Beiträge von Vrania

    Freut euch auf die nächste Folge ❤️ Hab grad in den ersten 20 Minuten schon mehr trainierte Hunde gesehen als in den anderen Folgen zusammen 🙈 Hunde, die Aufgaben lösen, krass.

    Achja, und diese Pläne "was ein Welpe wann können sollte" sind einfach Blödsinn.

    Lumos kann noch fast gar nichts, vergleichsweise. Es wäre gar kein Problem gewesen, ihm (wie Enya damals) in den ersten 2 Wochen schon 30 Tricks beizubringen. Aber es BRINGT nichts. Es gibt einfach 1000 Dinge, die in den ersten Lebenswochen viel wichtiger sind.

    Zur Sozialisierungsphase:

    Das mit der 12. Woche ist generell Unfug. Ja, Welpen haben in den ersten Lebensmonaten Phasen, in denen sie besonders gut grundlegende Lebenserfahrungen abspeichern und generalisieren. Aber man ist sich zum Einen nicht einig, wie lange diese Phasen dauern, zumal sich das auch von Hund zu Hund unterscheidet. Zum Anderen muss der Hund um Himmels Willen nicht Alles und Jeden in dieser Phase kennenlernen. Er sollte lernen, dass sein Mensch sein sicherer Hafen ist. Er sollte lernen, dass er mit seinem Verhalten Einfluss auf seine Umwelt hat und nicht hilflos ausgeliefert ist. Er sollte lernen, dass es Spaß macht neue Dinge zu entdecken und mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten. Natürlich ist es gut, wenn er verschiedene Menschen und Hunde kennenlernt, mal am Bahnhof, in der Stadt und einem Restaurant war, andere Tierarten gesehen hat und Straßenverkehr kennt. Aber er muss nicht jede Situation sehen und braucht keine 200 Menschen oder Hunde begrüßen.

    Lumi, mein angehender Assistenzhund, ist übrigens erst mit 13 Wochen zu mir gekommen. Trotzdem hatte ich gar keinen Stress, ihm alles beizubringen und zu zeigen. Und jetzt mit 6 Monaten kommt er immer noch regelmäßig in völlig neue Situationen und ist dabei einfach nur neugierig und entspannt. Er hatte eine gute Züchterin.

    Enya (meine geprüfte Assistenzhündin) ist mit 17 Wochen aus dem Auslandstierschutz gekommen und kannte GAR nichts. Sie hat trotzdem alles gelernt, um mich stressfrei in den allermeisten Situationen zu begleiten, in die ein Familienhund gar nicht kommen würde.

    Was ich sagen will: nur keinen Stress 😁 Du hast jede Menge Zeit.

    Also ich hatte 4 TS Hunde von verschiedenen Vereinen. So eine Klausel gab's bei keinem. Bei einem Verein haben wir den Hund nicht angeschaut, weil sie diese Klausel hatten. Oft steht sowas auch direkt auf der Homepage, weil die regelrecht stolz auf diese Regelung sind 🙈

    Bzgl. Welpengruppen: eine gut moderierte Welpengruppe ist super und definitiv wertvoll. Aber ich würde dabei beachten, dass viele Hundeschulen und gerade Hundesportvereine Leute mit keiner richtigen Trainerausbildung und/oder wenig Ahnung die Welpengruppen leiten lassen. Also selbst wenn du da einen Trainer hast, der Hunde ganz gut einschätzen kann und nicht das Chaos toben lässt, oft geben die sehr fragwürdige Ratschläge und Erklärungen, wenn es um Sachen außerhalb der Welpengruppe geht.

    Mein Lieblibgssatz in Lumis Welpengruppe war ja "Wenn 2 oder mehr Hunde zusammen sind, ist das ein Rudel. Wenn dann noch Menschen dabei sind, ists eine Meute." 🤣 Das ist natürlich eine Aussage, die keinen Schaden anrichtet, aber vieles was dort empfohlen wurde eben potentiell schon.

    Finde ich total schade, dass du da nur schlechte Erfahrung gemacht hast.

    Ich kenne beides, einen richtig richtig schlechten Welpenkurs und in einer anderen Hundeschule einen richtig guten. Man kann sich ja vorab die Kurse mal angucken und dann entscheiden, ob das zu den eigenen Vorstellungen passt.

    Pauschal schlecht sind die jedenfalls nicht.

    Nein, pauschal schlecht sind die nicht. Und das war leider tatsächlich ein Beispiel für eine verhältnismäßig "gute" Welpengruppe 😂 Also für das, was es in unserer Umgebung gibt. Das Spiel war gut strukturiert, es wurde auch Ruhe und Konzentration auf dem Menschen geübt und so weiter. Also von dem, was gemacht wurde, war es nicht schlecht, auch wenn ich mit Lumi meistens andere Sachen geübt hab.

    Aber die Kompetenz richtig gute Ratschläge zu geben, hat hier in der Gegend kein Trainer einer Welpengruppe. Das sind alle Hundesportler bzw. ÖKV Trainer, die veraltete Vorstellungen oder gar keinen theoretischen Überbau haben. Natürlich gibt es auch andere, Lumis Züchterin zum Beispiel. Aber das sind hierzulande definitiv die Ausnahmen.

    Also mein Punkt ist: geh ruhig in eine Welpenstunde, wenn du Glück hast, findest du vielleicht auch eine RICHTIG gute. Sinnvoll ist das auf jeden Fall, solange dort eben nicht unkontrolliert rumgemobbt wird. Aber es kann eben auch sein, dass da zwar alles so läuft, wie man das empfohlen kriegt, aber man trotzdem seltsame Tipps und Ratschläge zu Erziehungsthemen bekommt.

    Ne, da wäre ich definitiv raus. Ich hab schon echt haarsträubende Geschichten gehört von TS Vereinen, die dann mehrfach unangekündigt im Haus auftauchen zur "Kontrolle, ob es IHREM Hund auch gut geht " bis zu Abnahmen, weil dem Verein irgendwas auf Social Media nicht gepasst hat (zB weil der Hund in einer offenen Box schlief). Rechtlich wäre sowas wohl nicht haltbar und auch nicht durchsetzbar, soweit ich weiß. Aber den Stress, die Angst um das Tier, eventuelle Rechtsstreitigkeiten, das kann und sollte man sich einfach ersparen - bevor man emotional an dem Tier hängt.

    Es gibt SO viele Hunde im Tierschutz, ihr könnt bestimmt den richtigen finden, von einem Verein, der keine absurden Forderungen stellt.

    Edit: Also für mich wäre es gar nicht die reale Sorge, dass der Verein rechtlich irgendwas Blödes machen kann oder wird. Aber ich würde das aus Prinzip nicht unterstützen UND ich würde auch einfach das Risiko nicht eingehen, dass es Ärger geben KÖNNTE.