und immer, weil es für jeden Hund, egal welcher noch so "krassen" Rasse schlicht ungesund ist und nur da, wo es mir wichtig ist, soll es mir reichen, dass ich den Hund einfach anspreche und er ist ansprechbar. Dazu muss ich nicht zwingend dann noch sagen, was ich von ihm verlange (die berühmte Ersatzhandlung - wobei auch hier: Keinerlei Verurteilung! Und ab und an hatte ich auch schon Hunde bei mir, da fand ich die hilfreich für den Hund, weil es für den Menschen auch das einfachste war.)

    Namen von Trainern, von denen ich Seminare und Co erlebt habe, kann ich gern listen. Bin aber kein Guru-Anhänger von irgendwem.

    Ist "ist nicht" dein Signal für Beruhigung? Oder eher wie ein "lass das" oder "hey" oder "nee" Abbruchsignal?

    Abbruchsignal ist natürlich auch nicht schlecht, aber ich bevorzuge dass der Hund nach dem Abbruch explizit seine Aufmerksamkeit auf mich richtet, daher der Rückruf, der in meinem Fall eine Kombination aus Abbruch und Herkommen ist.

    Bei keiner Methode gibt es 100% Sicherheit. Bei allen Methoden ist mAn das Timing wichtig: Im frühen Stadium der Jagdsequenz erwischt und der Hund dreht um/lässt ab und es funktioniert. Man muss wenn man einen Hund mit den entsprechenden Trieben hat lernen den Hund zu lesen und vor allem nicht aus den Augen lassen. Thema Jagdinstinkt: Jagen fängt schon früher an als viele glauben.

    Ich bin prinzipiell der Ansicht, dass je mehr Kommandos/Signale der Hund kennt und je mehr verschiedene Dinge man mit dem Hund übt, desdo grösser ist die Kommunikationsbasis die man mit seinem Hund hat. Ich würde schon aus Prinzip nicht auf einen guten Rückruf verzichten, aber das ist meine persönliche Meinung.

    Tatsächlich benutzen tue ich den Rückruf z.B. wenn ich mit meinem Hund mit dem Rad fahre und er frei läuft. Dabei möchte ich dass er einige Meter vor mir läuft. Manchmal kommen andere Radfahrer oder Fussgänger für die sich mein Hund nicht interessiert, aber aus Anstand rufe ich meinen Hund heran in die "Bei mir" Position. Okay, manchmal auch ein Platz auf Distanz. Und ja, wir sind Kaninchenplage Gegend, da kommt es mir sehr gelegen dass mein Hund einen guten Rückruf hat. :winking_face_with_tongue: :dog_face:

    Jede Ansprache an den Hund - wirklich ne Ansprache, kein Kommando, keine böse Stimme oder oder - ist für mich beides: Ein "Lass das" und "Fahr was runter" (bzw: Reg dich nicht über das auf, was dich grad aufregt). Das ist imA eine Korrektur - eine Richtigstellung (der Aufregung und damit des aus der Aufregung resultierenden Verhaltens).

    Damit hat der Hund immer explizit seine Aufmerksamkeit bei mir - denn mehr als es sein lassen, runterfahren und dann unweigerlich was anderes tun (in 90% der Fälle halt abdrehen und wieder in meine Richtung kommen) kann er nicht um zu kommunizieren, dass er seine Aufmerksamkeit bei mir hat.

    Timing ist dabei übrigens fast egal. Nicht ganz egal, aber fast. Dafür sind andere Dinge wichtig. zB nicht symptomatisch arbeiten. Aber das gehört hier ja gar nicht hin in den Thread. :-)

    Verstehe ich das richtig-du klickerst-er schaut-du lobst (mit Stimme?) -und belohnst dann? Vorsicht, dann könntest Du gerade dabei sein den Klick als Kommando zum Schauen aufzubauen :thinking_face:

    Ich habe es zweimal gemacht.

    Wie soll ich denn sonst Kontrollieren ob er tatsächlich den Clicker registriert bzw. darauf reagiert?

    Du sollst ihn nicht loben - der clicker ist ja kein Kommando sondern ein Marker. Wenn es clickt und er schaut, sollte ein Stück Futter kommentarlos fliegen. (Ich persönlich werfe das Futter gern, weil der Hund dadurch noch eine höhere Belohnung empfindet (Stichwort: Jagen)).

    Bei mir wars im Endeffekt eine Entwicklung der letzten 15 Jahre. Ich habe mir natürlich die "großen" Namen der Hundetrainerszene angeschaut (heute vermutlich alle total oldscholol :rolling_on_the_floor_laughing: ), ich hatte auch Trainer, mit und bei denen sogar mal ne Weile zusammen gearbeitet vor vielen Jahren und einen engen Freund, der als Trainer arbeitet. Und aus vielen Einflüssen und und noch mehr Hunden bei mir, hat sich für mich mein Weg so ergeben. (Wobei wie gesagt: Not-Aus hab ich nicht und für mich ists auch nicht zwingend nur ein Vieraugen Gespräch, das Ideal ist für mich ein "Bello, geh mal runter vom Gas" ohne sonstige Aktion - der Weg dahin, ist selbstverständlich damit gepflastert, dass der aufgeregte Deliquent ;-) von mir anfixiert wird und Bescheid bekommt, dass seine Aufregung von mir gerade definitiv nicht geduldet wird)