Beiträge von Hummel

    "Lösen" kommt von loslassen. Entspannen. Ist der Hund zu angespannt, kann er sich nicht lösen.

    Ist bei Welpen öfter mal so. Gerade, wenn sie nicht die sichersten Gesellen auf Gottes Erde sind oder extrem hochgespult draußen.

    Ich wüsste nicht, wie man ohne die Hunde zu sehen, wissen kann, wer von beiden der führungskompetentere Hund ist. Das kann auch die jüngere sein, die nicht ernst genommen wird.

    Halte ich pauschal daher für einen Tipp, der zu 50% super helfen kann, zu 50% den Konflikt verschärfen kann.

    Ich rate zu einem Trainer, der weiß, was er tut, der Ahnung von Mehrhundehaltung hat und der sieht, was da gesprochen wird zwischen den Hunden.

    Ich denke mal grundsätzlich ist das kein Spiel, was dem vorausgeht. Und ich würde da sehr schnell einen versierten Blick live drauf werfen lassen. Wenn die sich erst richtig kloppen (weil zB die führungskompetentere sich rein körperlich nicht durchsetzen kann - dann kannst du den Konflikt nämlich nie ad acta legen), dann kann sich das manifestieren und dann bleibt es gefährlich.

    Wir sind jetzt bei DOGS - nach Martin Rütter...davon haben wir zuvor halt nur Gutes gehört...und die Beiden Trainer machen einen erfahrenen Eindruck und sind darüber hinaus wirklich nette Männer, die auf mich als Laien einen guten Eindruck machen :-/

    Das was sie dir da sagen, ist aber definitiv schädlich für den Hund. Und ich hab noch keinen guten Dogs Trainer erlebt (das nur am Rande, ein paar davon, bzw. deren Training und deren „Ergebnisse“ habe ich erlebt. Zwei mal hatten die Hunde massive Ressourcen Probleme und haben ihre Besitzer richtig schlimm gebissen. Alles nur wegen der sch... Futtererpressung.)

    Wechsel den Trainer!

    Ich würde wenn, dann eher bei den gemäßigten Terriern schauen, die schon lange nur Begleithunde sein sollen. Jack Russel haben einfach noch viel echtes Terrierblut.

    Was meine ich damit: euch ist nicht gedient mit einem Hund, der 1. deutlich mehr Jagdtrieb mitbringt, weil ein Jagdhund und zur Jagd gezüchtet und 2. ein eigenständiger Entscheider.

    Also wenn, dann würd ich eher nach zB Cairn Terriern schauen, die sind ziemlich gemäßigt und nicht mehr ganz so jagig und kernig wie Jack Russel und Parson Russels. Man kann da zwar auch "Glück" haben (wenn man es als Glück empfindet, dass ein Hund nicht mehr das ist, was er mal sein sollte), und ein Exemplar mit mehr will to please und weniger starkem Jagdtrieb erwischen, aber davon sollte man nicht ausgehen.

    Ich kann dir auch nur raten: Unterschätz die Begleithunde nicht! Ich hatte schon einige bei mir und die sind nach 5 Stunden in den Bergen deutlich fitter gewesen als ich noch. tears-of-joy-dog-face Und die sind auf genau (!) das gezüchtet, was du suchst: Leicht erziehbar, sehr gut in der Lage ein Alltagsleben überallhin zu begleiten (das geht mit vielen Hunden, die andere Zuchtziele haben nicht sehr einfach oder gar nicht!), freundlich zu Mensch und Tier, jagen kaum - natürlich brauchen sie ebenso Erziehung! Ganz klar! Das braucht jeder Hund. Aber sie kommen einem sehr entgegen, was die Bereitschaft angeht, Tricks zu lernen (und Sitz, Platz, Fuß, Komm... sind nichts weiter als Tricks für Hunde) und trotz anderer Möglichkeiten auch abzurufen und auszuführen.

    Die "Plattnasen" sind krank - schwer krank - und das extra gezüchtet, weil Menschen die "lustigen Gesichter" so süß finden. Sie bekommen Zeit ihres Lebens nicht richtig Luft (geht anatomisch nicht!) und haben viele andere Krankheiten, die aus eben dieser Verstümmelungszucht stammen. Darum kann man jedem nur raten: Holt euch solche Hunde nicht. Das ist Tierleid - produziert, damit es "süß" ist. - Du hattest ja gefragt, daher hier die Antwort.

    Jeder (!) Hund, der vom Grundcharakter her eher einer ist, der Konflikte nicht scheut, könnte und würde sich gegen seinen Menschen wenden, wenn er sich unfair behandelt fühlt bzw wenn er glaubt, der Mensch habe nicht das Recht dazu, dies oder jenes mit ihm zu tun.

    Hunde haben (eigentlich wie Menschen) vier Konfliktlösungsstrategien: Fight, Flight, Freeze - oder Fiddle about/Flirt (Kampf = Dagegen gehen, Flucht = Wegrennen, sich entziehen, Freeze = Erstarren/Erdulden, Fiddle about/Flirt = eine Ersatzhandlung zeigen, von der Hund sicher ist, dass es den Konflikt auflöst, sieht oft aus wie Freude/Spielen)

    Dazu braucht es nicht eine bestimmte Rasse - nur den "Typ" Hund, der bei einem Konflikt eben eher mal dagegen geht und sagt "Will ich aber, darfst du mir nicht verbieten!" bzw "Will ich nicht, lass mich in Ruh." Plus eben eine Beziehung in der der Hund seinen Menschen nicht als den ansieht, der ihn führt und dem er auch Respekt entgegenbringt dahingehend. Also nur "Füttern und spielen" mit dem Hund ist schön, lieben Hunde total, brauchen sie, genießen sie. Sind aber nicht Führungsmerkmale für sie.

    An der Leine zu gehen muss man fast jedem Hund beibringen. Wenn es mal ein Exemplar gibt, was von selbst den Leinenradius einhält, ist das aber eher ein individueller Charakter, als eine Rasse. Darum: Das habt ihr selbst in der Hand. Ich denke aber, dass Boxer dann eher nicht so für euch in Frage kommen. Die sind wirklich "Kopf durch die Wand".

    dog-face-w-sunglasses Er ist ein Cattle - wenn der Angst hätte, in der Nähe eines Pferdes zu sein, könntest du dein Geld zurück verlangen. tears-of-joy-dog-face

    Da sind etwas distanziertere Hunde natürlich praktischer.

    Also Cali findet Pferde komisch und Rinder auch XD Aber die sieht sie natürlich nicht täglich und eher selten XD

    Ich hab hier viele Cattles um mich - die finden alle Großtiere völlig ok. Aber klar, gibt immer Ausnahmen.

    dog-face-w-sunglasses Er ist ein Cattle - wenn der Angst hätte, in der Nähe eines Pferdes zu sein, könntest du dein Geld zurück verlangen. tears-of-joy-dog-face

    Da sind etwas distanziertere Hunde natürlich praktischer.