Ich finde auch die Großen nicht so schlimm. Ich hab ja einen zu großen Großpudel, den ich noch in jedem Restaurant und Hotel mitgehabt habe. Der löst auch überall Begeisterung aus und niemals Angst. Es kommt halt immer auf die Lebensumstände an. Einen Papillon hätte meine Stute vermutlich schon mindestens schwer verletzt und 9h am Berg wären da fix auch nicht drinnen.
Beiträge von Esiul
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Es tut nir so leid.
Ich weiß nicht, ob das hilfreich ist, aber ich finde deine Schuldgefühle irrational. Ich würde einen Hund eher eine Woche zu früh einschläfern lassen, als einen Tag zu spät. Und den richtigen Zeitpunkt nur anhand des Fressverhaltens herausfinden zu wollen, funktioniert nunmal nicht immer. Weshalb muss ein unheilbar krankes Tier erst so höllische Schmerzen und Unwohlseinszustände haben, dass es sogar das Fressen einstellt? Weshalb sollte es nicht zu einem Zeitpunkt gehen dürfen, wo es noch schöne letzte Momente hatte, noch Freudensgefühle.
Ich hab meinen Großvater als Kind im Krankenhaus darum betteln gehört, dass man ihn doch bitte sterben lassen solle, weil keine Schmerzmedikamente mehr geholfen haben. Das ist Grausamkeit, das ist ein unwürdiger Abgang. Ein Hund kann nur nicht um seinen Tod betteln.
Deinem Tier rann der Eiter aus der Nase, der wäre vielleicht elendig dran verreckt, hättest du ihm das nicht erspart. Das Gefühl von: Vielleicht wär er noch hier, wenn ich nur.... kann ich ich nachvollziehen, aber ich denke nicht, dass es tatsächlich noch weiter gegangen wäre. Ein Tumor, der so riesig ist, erlaubt nicht unbegrenzt weitere Tage. Du hast ihn nicht zu früh einschläfern lassen, ganz bestimmt nicht.
Das hat schon alles seine Richtigkeit so, kein Abschied ist jemals schön. Rocky wird glücklich gewesen sein, dass das Tierheim nicht seine letzte Station war. Ich finde es wundervoll, dass du ihm den Dienst erwiesen hast, ihn aufzunehmen und ihn gehen zu lassen.
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Ich habe meinen Rüden nicht kastrieren lassen. Es hat mir auch niemand dazugeraten, werder die Trainerinnen, noch unsere Tierärztin. Ich habe auch schon häufig gehört, dass das Wegfallen eines Triebes einen anderen verstäkt (also: Sexualtrieb weg, Jagdtrieb schießt hoch). Das einzige Verhaltensproblem, das für mich eine Kastration rechtfertigt, wäre für mich gewesen, wenn mein Rüde zu extrem auf läufige Hündinnen reagiert hätte. Eine Arbeitskollegin meiner Mutter hatte einen Hund, der wegen einer läufigen Hündinn aus dem Fenster des ersten Stockes gesprungen ist. Da wär für mich dann auch eine Grenze erreicht.
Hier noch ein Beitrag zu den gesundheitlichen Aspekten der Kastration: https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=18951
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Mein Hund mag meinen Vater ja wirklich, nimmt ihn aber nicht so wirklich ernst. Entweder er betrachtet seine Kommandos als unverbindliche Handlungsempfehlung, oder er macht halt irgendwas, was so ähnlich ist.
Vorhin wollte mein Vater meinen Hund "Platz" schicken, weil er eben mal sein Abendbrot ohne Pudelschnauze unter der Hand genießen wollte. Ich liege auf dem Sofa, und schmunzle ein bisschen vor mich hin, weil das Ergebnis (schräg gelegter Kopf, Dackelblick und eine etwas nach vorne rausgestellte Pfote) nun wirklich nicht nach "Platz" aussieht. Mein Vater wiederholt das Kommando und der Pudel springt mit einem Satz auf das Sofa, und knallt sich in bester Hundeplatzmanier hin, Ellbogen voran - in meine Rippen.

