Beiträge von Vrania

    Ganz ehrlich, bei der möglichen Rasse würde ich nicht viel aufs Aussehen geben, eher aufs Verhalten.

    Probier aus, was ihm Spaß macht.

    Apportieren hat mit Spielen nicht unbedingt was zu tun, meine Enya hat auch lange nicht mit Spielzeug gespielt, Dummytraining, anfangs mit Futterbelohnung aufgebaut, liebt sie aber.

    Ansonsten würde ich eher Richtung Nasenarbeit gehen, den Hund rein körperlich auslasten ist gerade bei aktiven Rassen nicht unbedingt der richtige Weg. Wenn du Spaß an sowas hast, würde ich auch mal schauen, was er zu Tricktraining und Intelligenzspielzeug sagt. Ich finde damit bringt man wesentlich mehr Abwechslung in ein Hundeleben, als durch einfaches Laufen. Wenn ihr später Lust auf sowas habt, kann man das ja zusätzlich noch machen. Meine Erfahrung ist aber, die meisten Hunde steigen auf fast alles ein, wenn man es ihnen geschickt genug verkauft und den richtigen Verstärker hat. Ob es ihnen dann wirklich richtig Spaß macht, muss man einfach ausprobieren.

    Also wie du das beschreibst würde ich auch eher einen Labrador sehen. Vor allem, wenn du die eigentlich auch toll findest und das eh deine zweite Wahl wäre.

    Ich wollte immer unbedingt einen Border Collie haben, die sind echt in jeder Hinsicht meine Traumhunde und ich war mir auch sicher, dass ich mit dem Worst Case BC leben kann.

    Aber jetzt hatte ich 3 eher schwierige Hunde aus dem Tierschutz und denke ernsthaft drüber nach, mir als nächsten Hund einen Collie oder Pudel zuzulegen. Obwohl ich jetzt 1000 Mal mehr Trainingserfahrung habe und mit einem Border sicher sehr gut (deutlich besser als vor 5 Jahren) zurechtkommen würde. Aber es ist anstrengend, einen schwierigen Hund zu haben und immer managen, sich immer Gedanken machen zu müssen. Ich finde, man muss sich das Leben nicht selbst künstlich schwierig machen.... Man kann auch eine Rasse mit weniger Potential eine Katastrophe zu werden nehmen, die besser zum eigenen Leben passt. Und man kann mit dieser Rasse ziemlich sicher genausoviel oder sogar mehr Spaß haben und sich viele Nerven sparen.

    In deinem Text lese ich jetzt wirklich keinen guten Grund FÜR einen Cattle Dog, nichts was nicht ein Retriever einfacher und mit weniger Aufwand hinkriegen könnte.

    Es gibt so viele tolle Retriever, man muss nur den richtigen Züchter finden, dann bekommt man auch einen Hund, der für alles zu haben ist und dabei nicht so viel Anleitung und Management für alltägliche Leben braucht.

    Nebenbei bemerkt, ich finde, ich habe mir beim nächsten Mal einen unkomplizierten Hund verdient. Mal schauen, ob ichs dann wirklich an der nächsten felligen Katastrophe aus dem Tierheim vorbei schaffe, wenns soweit ist. xD

    Verstehst du nicht, dass sich hier viele Leute Sorgen um das Wohl von unbeteidigten Menschen und Tieren machen und zwar vor allem um die Eltern der TS.
    Ich kann beim besten Willen deren Unbekümmerheit nicht verstehen, aber vielleicht ist es ihr tatsächlich egal

    Doch, versteh ich. Wie gesagt, ich finde die Lage auch präkär. Aber eine wirkliche Wahl außer den Hund ins Tierheim zu geben hat sie ja nicht, oder? Oder sie sperren den Hund ganz in den Zwinger, dann ist die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass er WIRKLICH gefährlich wird.

    Ich denke nicht an zerfleischen, aber eine blutige Hand kann auch Beziehung zu den Eltern schädigen. :ka:

    Schon. Aber im Moment versucht die TE das ganze soweit es geht in Ordnung zu bringen, sprich, sie hat offensichtlich kapiert, dass das keine dauerhafte Lösung sein kann mit dem Garten. Dass der Hund morgen anfängt die Eltern anzugreifen, halte ich für eher unwahrscheinlich, auch wenn es natürlich irgendwann auf Konflikte hinauslaufen kann, wenn sich nichts ändert. Natürlich ist die Situation alles andere als gut, aber den Hund komplett in den Zwinger sperren oder ins Tierheim geben, ist imo auch keine bessere Lösung. Und da hört es an Sofortlösungen auch schon auf. Insofern hilft das draufhacken und Frustablassen eher nicht, sinnvoller ist es halt sachlich auf Probleme (zum Beispiel mit einem 0815 Gassigeher) hinzuweisen. Wie gesagt, ich find das ganze auch ziemlich beschissen, aber für den Hund erreicht man eher was, wenn man halbwegs sachlich bleibt. Erhöht auch die Glaubwürdigkeit der eigenen Appelle an die TE, wenn man aus dem Hund jetzt keine reißende Bestie macht.

    Das stimmt natürlich, es kommt auf jeden Fall auf den Hund an. Ich kenne auch Hunde, die damit nie ein Problem hatten. Ich find nur so Verallgemeinerungen nach dem Motto "Hunde haben eh kein Zeitgefühl und wenn man kein Theater drum macht, klappt das bei jedem Hund problemlos" daneben. Damit mein ich auch nicht dich, sondern Lorbas und Farah64.

    Ich sags echt nicht gern (schon wieder), aber was denkt ihr zu erreichen, wenn ihr jetzt die schlimmstmöglichen Horrorszenarien mit zerfleischen Eltern und allem malt? Die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr gering. Zu raten den Hund einzuschläfern ist auch einfach daneben. Die TE wird die Ratschläge hier eher nicht ernster nehmen, wenn hier in jedem zweiten Beitrag irgendwelche Worst Case Szenarios gezeichnet werden. Eine realistische Einschätzung der Lage (und selbst die ist präkär genug, da muss man nicht noch eins drauf legen) bewirkt da vermutlich mehr.

    @Neinauspfui

    Das mit dem "Gassigeher per Inserat suchen" würde ich mir dringend überlegen. Wer normalerweise auf solche Aushänge antwortet, sind Jugendliche, Leute ohne Hundeerfahrung oder Rentner. Und keinem von denen kannst du den Hund anvertrauen. Du brauchst jemanden, der sich mit gefährlichen Hunden auskennt, körperlich in der Lage ist den Hund sicher zu halten (damit kommen eigentlich nur Männer in Frage oder Frauen, die die richtige Technik haben) und die extrem umsichtig sind, die Umgebung im Blick haben und den Hund richtig lesen können. Das ist dann kein gemütlicher Spaziergang, den jemand machen kann, der einfach nur gern mal Zeit mit Hunden verbringt. Ich hab selbst einen Gassihund, der nicht ganz ohne ist, das ist kein Spaß, das ist Arbeit, für die ich bezahlt werde. Mit anderen Worten, bei einem professionellen Gassigeher, der auch wirklich Erfahrung mit solchen Hunden hat, kann man sich das überlegen. Die melden sich aber nicht auf Aushänge. Einem anderen solltest du diesen Hund wirklich nicht in die Hand geben.