Nummer 1 ist aber auch absolut von euch abhängig. Wichtig ist es, dass die Kinder den Hund nicht belästigen dürfen und er seine Rückzugsorte hat, sonst knallt fast jedem Hund in irgendeiner Form an irgendeinem Zeitpunkt die Sicherung raus. Und ihr müsst euch darauf einstellen: So ein Hund braucht erstmal drei Jahre, bis der im Kopf erwachsen ist. Als Welpe weiß noch kein Hund, egal welcher Rasse, wie man seine Zähne nicht einsetzen sollte. Ich bin mal mit Tränen in den Augen am Hundeplatz gestanden, weil das der Pudel ohne böse Absicht so dermaßen hart auf meine Finger gebissen hat. Der ist jetzt auch (in erwachsenem Zustand) wirklich nett mit Kindern, ich kann seine Leine einer Dreijährigen in die Hand drücken und er latscht mit der herum, aber es dauert halt, bis ein Hund so weit ist.
Punkt 2. erfüllt eigentlich jeder körperlich gesunde erwachsene Hund. Hier musst du übrigens ebenfalls auf die Entwicklung deines Hundes achtgeben. Dein sechs Monate alter Junghund hält das vielleicht auf den ersten Blick gut durch, aber erstens ist es nicht gesund für die Knochen und den gesamten Bewegungsapparat, so früh so viele Kilometer zurückzulegen, und zweitens wird er komplett gaga im Kopf. Im ersten Jahr gabs bei mir nur Spaziergänge und Gelände-Aufwärmrunden mit dem Pferd, danach hab ich meinen Hund erst richtig aufgebaut. Jetzt läuft der problemlos mal acht oder neun Stunden Ski- oder Bergtour, bis zu 30km am Rad und ähnliches.
Und Punkt drei erfüllen auch viele Rassen.
Mal abgesehen davon, dass seine Wachleistung eher schwankend ist, könnte mit den Voraussetzungen sogar mein Großpudel passen.
Staffords neigen übrigens dazu, andere Hunde so richtig scheiße zu finden. Mit Kindern sollen die wirklich toll sein, aber die Artgenossenunverträglichkeit wäre für mich wirklich abschreckend. Ich würde mir an eurer Stelle eher einen einfachen Hund holen, ich sehe bei euch keinen "komplizierten" Hund. Mir fällt auf, dass ihr die Rassebeschreibungen offenbar nur sehr oberflächlich zu lesen scheint und nicht wisst, wie man die blumigen Rassebeschreibungen richtig interpretiert. Alleine schon dass deine Frau den Komondor ansprechend findet: "Ausgeprägtes Territorialverhalten" und "misstrauisch gegenüber Fremden" bedeutet nix anderes als: Der stellt dir alle, die seiner(!) Meinung nach auf eurem Grundstück nix zu suchen haben, an die Wand und Besuch für die Kinder könnt ihr vergessen.