Beiträge von Esiul

    Unsere alte Hündin kannte Fuß, Sitz, Platz, Hier, Hopp (aber nur wenns ins Auto ging) und ihren Namen. Ich wollte ihr damals beibringen, Pfote zu geben, hab das aber nach einer Woche üben frustriert wieder aufgegeben. Sie hatte keinen blassen Schimmer, was ich eigentlich von ihr wollte.

    Ich finde es auf beiden Seiten immer absolut faszinierend, wie fürchterlich die Suche für beide Seiten sein kann. Ich bin ja jetzt seit 6 Jahren glücklich bei meiner RB-Besitzerin (auf unterschiedlichen Pferden). Aber was ich in der Zeit schon alles mitbekommen habe: Leute die nicht wissen, wie man reitet, aber auch kein Geld für Reitunterricht ausgeben wollen. Leute, deren Idee von "Reiten" aus Pferd Satteln, auf den Reitplatz gehen und Bildchen für Instagram machen besteht. Leute, die kündigen, weil man bei Schneefall auf der Straße zum Stall etwas mit dem Auto gerutscht ist. Leute die ohne zu fragen anderes Sattelzeug am Pferd montieren, weils ihnen besser gefällt.

    Pferdebesitzer, die 50€ fürs Ausmisten und Putzen "dürfen" haben wollen. (Ich hab immer Reitstunden und Schoki bekommen, dafür dass ich mich um Pensionisten gekümmert habe...)

    Pferdebesitzer, die gern 120€ für einmal die Woche auf einem verittenen Hafi haben wollen.

    Pferdebesitzer, die auf der Suche nach der perfekt sitzenden, super reitenden RB sind, die jedoch bitte keine Turnier- oder Prüfungsambitionen haben darf. Das Pferd ist super fein nach Guru xyz ausgebildet, Kosten für die RB 250€ und Ausbildung beim Guru sollte zusätzlich noch gezahlt werden, wenn sie nicht schon vorhanden ist.

    Pferdebesitzer, die ihren potenziellen RBs vorrechnen, dass man für RU ja auch soundsoviel Geld wöchentlich ausgibt, und sich dann ärgert, warum die RB nicht für 30€ pro Termin auch mal entspannt spazieren geht oder Tüddeltag macht, sondern immer Reiten will.

    Es ist echt ein verdammtes Glücksspiel.

    Mein Rüde scharrt auch gern ausgiebig mit den Hinterpfoten, liegt bei mir am Sofa, macht mir meinen Platz im Bett streitig und geht immer als erster durch die Tür. Ich sage es euch rechtzeitig, wenn die Übernahme der Weltherrschaft durch den Pudel bevorsteht. (Schlimmer als Trump ist er nicht, versprochen.)

    Er hat mich aber noch nicht gebissen. Also, zumindest, solange wir von ernsthaftem Beißen sprechen, dass er mal beim Spielen an der Beißwurst abrutscht und an der Hand mit den Zähnen ankommt, passiert.

    Hier bin ich auch dabei.=)

    Aktuell leider pferdelos.

    Ich liebäugle mit einer RB an einem Springpferd. Müsste dafür allerdings 2 Pferde misten und 100 Euro im Monat wären fällig. Vermutlich insgesamt trotzdem günstig, allerdings bin ich diese Preise/Bedingungen nicht gewohnt. Lese sonst immer nur Kostenbeteiligung ODER Mithilfe im Stall....

    Aber mal, schauen, wenn es mit dem Hü gut passt, wäre es mir das schon Wert.

    Kommt darauf an, was du dafür geboten bekommst und wie teuer es bei dir in der Gegend allgemein ist. Bei uns hier wärs zu viel, wenn es sich nicht um ein super ausgebildetes Pferd mit Möglichkeit zur Turnierteilnahme handelt.

    Bei meinem Hund ist es tatsächlich aus den Augen, aus dem Sinn. Katze im Garten: Auf sie mit Gebrüll. Katze hüpft die Mauer zum Nachbarn hoch: War gerade was? Hase läuft vor uns den Feldweg lang: Oh, das verlangt nach meiner Impulskontrolle. Hase biegt ins Feld ab: Oh, das ist ein interessanter Grashalm. Ein Down ohne Sichtkontakt würde bei dem tatsächlich ausreichen.

    Weshalb hast du den Spaß vier Wochen lang mitgemacht? Ist gar nicht böse gemeint, aber höre besser in Zukunft mehr auf dein Bauchgefühl.

