Klar, der Hund soll ja auch nur aus Spaß in Narkose gelegt werden. Ist ja nicht so, als wäre das für die Zucht und die Rasse wichtig und sinnvoll.
Beiträge von Vrania
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Es ist eben nicht NUR Erziehung, ob ein Jagdhund die Katze killt. Wie gesagt, meine Freundin hatte jahrelang diese Konstellation und alles war gut. Die Hunden waren prima erzogen und sind sonst ignorant bis freundlich mit den Katzen umgegangen. Bis der Hund einmal aus dem Dösen raus die Katze zerlegt hat. Bevor irgendwer gecheckt hat, was da passiert. Das waren Sekundenbruchteile und einfach nicht absehbar. Ich hab den Hund vorher erlebt, der war (wie alle ihre Hunde) tiefenentspanmt mit den Katzen.
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Was das Hund und Katze nie unbeaufsichtigt lassen angeht: das kann man schaffen. Also trennen, wenn man weg ist. ABER auch trennen, wenn man mal eben zur Mülltonne geht, in ein anderes Zimmer oder auch einfach gerade mit der Aufmerksamkeit wo anders ist, kocht etc, ist ein ganz anderes Ding. Und selbst wenn du aufmerksam bist. Eine Freundin von mir hatte jahrelang Weimaraner und Katzen, nie ist etwas passiert, weil sie wirklich gut trainierte Hunde hatte, die die Katzen von Anfang an kannten. Sie hat in Abwesenheit auch immer getrennt. Und dann sitzt die Familie eines Abends auf der Couch, der Hund döst in seinem Bett. Die Katze läuft am Hund vorbei. Und bevor sich irgendwer auch nur bewegen kann, macht es Haps und der Hund hat die Katze gepackt. Er hat auf den Schrei der Besitzerin sofort wieder losgelassen, aber die Katze starb auf dem Weg zum Tierarzt.
Die Wahrscheinlichkeit dass sowas passiert, ist bei einem nicht Jagdhund einfach viel geringer.
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- Das KANN bei jedem Hund Kontrolle sein. Muss es aber nicht. Man muss sich halt das Gesamtbild anschauen. Klar gibt es Hunde, die die Couch oder das Bett zu Ressourcen erklären, aber beileibe nicht nur Schäferhunde. Und einen Hund, mit dem ich Diskussionen in dieser Richtung habe, lasse ich halt auch einfach nicht an diese Ressourcen. Aber wurscht welcher Hund wird nicht versuchen die Weltherrschaft zu übernehmen, nur weil er auf der Couch liegen darf. Da gibt es dann schon ein grundlegenderes Problem. (Und das meine ich gar nicht abwertend, meine alte Hündin hatte gewisse Privilegien auch einfach nicht, als sie noch extrem Ressourcen verteidigt hat und generell schlecht zu händeln war. Das kam mit der Zeit, nachdem gewisse Probleme aus der Welt geschafft waren.)
Es gibt hier doch auch Leute, die ihre Schäfer auf der Couch liegen lassen. Da stimmt dann aber auch der Rest der Beziehung.Meine Herderine dürfte damals übrigens die ersten Jahre nicht aufs Sofa. Einfach aus Platz und Sauberkeitsgründen. Irgendwann durfte sie dann doch, gab aber auch nie Probleme. Meine jetzigen Hunde dürfen alle 3 aufs Sofa und ins Bett. Auch ohne Aufforderung. Voraussetzung ist, dass sie freiwillig gehen, wenn jemand anders den Platz will. Hat aber auch keiner je in Frage gestellt (außer mal durch mitleiderregende Blicke und auf den Rücken werfen
).Aber wir schon gesagt, der TE rate ichs aktuell definitiv nicht und finde es auch gut, dass sie die Idee wieder verworfen hat.
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Rasselisten sind Blödsinn. Wer einen "krassen" Hund haben will, wird im Zweifelsfall immer die nächste Rasse nehmen, die halt noch nicht auf der Liste steht. Sieht man ja an den Threads im Forum. Dann wirds halt kein (relativ kleiner, normalerweise netter und nicht extrem gefährlicher) AmStaff, sondern ein Mali, der in den falschen Händen meiner Meinung nach deutlich mehr Potential für Katastrophen bietet. Oder irgendein HSH oder Mastiff, der nicht auf der Rasse steht. Packst du die auf die Liste, wirds vielleicht ein Weimaraner oder oder. Oder eine wilde Mischung, die halt noch auf keiner Liste steht. Oder man macht aus dem Staff einen Labrador/Boxer Mischling. Solche Idioten finden immer eine Möglichkeit die Listen zu umgehen. Konsequenterweise müsste man dann halt alle Hunde ab einer bestimmten Größe verbieten oder auf die Liste setzen. Ich behaupte einfach mal, dass das niemand hier wirklich will.
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Ich denke auch, jetzt ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für sowas. Dass Hunde generell daraus irgendwelche Ansprüche ableiten, ist natürlich Unsinn. Aber bei euch ist das eh schon ein Streitpunkt und bevor eure Beziehung wirklich komplett neu geklärt ist und sich das auch etabliert hat und zur Normalität geworden ist, würde ich diesen Hund definitiv nicht aufs Sofa lassen. Wenn du das in einem Jahr immer noch willst, ist das was anderes, dann kann man drüber nachdenken.
