Beiträge von Esiul

    Ich bin bei Garfield ehrlich gesagt aufgestiegen und losgefahren. Erstmal nur eine kleine Feldwegrunde, bei der ich ihn notfalls die ganze Runde (bis auf 250m) unangeleint hätte laufen lassen können, habe dabei aber auch gleich angetestet, wie er sich verhält, wenn er angeleint am Rad laufen soll. Nachdem er komplett easy mit mir dahingelaufen ist, mir nicht ins Rad gesprungen ist und mich nicht vom Rad gerissen hat, habe ich entschieden, dass Radfahren ins Programm mitaufgenommen wird. Die Distanz habe ich schrittweise gesteigert.

    Als Kommandos habe ich "Laaaangsam", "Links", "Rechts", "Ummmma!" und Zuuuuwi!"

    Langsam, Links & Rechts sind dafür da, den Hund, wenn er angeleint am Rad läuft, vorzuwarnen, dass ich bremse, dass wir links abbiegen oder rechtsabbiegen.

    Die anderen beiden sind für den freilaufenden Hund. "Ummmmma" bedeutet: Lauf rechts an meiner Seite, "Zuuuwi" bedeutet lauf links an meiner Seite. Die hatte ich jedoch schon vorher beigebracht, weil ich ihn beim Spazierengehen an der Leine die Seite wechseln lassen können wollte, ohne an der Leine herumzuziehen und musste sie nur noch am Rad etablieren.

    Und zum Thema: "Der Züchter Vermehrer hat aber gesagt, das ist ein toller Familienhund": Wir haben gerade den Fall im Forum, wo einer jungen Dame ein (vermutlich) Husky-Spitzmischling angedreht wurde. Der Vermehrer hat dem Mädl versprochen, dass das ein toller Familienhund werden würde, der kaum Jagdtrieb hätte und ganz sicher nicht über 10kg bekommen würde. Der Tierarzt hat den Hund auf 20-25kg Endgewicht eingeschätzt.

    Welpen kauft man nur beim Verbandszüchter, in Deutschland ist das der VDH und die ihm unterstellten Rasseclubs. Alles andere ist dämlich.

    Ja, die Mixwelpen gehen weg wie die warmen Semmeln, das ist aber kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Problem. Wir sprechen da von Tieren, die häufig von Elterntieren stammen, deren Gesundheit zweifelhaft ist. Was du beim Kauf an Geld sparst, zahlst du später in Tierarztrechnungen.


    Ich übersetze mal die Begriffe aus den Anzeigen für dich:

    Privatzüchter bedeutet so viel wie: Ich hatte keinen Bock, mich mit Hundezucht zu beschäftigen, vorgeschriebene Untersuchungen machen zu lassen und mich an gewisse Standards zu halten aber ich glaube, meine Hündin ist hübsch und lieb, also hab ich nen Rüden drüber rutschen lassen.

    Hobbyzüchter: Jeder VDH-Züchter ist Hobbyzüchter, aber nicht jeder Hobbyzüchter ist VDH-Züchter.

    Hunde zur Zucht freigegeben bedeutet: Ich hab entschieden, die können Babys kriegen. Allerhöchstens hab ich den Haustierarzt gefragt, ob der Hund gesund ist.

    Züchter, sofern nicht VDH-Züchter: Siehe Privatzüchter.

    Natürlich mit Stammbaum: Der Vermehrer weiß, wie man Microsoft Word bedient und kann ein Blatt Papier ausdrucken. (Sofern wir nicht von einem VDH-Stammbaum sprechen).

    Und mit Vermehrer ist hier genau das gemeint: Lässt einen Hund über nen anderen rüberrutschen, hat keinen Plan von Genetik, verspricht den Welpenkäufern das Blaue vom Himmel, lässt die Elterntiere maximal beim Haus-TA untersuchen, hat keinen Plan von Aufzucht und verlangt dennoch Geld dafür.

    Ich bin so vorgegangen: Ich hab mir die Rasse ausgesucht (In meinem Fall Großpudel). Dann hab ich mir den FCI-Verband meines Landes gesucht, da ich in Österreich lebe, ist das der ÖKV anstelle des VDHs. Der für Pudel zuständige Verein des ÖKV ist der ÖCP. Bei denen habe ich dann die Liste der Zuchtstättennamen bekommen. Dann habe ich zwei Zuchtstätten angeschrieben, ob aktuell Würfe geplant sind. Mit einer Züchterin habe ich dann eine Stunde telefoniert, wir haben uns gegenseitig etwas ausgefragt. Sie wollte wissen, wie ich mir das Leben mit Pudel vorstelle, welche Erfahrungen ich besitze, etc. Ich habe sie nach ihren Zuchtzielen und den Elterntieren gefragt, generell ein paar Fragen zur Zuchtstätte, etc. Da der Wurf bei ihr relativ unmittelbar bevorstand, hat sie gemeint, im Normalfall würde sie mich ja mal einfach so einladen, aber den Umständen entsprechend nimmt sie an, es ist am besten, wenn ich vorbeikomme, wenn die Welpen dann schon da sind. Dann hat sie mich auf die Warteliste gesetzt und als die Welpen geboren waren, habe ich regelmäßig Infos und Bilder bekommen, nach ein paar Wochen durfte ich sie besuchen. Beim Besuch war sowohl mir als auch der Züchterin klar, dass das passt, und ich habe den Welpen reserviert. Ich hab ihn dann noch ein zweites Mal besucht, und mit 9 Wochen dann abgeholt.

