Beiträge von Vrania

    Nein - oft wird schon das "hochdrehen" als negativ empfunden und es wird dringend davon abgeraten.

    Ich habe schon sooo oft gehört, dass jeder Terrier, der im 1. Lebensjahr hochfährt, zwangsläufig zum Duracell-Hasen wird ;)
    (auch von einem eigentlich guten Trainer...)

    Ich persönlich sehe es wie Du:
    Hochdrehen ist für mich okay, wenn die Rahmenbedingungen stimmen (insbesondere "konzentriertes hochdrehen" bei Suchspielen usw.) - ÜBERdrehen vermeide ich.


    Viele Grüße
    Sandy

    Okay, DAS habe ich so tatsächlich noch nie gehört. Aber wie bei allem, gibt es halt Leute, die solche grundsätzlich richtigen Richtlinien übertrieben ernst nehmen (zB dass Welpen, gerade von Rassen, die zum Überdrehen neigen, vor allem im ersten Jahr "nur" Ruhe lernen sollen). Die sagt man halt so pauschal dahin und die sind grundsätzlich auch sinnvoll, wenn man sie nicht als heilige Anweisungen nimmt. Natürlich darf ein Welpe auch mal aufdrehen und wild spielen und seine verrückten 5 Minuten bekommen, natürlich darf man auch mit dem Welpen üben und die Welt erleben. Aber es gibt immer so Leute, die solche Aussagen nehmen und nicht nur wörtlich nehmen, sondern sogar noch mehr auf die Spitze treiben. Das ist natürlich Blödsinn.

    Ich würde sagen: entspann dich. Einen Hund zu haben, ist (zumindest für mich) das Schönste auf der Welt. So schwarz wie alles gerne gemalt wird, ist es nicht und ihr habt doch ziemlich optimale Bedingungen.

    Die allermeisten Hunde können es problemlos lernen, einige Stunden allein zu bleiben... Und 4 Stunden sind jetzt echt nicht viel. Hunde, die das nicht können, sind wirklich die absolute Ausnahme oder haben es einfach nicht vernünftig gelernt. Außerdem habt ihr doch sogar die Möglichkeit den Hund mit zur Arbeit zu nehmen (und für einen kleinen Begleithund ist es ganz sicher kein Problem, einmal die Woche ein paar Stunden Zug zu fahren, schon überhaupt nicht, wenn er es als Welpe lernt).

    Ich kann gut verstehen, dass ihr bei dem Tierheim Hund, den ihr zuerst bekommen habt, unsicher geworden seid.... Es ist nicht witzig, wenn der als nett angepriesene Hund plötzlich anfängt gegen einen zu Schnappen oder die Katzen anzugehen, schon gar nicht, wenn noch ein Kind im Spiel ist. Ich habe selbst eine ähnliche Erfahrung gemacht.

    Meine erste Hündin, ein Hollandse Herder Mix aus dem Tierheim, war einfach toll. In Retrospektive betrachtet war es recht mutig, uns so einen Hund zu geben, als Familie ohne Hundeerfahrung, bei der ich (mit 12 Jahren) die Hauptbezugsperson für den Hund werden sollte. Aber das war damals in Frankreich und die nahmen es nicht so genau mit der Vermittlung. Sie war echt der tollste Hund der Welt und zwar nicht gerade einfach, aber sie hat mir viel beigebracht und hat Gott sei Dank nie Aggressionen gegenüber Menschen gezeigt.

    Meine zweite Hündin hat mich dann trotz 10 Jahren Hundeerfahrung anfangs zum Verzweifeln gebracht. Sie wurde mir auch als "eigentlich nett, aber nicht erzogen" vermittelt. Ich wusste, dass das so nicht ganz stimmt, habe aber 1a unterschätzt wie heftig sie sein kann. Als sie das erste Mal nach uns geschnappt hat, war ich schon gestresst. Als sie das erste Mal die Katzen killen wollte, weil sie beim Fressen in den selben Raum gekommen ist, war ich schockiert. Und als sie versucht hat den Pudel unserer Nachbarn zu zerlegen, war mir wirklich klar, was ich da für ein Kaliber an der Leine habe. Wäre ich Ersthundehalter gewesen, hätte ich sie abgegeben, ohne Frage.