    Kommandos ohne Handzeichen auszuführen ist meines Erachtens nur dann nötig, wenn ich auf eine Prüfung hintrainiere (BH, IBGH, ...), bei der keine Sichtzeichen erlaubt sind. Es macht ja auch gar keinen Sinn: Der Hund gehorcht auf Sichtzeichen, aber kann es noch nicht auf Hörzeichen, und das ist dann Dominanz? Kann nicht ganz hinkommen, das hast du selbst ja auch ganz gut erkannt. Der richtige Weg ist das Einführen des Hörzeichens und das Ausschleichen des Handzeichens. Bleiben erreicht man, in dem man die Zeit bis zur Bestätigung hinauszögert oder mehrere Leckerlies gibt. (Ich habe bei meinem z.B. direkt für das Platz bestätigt, wenn er liegen geblieben ist, dann gabs gleich nochmal eines und ein Auflösungswort einführt, bevor der Hund selbtständig aus der Übung geht.

    Beruhige dich. Dein Hund ist erst 19 Wochen alt und das waren "nur" vier Wochen, das kriegst du wieder gerade gebogen. Wenn es mein Hund wäre, dann würde ich jetzt einfach mal eine Pause vom "Platz" üben nehmen, oder brauchst du das Kommando für irgendeinen Zweck dringend? Und in ein, zwei Wochen kannst du ja spielerisch wieder damit anfangen, ohne Druck und ohne "das muss jetzt klappen". Nimm generell deinen Anspruch raus, der ist doch noch so jung, der muss noch nicht Sitz, Platz, Rolle, Handstandüberschlag und Klavierspielen können. Ich würde sagen, ein Hund mit 5 Monaten sollte seinen eigenen Namen kennen, vielleicht die Basics der Leinenführigkeit, idealerweise pinkelt er mir nicht mehr ständig ins Haus und lernt die Sachen kennen, die ich später brauche. Was soll der jetzt mit einem Dummy anfangen? Klar, wenn man einen Retriever hat und den später im Dummysport führen will, dann fängt man sicher schon mal an das Alter angepasst und spielerisch damit an, ein bisschen zu üben.

    Ja, du hast alle Zeit der Welt. Und geh da nicht mehr hin.

    Unsere Nachbarskatzen haben uns immer recht elegant in den Garten gekackt, da war eine Rasensprenkelanlage mit Bewegungsmelder ganz hilfreich. Geht im Keller zwar schlecht, aber möglicherweise vorm Fenster?

    Garfield will heute Körperkontakt, und zwar durchgehend und vollflächig. Morgens war er schon in Kuschellaune, aber das ist er ja öfter. Im Verein habe ich es noch für etwas seltsam gehalten, dass er mich durchgehend berührt hat im Fuß. Sein Vorsitz hätte mir dann fast die Kniescheiben rückwärts rausgeschossen, die 29kg Hund sind nämlich ohne signifikant erkennbares Bremsmanöver in mich reingerasselt. Als ich mich eben aufs Bett gesetzt habe, kam er frontal auf mich zu, hat mir seine Schnauze auf die Brust gesetzt und dann sein Gewicht soweit wie möglich nach vorne verlagert. Jetzt liegt er quer über meinen Oberschenkeln. Höre ich auf zu streicheln, kriege ich seine Pfote ins Gesicht gehauen. Wer hat eigentlich gesagt, dass man eine Katze halten soll, wenn man einen komplett selbstbezogenen Egomanen als Haustier haben will?

    dragonwog


    Dir kann gerne scheinen, was Dir scheinen mag und Dir persönlich gut tut.

    Anpacken kann man auf vielerlei Weise. Auch komplett ohne Hundekontakt. Und Fähigkeiten kann man erwerben. „Wenige“ sind immer noch mehr als eine Handvoll.

    Naja, wie sieht für dich anpacken ohne Hundekontakt aus? Geld spenden? Das hat im Fall der Höllenhunde ja anscheinend das Problem noch verschlimmert. Zwecks Fähigkeiten erwerben: Ich bin nicht der Ansicht, dass jetzt jeder sein Leben für Hunde opfern muss, um die Situation zu kritisieren. Ich würde das auch in meinem Ehrenamt so sehen, wenn wir Scheiße bauen würden und dann Kritik kommen würde, würde ich mich auch nicht hinstellen und sagen: "Ja, warum stehtst du nicht x Stunden die Woche bei uns im Verein und hilfst aus?" Nein, sorry, so geht das nicht. ICH habe mich entschieden, etwas zu machen, wenn auch aus "edlen" Motiven, also hab ICH auch dafür zu sorgen, dass ICH das vernünftig mache. Und wenn es so daneben geht wie bei den Höllenhunden, dann gehört mir der Kopf gewaschen, weil andere Lebewesen (bei mir wärens andere Menschen, bei ihr Hunde) darunter leiden müssen.