    Die erste Nachfrage nach dem Namen, war, soweit ich mich erinnern kann, aus echtem interesse weil du geschrieben hast, dass das Futter von einem Tierheim gefüttert wird und jemand, der ebenfalls für ein Tierheim Futter besorgt, wissen wollte, um welches Futter es sich handelt. Erst als du dann doof rumgeduckst hast, ist klar geworden, dass es um Bullshit gehen muss.

    Seien wir doch mal ehrlich, wirklich Geld machen kann man mit dem Zeug nur, wenn man es schafft sich als Nutznießer an irgendein laufendes Unternehmen mit dran zu hängen, wo man es den Leuten dann mitaufschwatzen kann im Schatten des Vertrauens, das die Leute in die Kompetenz des Hauptgeschäfts haben..

    Sprich wenn der Ehepartner in der Vorstandschaft im Hundesportverein ist, die Schwester eine Hundeschule betreibt, der gute Freund Hundephysiotherapeut ist, man es über einen befreundeten Kumpel im Tierheim an dem Mann bringen kann oder oder oder...

    Ansonsten schmeißt man entweder sein Geld aus dem Fenster und hat am Ende nur die Wahl zwischen Kundenjagd mit allen Mitteln oder aufschnappen oder es funktioniert nicht als Geschäftsmodell, weil man nie mehr als den einen Reservesack daheim hat, den halt der eigene Hund frisst, wenn man ihn nicht verbettelt bekommt.

    Unterm Strich bleibt es überteuertes Futter mit einem bescheidenen Vertriebskonzept.

    Die andere Möglichkeit, wenn hier schon ganz offen von "Upline" geschrieben wird: Man ist weit genug "Up" in der "Line" und verdient, wie bei jedem anderen MLM-Dingens auch, weil genug Trottel unter einem glauben, sie könnten sich damit selbständig machen.

    Das ist natürlich praktisch. Es gibt keine Studie, die belegt, ob Bernstein hilft, deswegen hilft er. Was ist denn das bitteschön für eine verdrehte Argumentation? Wenn Bernstein so toll wirken würde, dann hätten doch zumindest die Hersteller der Ketten ein Interesse daran, eine Studie in Auftrag zu geben, oder nicht? Oder sind das alles ganz liebe, uneigennützige Firmen, die sicher gar nicht auf gar keinen Fall davon profitieren, dass sie im Gegensatz zur Pharmaindustrie gar keinen Wirkungsnachweis bringen müssen?

    Mal abgesehen davon haben Studien beispielsweise belegt, dass eine gewisse abstoßenden Wirkung von Schwarzkümmelöl ausgeht. Der Markt an künstlichen Mitteln ist trotzdem nicht eingebrochen, ebensowenig durch die Studien, die Nachweisen, dass Kokosöl eine leichte Wirkung hat.

    Deine Beobachtung zählt maximal als anekdotische Evidenz und steht im Kontrast zu mindestens genausovielen Kontrabeobachtungen, dass Bernstein Null komma Nüsse bringt.

    Ich habe mit Gina gottseidank gar keine Ungezieferprobleme. Unser letzter Rauhaarpodenco war allerdings ein Zeckenmagnet, bis wir ihm ein Halskettchen aus rohem Bernstein umgehangen haben. Zwei Wochen später war alles gut, er hat nicht mal einen Floh mehr mitgebracht.

    Bernstein ist verhärtetes Baumharz und riecht auch so. Er reibt sich durch die Bewegung in das Fell ein, und so riecht der Hund für Insekten wie ein harziger Baum. Kein Insekt setzt sich auf einen Untergrund, von dem es annehmen muss, dass der klebrig ist. Es sei denn, es will in ein paar hunderttausend Jahren in einer Vitrine stehen in einem Klumpen Bernstein.

    Wichtig ist, dass man rohen Bernstein nimmt, poliert reibt er nichts mehr ab. Und, dass man zwei Wochen Geduld hat, bis es wirkt.

    Dumm nur, dass Zecken nicht riechen können und mit ihren Sinnesorganen zwar diverse Bestandteile menschlicher und tierischer Ausdünstungen wahrnehmen können, aber kein Harz.

    Wie ehrlich kann ein Verkäufer sein, der nur eine einzige Marke vertreibt? Wenn du bei Pedigree anrufst, und fragst, welches Futter das beste ist für deinen Hund, kriegst du auch sicher voll die tolle Beratung, dass du unbedingt Pedigree füttern solltest.

    Man findet öffentlich keine Preise, daher kann ich nicht beurteilen, wie das Preis-Leistungsverhältnis laut Deklaration aussieht. Als ich mal bei meinem Tierarzt gefragt habe, was ich denn jetzt füttern sollte, habe ich die Kriterien fürs Futter genannt bekommen mit dem Hinweis, dass ich sicher was im Tierfachhandel finden würde, alternativ hätte man in der Praxis auch von Perro, VetConcept oder RoyalCanin Futter, das sich eignen würde.

    Das ist schon was anderes, als: "Dein Hund hat xy Problem? Welches Glück, ich kann dir das beste Futter verkaufen, dass es dafür gibt, und das ist die Marke, die ich zufälligerweise vertreibe!"