    Der Punkt ist aber, das läuft nicht immer so. Es gibt ganz tolle Tierschutz Hunde und es gibt wahnsinnig tolle Welpen vom Züchter. Wenn ihr euch eine unkomplizierte Rasse und einen seriösen Züchter aussucht, vorher ein paar gute Bücher lest (ich empfehle Patricia McConnell - Das andere Ende der Leine, Karen Pryor - Positiv verstärken, sanft erziehen (bzw generell fast alles von ihr, wenn du Englisch sprichst) und speziell im Hinblick auf Welpen Social, Civil and Savvy von Laura Vanarendonk Baugh, leider auch nur auf Englisch) und du dir eine gute Hundeschule oder einen guten Trainer für ein paar gute Ratschläge für die erste Zeit suchst, bin ich eigentlich überzeugt davon, dass ihr das super hinkriegt.

    Und ja, es gibt auch die super unkomplizierten, netten Hunde im Tierschutz. Ich würde dir raten, dir gute Tierheime/Tierschutzvereine empfehlen zu lassen, mit denen andere gute Erfahrungen gemacht haben. Ich habe mit meinen aktuell 3 Hunden alles durch, die super kompetenten, ehrlichen Tierschutzvereine und die schwarzen Schafe, die einfach nur ihre Hunde an irgendwen loswerden wollen und jeden Mist erzählen würden. Ein gutes Indiz ist meistens, wenn auf der Homepage nicht alle Hunde als lieb, nett, unkompliziert beschrieben werden, sondern auch klar die möglichen Baustellen angesprochen werden.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du dich irgendwann durchringen kannst, es wieder mit einem (passenden) Hund zu versuchen. Sie bereichern das Leben schon sehr.

    Der letzt Absatz ist meiner Meinung nach aber der Punkt. Meine Hunde dürfen bzw. dürften als Junghunde auch mal aufdrehen. Aber halt in einem Rahmen, den ich bestimme und sie auch wieder runterfahren können. Wenn der Hund danach Stunden oder sogar Tage lang gestresst und durch ist, ist das halt für niemanden gut.

    Diese Aussage selbst hatte ich nicht gelesen ... (einige Seiten hatte ich, wegen der vielen Wiederholungen übersprungen). Hoffe, der Garten ist Akita-sicher und die Eltern sind Akita-tauglich bzw. der Akita hält beides für tauglich xD
    Kann ja sein, die Eltern sind besser geeignet, haben näher an der Realität gebaut ... und @Die Swiffer hat ja schon was schönes dazu geschrieben.


    Und ob die über die TE hereinbrechen wird. Das sehe ich ganz so, wie @Helfstyna

    Ich meinte eher BEVOR die Sache ganz eskaliert xD Aber so gesehen, ja, die Erkenntnis kommt früher oder später ganz bestimmt. Aber dann liegts sicher am gestörten Problemhund, nicht am Halter.

    Nu, man macht vieles auf das man eigentlich lieber verzichten möchte, um das Unheil von anderen abzuwenden.
    Denke, jeder hier lesende Forist hätte eigentlich lieber verzichtet.

    vll. hat man ja das Glück, wenn eine Nacht drüber geschlafen wurde .... Denn wie gesagt, Erkenntnis ist ein Prozess. Manchmal gehts gut, wird bis zum Ende vollzogen, oft hat man Pech. Aber vll. ...

    Ehrlich, ich hoffs. Aber nach diesem Text von wegen "der Hund muss sich anpassen um glücklich zu werden" und "im Zweifelsfall kommt er zu meinen Eltern in den Garten" hab ich jedenfalls das Gefühl meine Zeit hier verschwendet zu haben und dass da nicht plötzlich noch Erkenntnis über die TE hereinbricht.

    Na, vll. könnte sie aber etwas erreichen.
    Weisste, wir hier im DF sind doch immer die Doofen, die selbsternannten Fachleute, völlig ahnungsbefreit und nur darauf aus, die nächste Sau durchs Forum zu treiben. Virtuelle Welt halt, alles nur Spinner. Völlig einerlei, wie wir uns im RL darstellen, hier sind wir die Blöden :ka:

    Wenn Deine Trainerin im Real Life etwas dazu sagt, kommt es vll. anders an.

    Das hatte ich gehofft, ja. Sie sagt da auch durchaus ehrlich ihre Meinung und gibt eine realistische Prognose. Nur solche Leute sind oft echt unbelehrbar. Und sie wird, wie ich sie kenne, versuchen Schadensbegrenzung zu betreiben, auch wenn die Chancen schlecht stehen. Ich glaub darauf hätte sie insgesamt verzichten können xD