Welpen kauft man nur beim Verbandszüchter, in Deutschland ist das der VDH und die ihm unterstellten Rasseclubs. Alles andere ist dämlich.
Ja, die Mixwelpen gehen weg wie die warmen Semmeln, das ist aber kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Problem. Wir sprechen da von Tieren, die häufig von Elterntieren stammen, deren Gesundheit zweifelhaft ist. Was du beim Kauf an Geld sparst, zahlst du später in Tierarztrechnungen.
Ich übersetze mal die Begriffe aus den Anzeigen für dich:
Privatzüchter bedeutet so viel wie: Ich hatte keinen Bock, mich mit Hundezucht zu beschäftigen, vorgeschriebene Untersuchungen machen zu lassen und mich an gewisse Standards zu halten aber ich glaube, meine Hündin ist hübsch und lieb, also hab ich nen Rüden drüber rutschen lassen.
Hobbyzüchter: Jeder VDH-Züchter ist Hobbyzüchter, aber nicht jeder Hobbyzüchter ist VDH-Züchter.
Hunde zur Zucht freigegeben bedeutet: Ich hab entschieden, die können Babys kriegen. Allerhöchstens hab ich den Haustierarzt gefragt, ob der Hund gesund ist.
Züchter, sofern nicht VDH-Züchter: Siehe Privatzüchter.
Natürlich mit Stammbaum: Der Vermehrer weiß, wie man Microsoft Word bedient und kann ein Blatt Papier ausdrucken. (Sofern wir nicht von einem VDH-Stammbaum sprechen).
Und mit Vermehrer ist hier genau das gemeint: Lässt einen Hund über nen anderen rüberrutschen, hat keinen Plan von Genetik, verspricht den Welpenkäufern das Blaue vom Himmel, lässt die Elterntiere maximal beim Haus-TA untersuchen, hat keinen Plan von Aufzucht und verlangt dennoch Geld dafür.
Ich bin so vorgegangen: Ich hab mir die Rasse ausgesucht (In meinem Fall Großpudel). Dann hab ich mir den FCI-Verband meines Landes gesucht, da ich in Österreich lebe, ist das der ÖKV anstelle des VDHs. Der für Pudel zuständige Verein des ÖKV ist der ÖCP. Bei denen habe ich dann die Liste der Zuchtstättennamen bekommen. Dann habe ich zwei Zuchtstätten angeschrieben, ob aktuell Würfe geplant sind. Mit einer Züchterin habe ich dann eine Stunde telefoniert, wir haben uns gegenseitig etwas ausgefragt. Sie wollte wissen, wie ich mir das Leben mit Pudel vorstelle, welche Erfahrungen ich besitze, etc. Ich habe sie nach ihren Zuchtzielen und den Elterntieren gefragt, generell ein paar Fragen zur Zuchtstätte, etc. Da der Wurf bei ihr relativ unmittelbar bevorstand, hat sie gemeint, im Normalfall würde sie mich ja mal einfach so einladen, aber den Umständen entsprechend nimmt sie an, es ist am besten, wenn ich vorbeikomme, wenn die Welpen dann schon da sind. Dann hat sie mich auf die Warteliste gesetzt und als die Welpen geboren waren, habe ich regelmäßig Infos und Bilder bekommen, nach ein paar Wochen durfte ich sie besuchen. Beim Besuch war sowohl mir als auch der Züchterin klar, dass das passt, und ich habe den Welpen reserviert. Ich hab ihn dann noch ein zweites Mal besucht, und mit 9 Wochen dann abgeholt.