Beiträge von Vrania

    Ich mag das Wort Vermehrer nicht.
    Ja, er war kein ÖKV Züchter, aber das heißt noch gar nichts. Ich habe ihn online durch ein Inserat entdeckt und war auch dort. War ein sehr lieber Mann, dem wichtig war, dass er familientaugliche und soziale Hunde züchtet. Er hat selbst gesagt, dass die offiziellen Züchter da mehr selektieren müssten usw.

    Nichts gegen dich, aber das erzählen alle Vermehrer. Und ja, genau das sind sie. Die Hunde aus solchen Züchten haben keinerlei gesundheitliche Auswertung (schon gar nicht von mehreren Generationen zurück), genausowenig wie du (oder der Züchter) das Wesen der Vorfahren oder auch der anachzuchten bewerten könnt. Ja, kann auch sein, dass es ein netter Typ war, der es nicht nur auf dem Profit abgesehen hat, sondern wirklich nur nette Hunde züchten will. Aber das kann er außerhalb des Rassezuchtvereins gar nicht, weil er schlicht nicht die Daten und den Zugriff auf vernünftige Zuchttiere hat, die dafür nötig wären.

    Davon abgesehen ist es total verantwortungslos, Akitas als nette Familienhunde abzugeben. Genauso wie es unverantwortlich ist, Border Collies, Aussies oder Malis als nette Familienhunde abzugeben.

    Allein schon, dass er dir nicht gesagt hat, dass gute Sozialisierung nicht alles ist und es die große Wahrscheinlichkeit gibt, dass dein Hund unverträglich wird, sollte dir zeigen, wie seriös dieser "Züchter" war

    Ich dachte, du hast ihn aus einer Ebay Kleinanzeige, also vom Vermehrer.

    Diese Rasse ist nicht erst seit gestern auf gewisse Eigenschaften gezüchtet worden. Da kann der Züchter (oder Vermehrer) noch so familientaugliche Hunde züchten, diese Genetik ist seit Generationen verankert, da kann man nicht "mal eben" einen verkappten Retriever draus züchten.

    Ganz ehrlich, ich verstehe dich gut, dass du jetzt aus allen Wolken fällst. Aber wir denken uns das ja nicht aus, um dir zu schaden. Ein Akita ist einfach kein netter easy going Großstadttyp. Wenn dir ein Züchter das erzählt, Ist er einfach nicht seriös.

    Wie gesagt, ich denke schon, dass du ihn managebar kriegen kannst. Aber das wird sicher etliche Monate mit einem guten Trainer brauchen und auch dann wirst du nicht mehr hinkriegen, dass er sich mit seinen "Freunden" wieder gut versteht.

    Meine unverträgliche Hündin lebt übrigens mit 2 anderen Hunden zusammen. Die ignoriert sie, aber auch nur, weil ich den Finger drauf habe und nach wie vor Management betreibe.

    Vergiss das mit seinen Freunden. Da muss gar nichts vorgefallen sein. Im Gegenteil, wäre etwas vorgefallen, hätte er ein Trauma oder was auch immer, würde sich das bei bekannten Hunden eher weniger zeigen. Dann wäre hauptsächlich oder auch nur Fremdhunde das Problem. Meine junge Hündin wurde zum Beispiel vor ein paar Monaten übel gebissen. Danach hatte sie vor Hunden echt Angst und hat nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" alle Hunde von sich ferngehalten. Außer ihren Freunden, die fand sie nach wie vor toll.
    Wäre speziell etwas mit einem befreundeten Hund vorgefallen, würde der Hund vielleicht den einen Hund angreifen, aber nicht wahllos alle anderen Hunde.

    Schon möglich.
    Aber mal ehrlich, ich denke, dass sich gut 80% der DSH Besitzer einen Gebrauchshund wünschen und deshalb keinen Wert auf Sozialisierung legen.

    Die Leute, die sich einen Familienhund wünschen tun das aber schon und es klappt in sehr vielen Fällen. Die zwei genannten Hunde sind die, die ich aus meinen Freundeskreis persönlich kenne. Dazu kommen noch mindestens 50, die ich auf verschiedensten Hundewiesen und Ausflügen völlig relaxt und verträglich erlebt habe.

    Sorry, aber das ist echt Blödsinn. Die meisten Schärferhunde leben ganz normal in Familien, natürlich werden die sozialisiert.

    Ich kann verstehen, dass du es dir nicht eingestehen willst, du liebst deinen Hund ja und dachtest bis vor Kurzem auch, dass er dein perfekter Begleiter ist und es muss echt hart sein, jetzt zu hören, dass das einfach nicht funktionieren wird.

    Aber ganz ehrlich, kein SERIÖSER Trainer wird dir sagen, dass dein Hund wieder verträglich wird. Ja, kann sein, dass der eine oder andere das behauptet, weil er für den Versuch gut bezahlt wird. Aber ich versichere dir, dieser Hund wird NIE wieder fröhlich auf der Hundewiese spielen. Und das sage ich als jemand, der denkt, dass man an den meisten Arten von agressivem Verhalten durchaus gut arbeiten kann. Aber bei einer Rasse, bei der genetisch wirklich Artgebossenunverträglichkeit gewollt ist oder war, KANNST du einfach nichts ändern. Du kannst dich anpassen oder du kannst den Hund abgeben.

