Beiträge von Hummel

    Vielleicht sollte ich mir zu den Kleinen noch einen Apex Predator (sehr treffend :beaming_face_with_smiling_eyes: ) zulegen? Den Quoten Dobi oder DSH, der mir die Nervensägen vom Hals hält? Wenn das funktionieren würde...

    Hält wirklich ignorante Hundehalter nicht ab, ihre Hunde machen zu lassen.

    Aber ein bisschen mehr schon.

    Gerade erst letzthin hatte ich die Situation: Ich war mit ein paar Freunden und deren (einige kleine Hunde dabei, alles super nette, sozialkompetente Hunde) Hunden in deren Gassi Gebiet unterwegs, als am Horizont zwei Menschen mit einer hochaufgeregten Gruppe großer Hunde auf uns zu kam.

    Meine Freunde haben schon die Augen verdreht, weil diese Gruppe bekannt ist, dass sie machen kann was sie will und gern in Gruppen-Mobbing-Modus geht.

    Ich bin dann vorneweg und hab meinem Rüden sehr offensichtlich den Maulkorb aufgezogen. Einer rief: Oh, ist der gefährlich? Ich hab lächelnd gesagt: Nur wenn fremde Hunde in uns reinrennen. Aber dann nehme ich den Maulkorb ab, damit er sich wehren kann.

    Zack - alle Hunde an der Leine.

    Sowas funktioniert zumindest des Öfteren, deswegen liebe ich den Mauli für meine beiden.

    (Dass Hilde zB auf einer Hundewiese ohne Probleme gut und nett zurecht käme, muss ich nicht verraten. Zack würde mit 90% aller fremden Hunde gut auskommen. Den restlichen 10% aber gern die Welt erklären, und das muss nicht sein - weder für ihn noch für diese Hunde. Und meine Hunde haben wirklich genug bekannte Kumpels und müssen nicht Caspar Hauser sein, fremde braucht es nicht)

    Gerade große Hunde machen deutlich, dass man Hunde mental und nicht physisch führen sollte.

    Halti oder Halti Harness sind nur Management- und nichts, was man dauerhaft nutzen sollte.

    Es hilft nichts, auch wenn es vielleicht doof klingt: Erziehung ist das einzige was hilft. Zur Not mit der passenden professionellen Hilfe.

    Bis dahin würde ich ein Halti wählen mit Doppelführung und natürlich achtsam - Druck immer erst am HB oder Geschirr abfedern und dann den Kopf umlenken. Damit seid ihr zumindest sicher, dass euch der Hund nicht umreißt.

    Ja, mir gibt das definitiv zu denken und es macht mich auch betroffen, dass er weg weicht. Bei anderen macht er das definitiv nicht. :crying_face:

    Wie kann ich dem am besten wieder entgegenwirken?

    Zu deinen Fragen:

    Nein, ich bin Ersthundehalterin und hatte noch keinen Terrier.

    Was das Kuscheln angeht fällt mir einfach auf, dass er da scheinbar keine Lust drauf hat. Wenn ich ihn zu mir nehme zum Beispiel aufs Sofa hat er da keinen Spass dran. Dies jedoch bei anderen Menschen auch nicht. Ich zwinge ihn also natürlich nicht zum Kuscheln. Zu anderen Dingen natürlich auch nicht...

    Natürlich braucht auch ein kleiner Hund Grenzen. Ich halte den Trainer Tipp für gefährlich und kenne solches Zurückweichen (gerade weil du auch beschrieben hast, wie du ihm gesagt hast, er soll was lassen) vor allem, weil sie damit wissen, sie Hebeln das Korrektiv aus.

    Klappt ja auch: Du bist gehemmt und er soll machen was er will. Das tut nicht gut…

    Kommando „Arm“ als lustigen Trick lernen ist super. Aber lass dich nicht aushebeln oder dir von diesem Trainer noch ein schlechtes Gewissen machen. Hunde untereinander würden das auch nicht.

    Zeig dem Zwerg alles lustig und lieb und positiv und zeig ihm trotzdem klar und ohne innere Hemmung, was er nicht darf. Dann ist alles gut.

    Fullani, das klingt wirklich nach einem absoluten Traumhund, so wie ich ihn mir vorstelle. Aber ich glaube auch, dass es da durchaus wie in jeder Rasse unterschiede gibt. Ich erwische dann bestimmt einen der viel bellt und hinter jedem Tier herrennt! :lol: Wäre dann evtl. so wie nach den Aussies, da wollten wir eine etwas ruhigere Rasse und dann kam unser Collie Athos. Er ist der Aussie im Colliepelz! :lol: Aber egal man liebt sie dann ja sowieso wie sie sind!

    Indy hatte seine Jagdleidenschaft damals im Alter von 8 Monaten entdeckt und danach war er fast nicht mehr zu bremsen. Man konnte ihn nicht aus den Augen lassen. Aber mittlerweile geht er fast nicht mehr hinterher oder dreht direkt wieder ab wenn ich energisch rufe.

    TanNoz, könntest Du vielleicht dann mal berichten wie sie so auf Dich gegenüber den Collies wirken

    Ich kenne sie ja auch nicht besser als du, ich finde sie vom Aussehen her toll und so grundsätzlich. Das mit dem Jagdtrieb ist bei mir auch der schwierigste Punkt. Lilly und Jules haben nie gejagd, bei Nando bin ich da nicht sicher. Im Moment denke ich, dass er hinterher geht. Ich hatte ja auch überlegt wieder einen Sheltie zu nehmen, aber irgendwie komme ich vom SW auch nicht weg. Und ich hätte gerne mal sowas Windiges zum Kuscheln.

    Also, natürlich nur mit einem deutlichen Augenzwinkern, aber: wenn du einen Kuschelhund suchst. Also einen Hund, der wie eine Katze mit dir verschmilzt, der stundenlang und gern und selbstgewählt kuschelt, kontaktliegt, am liebsten auf dir. Der liebevoll tagtäglich kontrolliert, ob du dich auch hinter deinen Ohren und in deinen Augen gewaschen hast und bei dem das Ganze auch über viele viele Stunden jeden Tag möglich ist: Hol dir einen Mali! :smiling_face_with_hearts: :winking_face:

    Doch, ist mir bekannt.

    Nichtsdestotrotz sind die meisten ohne notwendige Arbeitsprüfung. Und selbst wenn heißt das nichts. Auch der „schöne“ DSH hat eine (immer vorgeschrieben) und ist trotzdem ein geeigneter Familienhund und kein Spezialist.

    Die Spezialisten habe ich explizit ausgenommen :winking_face: Aber nicht mit Anspruch auf Vollständigkeit aufgezählt.

    Sorry wenn das deiner Vorstellung widerspricht, aber ich bleibe dabei: die meisten (und grad die beliebten) Terrier halte ich für völlig geeignet für Anfänger, wenn sie (aber das gilt immer) von ihrem Wesen her zu den Hunden passen und ihnen (gilt für jeden Hund) klar ist, dass ein Hund erzogen werden muss.

    Ich weiß, dass auch gut erziehbare Hunde für manche Menschen eine unlösbare Aufgabe sind. Aber das hat dann mehr mit dem Menschen zu tun, als mit dem Hund.