Wir haben hier selten Hundebegegnungen und die der blöden Art kommen vielleicht einmal im Jahr vor, sind schnell wieder vergessen.
Generell empfinde ich die Hundehalter hier achtsamer als früher, sowohl im Umgang mit dem eigenen Hund als auch mit den Bedürfnissen Anderer. „Bekannte Kandidaten“, die ihre Hunde ungeniert Wild hetzen lassen, gibts bei weitem weniger, auch Hundehalter, die ihre Hunde durch hohe Wiesen oder über Äcker fetzen lassen, sehe ich deutlich seltener. Beißereien unter Hunden, die nicht zu einem Haushalt gehören, sind deutlich seltener geworden. Die Hunde, die ich sehe, sind im Schnitt von der Optik her zu urteilen besser gepflegt und versorgt als es früher zu sehen war.
Hier gibts es keine Leinenpflicht, aber der große Teil von Hunden wird an der Leine geführt. Ob der Jagdtrieb oder Unverträglichkeit bei Anderen mit der Leine oder mit Erziehung reguliert wird, ist mir wurscht, das ist deren Sache. So lange der Hundehalter leistet, dass sein Hund andere Lebewesen nicht über Gebühr belästigt oder gar gefährdet, macht er seinen Job.
Feste „Erziehungstrends“ kriege ich im realen Leben in meiner Umgebung nicht wirklich mit.
Wenn ich sehe, dass jemand Schwierigkeiten hat, seinen Hund zu führen, dann weiche ich aus, wenns geht. Platz ist hier meistens genug.
Danke. Das empfinde ich nämlich genauso. Als ich meine Moira hatte (also so vor +- 15 Jahren) lief nahezu jeder Hund frei, egal ob der jagte, Katzen killte oder andere Hunde scheiße fand. Da wurde auch grundsätzlich nie angeleint, nur weil da ein anderer Hund kam. Da haben die Hunde noch "alles unter sich geregelt". Löcher waren da keine Seltenheit, der eine oder andere Kandidat hatte auch einen Killcounter, dem wich man dann im großen Bogen aus. Die Hunde rannten völlig selbstverständlich durch die Felder und durch den Wald, ohne jede Rücksicht. Die meisten waren gar nicht erzogen, aber relativ nett.
Das Ding ist halt, dass die Hundedichte, gerade im städtischen Raum deutlich höher ist. Und da begegnet man tendenziell natürlich auch mehr Leuten/Hunden, mit denen es richtig blöd läuft. Aber dass die Quote von normalen Begegnungen 1/20 ist, kann ich beim besten Willen nicht glauben. Ich bin/war viel mit meiner Assistenzhündin unterwegs, egal ob in Graz, Wien, München, Köln, Wuppertal oder hier in der Pampa.... die meisten Hundebegegnungen sind einfach unspektakulär. Ausnahme sind Hundeauslaufgebiete, die sind halt echt rechtsfreie Zone. In den Städten ists schlimmer als auf dem Land. Natürlich gibt es Deppen und die bleiben einem halt viel eher im Gedächtnis als die Normalos.