    Ich denke schon, dass du bisher viel richtig gemacht hast und bei den meisten Rassen auch einen freundlichen, problemlosen Hund dabei rausbekommen hättest. Aber mit gewissen Dingen muss man einfach leben oder zumindest so ehrlich zu sich selbst sein, dass man den Hund in ein geeigneteres Zuhause gibt.

    Also wenn der Hund wirklich aus Stress nichts frisst, wird dir die Attraktivität der Leckerli (wenn er die sonst gerne nimmt) eher nicht helfen. Meine Hündin frisst nicht mal Wurst, wenn sie Stress hat. Ich würds einfach mit ner leichteren Leine und mal ohne Ablenkung ausprobieren. Wahrscheinlich platzt der Knoten eh, wenn sie einmal merkt, dass es an der Schlepp genauso ablaufen kann wie im Freilauf.

    @Neinauspfui

    Es gibt von jeder Rasse Exemplare, die weniger extrem oder auch total untypisch sind. Bei Akitas ist es aber einfach normal, dass sie unverträglich sind. Nebenbei sind sie auch nicht sehr führig. Ein unverträglicher Schäferhund kann idr sehr gut über Gehorsam geführt werden, weil sie dafür leben, ihrem Herrchen seine Wünsche zu erfüllen (überspitzt gesagt), ein Akita ist ein total anderer Typ Hund.

    Ich kenne tatsächlich auch keinen einzigen Akita, der ein Hundewiesentyp ist. Manche sind eingeschränkt verträglich, wenn man das Kennenlernen vorsichtig und gezielt macht. Aber einfach so "alle Hunde sind okay" oder gar "alle Hunde sind toll" wird kaum ein Akita sagen.

    Verabschiede dich von dem Gedanken der Hund würde jemals wieder so wie vorher. Das würde dir auch die Trainerin sagen, die ich dir empfohlen habe. Und nein, ein unverträglicher Hund wird niemals einfach so nebenher laufen, man muss immer mit den Gedanken beim Hund sein und die Umgebung scannen. Das muss ich selbst jetzt noch, wo meine Hündin 13 Jahre alt ist und fremde Hunde üblicherweise ignoriert.

    Wenn du damit nicht leben kannst, sei fair, gibden Hund ab.

    @LorbasWürger? Es ging ums Halti. Und da ruckt man bestimmt nicht dran rum, wenn einem die Gesundheit des eigenen Hundes lieb ist. Würger ist das letzte, mit oder ohne Leinenruck. Sorry, so ein Mumpitz.

    Abgesehen davon, das Kind ist nicht in den Brunnen gefallen. Der Hund verhält sich wie ein normaler Akita, der gerade erwachsen wird. Langfristig muss die TE für den Hund interessant und relevant werden. Das erreicht sie mit Sicherheit eher über "Wattebauschwerfen", als über Strafreize. Sorry, ich kotzen, wenn noch ein paar Mal geschrieben wird, dass R+ Trainer keine Ahnung von aggressiven Hunden haben, meine Hündin wollte anderen Hunden sehr ernsthaft ans Leder, mit Zwang kam ich genau nirgendwo hin. Mit dem ach so lächerlichen "Wattebauschwerfen" ist sie absolut zuverlässig und händelbar geworden. Meine Trainerin hat nicht nur nette Labbis im Training, sondern auch Akitas, Rottweiler und Herdenschutzhunde. Dass positive Verstärkung nur bei netten Hunden funktioniert ist einfach Bullshit.

    Wenn der Hund tröpfchenweise pinkelt (sorry, keine Ahnung, ob ich das richtig verstanden hab, der Text ist ne Katastrophe), bitte auch an Blasenentzündung denken. Welpen markieren nicht. Und absichtlich oder demonstrativ um am Aufmerksamkeit zu kommen, pinkelt ein Welpe ganz bestimmt nicht in die Wohnung.

    Ein normaler Würger verursacht keine Schmerzen, er ist nur nicht angenehm für den Hund.Nur zum Verständnis; ich mag die Würger an meinen Hunden nicht, käme da nicht dran. Aber bevor ich 50 Kilohund nicht halten könnte, würd ich ihn ummachen.


    Wenn es keine Schmerzen verursacht, bringt es halt auch nix, vor allem nicht, wenn es der Hund ernst meint. Wie kommst du eigentlich drauf, dass das Ding keine Schmerzen verursacht, schonmal getestet? Meine Hündin hätte sich früher eher erwürgt, als von anderen Hunden abzulassen.


    @Neinauspfui
    Zum Thema Halti. Bitte nie dran rum rucken. Das Halti dient dazu den Kopf rum zu führen, also wenn er nach vorne geht, kannst du ihn damit leichter umdrehen. Aber bitte nie mit Kraft dran reißen.