Oh Gott. Ich bin ja eigentlich echt entspannt. Eigentlich. In 18 Jahren Hundehaltung hab ich schon viel gesehen und Alltagswehwehchen schockieren mich wenig.
Dann hatte meine Enya mit 4 Jahren ein klitzewinziges Knubbelchen.... Hämangiosarkom und die Tierärztin sagte zu mir, die hätte ganz sicher schon Metastasen, Lebenserwartung 3 Wochen bis 3 Monate. Das war jetzt vor 5 Jahren, aber die Panik kann man sich wohl vorstellen. Seitdem dreh ich natürlich bei allen Hunden beim kleinsten Knubbelchen durch.
Aber Durchfall, mal Humpeln, sowas konnte ich immer ganz gut ab, hab beobachtet und bin nur im Zweifelsfall zum Tierarzt.
Bis dann das Baby eingezogen ist. Mir ging es zu dem Zeitpunkt psychisch richtig richtig schlimm, eigentlich wollte ich eine Einweisung in eine Akutklinik, aber niemand hat mich mit meiner Assistenzhündin aufgenommen. Wie das Leben halt so spielt, dann kam der Knirps. Und mir ging es ein paar Tage richtig gut, ich war total im Mamahormon-Glücksrausch.
Und dann hatte das Baby Durchfall. Immer mal wieder und dann wieder normal. Einfach Futterumstellung, Giardien? Natürlich am Wochenende. Ich wär am liebsten gleich in die Klinik gerauscht, weil mir von Darmverschluss zu anderen tödlichen Krankheiten alles wahrscheinlicher schien, als was Simples. Dann dehydriert so ein Baby ja so schnell oder Mangelernährung oder oder. Und ich bin total ausgerastet. Panikattacke nach Panikattacke. Es läuft einfach zu perfekt mit dem Kleinen, er ist zu perfekt. Das kann mein Hirn einfach nicht ertragen, ich erwarte IMMER den Worstcase.
Er wurde dann auf Giardien behandelt und es war ein ständiges Auf und Ab. Das eine Futter hat er nicht vertragen, das andere Futter war aus anderen Gründen nicht optimal. Dann dies, dann jenes. Dann hat die kleine Fressmaschine einen Morgen nichts gefressen. Super untypisch. Ich war quasi schon auf dem Weg in die Klinik mit ihm, als mein Mann meinte, ich soll mal gucken, ob er was anderes frisst. Stellt sich raus, er war einfach noch zu verpennt zum Fressen.
Inzwischen geht es mir psychisch wieder wirklich schlecht. Ich liebe den Kleinen total und er macht einfach nur Spaß. Aber mein Körper kommt mit dem Stress und den Sorgen einfach gar nicht klar. War die letzten 2 Wochen mehr oder weniger durchgehend überzeugt an einem Herzinfarkt zu sterben, weil meine Panikattacken so weird waren und anders als ich sie kenne und gar nicht mehr aufgehört haben. War deswegen mehrfach beim Arzt (und ich habe eine totale Arztphobie), weil es so übel war.
Ähm ja. Ich liebe alle meine Hunde unendlich, aber das Baby macht mich fertig in der Hinsicht 😂