Ich glaube, den blauen Fleck werde ich jetzt mindestens die kommenden zwei Wochen mit mir herumtragen.
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Wir hatten hier im Ort lange Zeit einen Schredder-Aussi, welcher jedoch mehr oder weniger umsichtig gefüht wurde, also immer an der Flexi. (Der Besitzer weiß auch, wo der Stoppknopf der Flexi ist, wie und wann man ihn betätigen sollte.) Der Hund hat sich immer so höllisch aufgeregt, wenn man ihm mit einem anderen Hund entgegen kam, dass einem nach einer solchen Begegnung immer die Ohren geklingelt haben. Vor zirka einem Jahr dann die Veränderung im Verhalten des Besitzers: Sobald er auch nur irgendwo am Horizont einen anderen Hund entdeckt hat, ist er mit dem Aussi in die nächstbeste Wiese geflüchtet. Jetzt hab ich ihn lang nicht mehr gesehen, weil sich unsere Gassigehzeiten nicht so häufig überschneiden, aber gestern kam er mir am Feldweg entgegen, und bis auf drei halbherzige Wuff-Laute kam nix aus dem Aussi raus. Heute haben wir uns nochmal gesehen, er hat seinen Hund am Wegrand abgesetzt und ein paar Leckerlies in das Tier gestopft (welches komplett leise blieb!) während ich mit dem Großpudel vorbeimarschieren konnte. Falls ich den mal ohne Hund antreffe, muss ich ihm echt mal zu seinem Trainingserfolg gratulieren. Was ich außerdem an ihm gut finde: Er hat immer eine gelbe Warnjacke an, sodass man ihn schon aus einem halben Kilometer Entfernung erkennt. Hätte ich einen Hund, den es triggern würde, wenn er von einem Aussi angebellt werden würde, hätte ich da genügend Zeit, um zu reagieren.
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Gut, dann werde ich es wohl in der Corona-Zeit bei dreimal wöchentlich belassen, überwiegend Touren bis maximal 15km, ab und zu eine längere. Gemeinsam joggen bringt ihm keinen Mehrwert gegenüber spazieren gehen, weil ich zu langsam bin. Vor allem angeleint kommen wir da auf keinen grünen Zweig, für seinen Trab bin ich zu langsam, für Schritt zu schnell, das heißt er muss Pass gehen und das ist nicht Sinn und Zweck der Übung. Am Rad läuft er überwiegend frei, nur im Ort und an normal befahrenen Straßen läuft er an der Leine, aber ohne Zug.
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Hm, es geht mir weniger ums "mal ordentlich laufen", dass er mit langen Strecken kein Problem hat, sieht man ja an Tagen wie heute ganz deutlich. Mir geht es eher darum: 7 Tage die Woche 26km sind eindeutig zu viel. Aber wie viel ist dann richtig?
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Wir waren heute 26km unterwegs, und ich hätte da mal eine Frage: Wie oft fahrt ihr mit dem Rad bzw. wie oft sollte man mit dem Hund radfahren?
Garfields Programm sah bisher so aus, dass ich ein- bis maximal zweimal die Woche mit ihm Radfahren war, ein- oder zweimal Ausreiten, Samstag Hundesportplatz, gelegentlich noch Wandern oder eine Skitour dazu und dann reicht das für den Rest der Woche auch, wenn man einfach komplett langweilig spazieren geht. Aber jetzt darf ich nicht mehr zum Pferd, in die Berge oder zum Hundetraining. Was überbleibt, sind Spazierengehen, Unterordnung im Garten (auch saulangweilig, so ohne Trainerin) und halt Radfahren. Diese Woche waren wir dreimal Radfahren, einmal nur so ca. 8km, einmal 18 und heute 26. Garfield macht es richtig Spaß. Wie viele km in der Woche haltet ihr für vertretbar?
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Von runterdrücken und an der Leine ziehen halte ich nichts und das werde ich nicht anwenden. Mir ist es nur wichtig, dass Hund und ich Freude haben an dem was wir tun. Dann ist es halt kein perfektes Sitz oder er schafft es nicht in 10 Meter Entfernung sitzen zu bleiben

Bis jetzt ist er ganz ohne Sitz durchs Leben gekommen, da mach ich mir und ihm jetzt keinen Stress mit. Wenn er mitmacht und lernt freut es mich, wenn er noch nicht so weit ist Sitz ich halt noch ein paar Wochen mit ihm am Boden im Garten und werd ein paar leckerlies ins Gras.
Ich habe ja auch den Fehler gemacht zu glauben, dass ältere Hunde nix mehr lernen und wurde hier bereits darüber belehrt und da vertraue ich der Mehrheit im Forum und bin guter Dinge, dass der Herr doch noch den ein oder anderen Trick erlernt :)
Es kann auch ohne Runterdrücken und andere Späße ein perfektes Sitz werden, das selbst dann nicht selbständig aufgelöst wird, wenn du 10 Meter weggehtst. Diese Methoden, sind, wie von @Helfstyna schon angemerkt, aus dem vorletzten Jahrhundert und werden nichtmal von Leuten angewandt, die ihre Sporthunde auf Leistung führen. Die gemeinsame Freude am Tun sollte mit dem Hund meiner Meinung nach sowieso immer im Vordergrund stehen.
Es freut mich, dass ihr langsam eine Beziehung miteinander aufbaut, vor allem, weil du gerade erst mal eine Woche mit ihm arbeitest. Und ein Kompliment muss ich dir auch noch machen: Du scheinst ein hervorragendes Gefühl für Hunde zu haben. Immer, wenn dir hier etwas empfohlen wird, was kontraproduktiv wäre, erkennst du sofort, welcher Weg der Richtige ist. Saubere Arbeit, die du da leistest!

(Und was für ein hübscher Hund! Ich finde, der Blick auf dem neuen Foto wirkt irgendwie entspannter, aber gleichzeitig wacher.)
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