Ich finds übrigens auch nicht schlimm, wenn der Hund nachts auf die Couch geht
Zumindest, wenn euch die Haare nicht stören. Da widersetzt er sich nicht seinen Regeln oder rebelliert oder will irgendwelche Ansprüche stellen, sondern einfach nur bequem (und ggf. erhöht) Schlafen. Dass die Regel "geh nicht auf die Couch" ist, kann er nicht wissen, was du ihm bisher vermittelt hast ist nur "geh nicht auf die Couch, wenn ich dabei bin". Insofern... Wenn es euch nicht stört, dass er nachts auf der Couch liegt, ist das total okay. Ansonsten ist die Idee was drauf zu legen natürlich sinnvoll. -
Aber wenn doch klar ist, dass die TE der Plan B ist (nicht nur im Fall von Krankenhaus, sondern auch bei der Arbeit) und der Freund offenbar auch ihren Rat will, wo ist das Problem?
Da ist sie halt schon involviert. Entscheiden kann und muss ja eh der Freund. -
Erinnern mich nicht da dran. Als ich noch in der Pflege gearbeitet hab, sind mir so einige Exemplare untergekommen, vor denen ich echt Respekt hatte und die bedingt durch die HaltungsBedingungen meiner Meinung nach auch durchaus Potential hatten gefährlich (auch für den Besitzer) zu werden. Von Pflegepersonal, Rettung etc ganz zu schweigen. Ich erinnere mich mit Schrecken an den Schäfer, der mich sobald Herrchen aus der Zimmertür war bei der ersten Bewegung angegriffen hat (er hat zum Glück nur meine Tasche erwischt) und wo auch nur der Satz hinter selbige Tür geholfen hat

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Kira hat am Anfang ohne Vorzeichen geschnappt (also mit oberflächlichen Verletzungen) und hätte definitiv auch richtig gebissen, wenn man ihr damals den Anlass gegeben hätte. Da war lange vieles nur mit Maulkorb möglich.
Sie hatte aber leider auch gelernt, dass sie bei Knurren, Lefzen hochziehen etc. verprügelt wird, also sie wurde Jahre lang gedeckelt, bis sie zuletzt zugebissen hat. Dem Hund traue ich auch heute nicht wirklich, was andere Menschen oder Hunde angeht. Bei uns bin ich mir sehr sicher, dass sie zumindest nicht mehr richtig beißen würde. Abschnappen, wenn etwas wehtut hätten wir aber durchaus schon. Aber man kann weiter verarzten o.ä. ohne Gliedmaßen zu verlieren. Würde man sie aber weiter deckeln und alles bestrafen, das Kommunikation von "ich will nicht" ist, bin wäre sie vermutlich auch eine Zeitbombe.
Die anderen beiden würden nie gegen uns gehen, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
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Klingt richtig toll, was du da schreibst. Du hast offenbar ein super Gefühl fürs Training.Die Aussage mit dem Clicker finde ich allerdings Unsinn. Dass ein 60 Jähriger, der eigentlich keinen Bock drauf hat, das Timing mit dem Clicker nicht vernünftig hinkriegt auf Anhieb, okay. Dann empfehle ich auch ein Markerwort. Aber für einen normal begabten jungen Menschen, der auch noch motiviert und engagiert ist, ist das echt kein Hexenwerk. Auf Dauer würde ich dir das echt empfehlen, man kann mit dem Clicker mit ein bisschen Übung einfach 10 Mal genauer sein, als mit einem anderen Marker. Ich benutze im Alltag auch eher ein Wort, allerdings merke ich beim richtigen Training dann immer wieder deutlich den Unterschied
In meinem Umfeld (wir arbeiten alle mit Markertraining) bestätigen das auch alle so.Mein Vorschlag wäre, den Clicker einfach mal trocken zu üben. Lass zum Beispiel deinen Freund einen Ball hoch werfen und versuch jedes Mal am höchsten Punkt zu clickern. Oder bei uns sehr beliebt: Dein Freund dreht Dir Unokarten um und gibt Dir eine Vorgabe. Zum Beispiel Grün. Dann Clicks Du bei jeder grünen Karte. Oder bei allen geraden Zahlen. Oder bei allen Zahlen, die gespiegelt gleich aussehen (also 0, 8) etc. Dein Freund ruft dir die neue Aufgabe immer wieder zwischendurch rein. Das macht echt Spaß und das Gehirn lernt immer schneller den Treffer zu erkennen. Das hilft dir auch beim Training ohne Clicker. Immer vorausgesetzt, der Freund macht mit, ansonsten kann man auch gut an Videos üben.
Wenn du da das Timing raus hast, spricht garantiert nichts mehr gegen den Clicker

Das hat natürlich nicht viel mit eurer Hauptproblematik zu tun und ist eher Spielerei, aber da du geschrieben hast, du würdest eigentlich gerne, dachte ich, ich erwähne es mal. Bei Trainern, die nicht hauptsächlich mit Clicker arbeiten, halten sich oft mal Vorurteile oder Missverständnisse rund ums Clickern. Und das mein ich überhaupt nicht böse, ich finde die Ansätze deiner Trainerin super und offenbar habt ihr da für Jerry genau den richtigen Weg gefunden. Ganz großes Kino, was du schon mit ihm erreicht hast
