Danke für die überraschend netten Antworten! Ich hätte ja jetzt total mit "Haben wir dir ja gesagt du blöde Kuh" gerechnet.
Nein, die Leute hier haben alle Hunde und wissen, wie man erzieht. Machst du Müll, hagelts Korrekturen, machst du Schritte in die richtige Richtung, bekommst du ein Leckerlie. 
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Theoretisch weiß ich natürlich, dass Zeus noch immer der selbe Hund wie gestern ist. Aber praktisch habe ich ehrlich etwas Angst. Nicht um mich, aber um andere. Bis jetzt hatte ich ja ein gewisses Selbstvertrauen, weil ich alles einfach komplett verharmlost habe und die Realität nicht sehen wollte. Aber jetzt, nach der harten Einschätzung der Trainerin ist mir plötzlich so richtig bewusst, dass ICH dafür verantwortlich bin, dass niemand zu Schaden kommt. Und wenn man dann auch noch gesagt bekommt, dass man nicht wirklich geeignet ist verunsichert das total. Ich bin jetzt schon nervös, wenn ich an den nächsten Spaziergang denke.
Natürlich fühlt sich das nicht schön an, aber für deine Umwelt ist es hundertmal besser so, wie es jetzt ist. Zuvor wart ihr eine tickende Zeitbombe, jetzt weißt du wenigstens um sein Potenzial. Alleine dass du jetzt weißt, dass er Potenzial hat, macht dich schon einen ticken geeigneter, als du es vorher warst.
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Was mich zusätzlich beunruhigt ist, dass die Trainerin meint, dass diese "versehentlichen" Zwicker in die Hand, gar nicht so versehentlich sind, sondern dass Zeus mich maßregelt, weil ich mich "einmische". Ich glaube das wurde hier im Thread auch schon angesprochen.
Hier wird sie dir hoffentlich weiterhelfen können. Auch hier: Jetzt weißt dus ja und kannst die Situation besser einschätzen. Auch wenn du jetzt mehr verunsichert bist als zuvor, hast du trotzdem bessere Chancen als vorher. Stell dir nur vor, wo das hinführen hätte können, wenn du "Blödes Forum, ich brauch keine Trainerin" gesagt, dich ausgeloggt und einfach weitergemacht hättest wie bisher. 
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Und natürlich tut es weh zu hören, dass der Hund, den man kennt seit er ein Baby ist sich so gar nicht an einem orientiert und einen eher als „unnötiges Anhängsel“ an der Leine sieht.
Heißt ja nicht dass er dich nicht mag - nur dass er dich nicht als Führungsperson ansieht. Und daran kann man ja arbeiten (auch wenns ein steiniger Weg sein wird für euch.)
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Ich bin gerade am überlegen ob ich Zeus packe und ein paar Tage zu meinen Eltern ziehe. Die wohnen ruhig, haben Haus und Garten und ich könnte verhindern, dass Zeus ständig reagieren muss.
Hört sich nach einer guten Idee an.
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Der Gedanke Zeus abzugeben bricht mir das Herz, weil er ja zuhause, bei mir immer noch der knuddlig, süße und nette Hund ist. Aber der Gedanke, dass ich das alles nicht hinkriege und jemand vielleicht schwer verletzt wird, macht mir einfach auch riesen Angst.
Ist alles gerade doof und mein Kopf ist gerade zu voll um vernünftige und klare Gedanken zu fassen.
Lass dir Zeit, probiers erstmal aus - die Trainerin klingt fähig, auch wenn es dich erstmal fertig macht. Denke daran, eine Sache hast du schonmal absolut richtig gemacht: Du hast dir kompetente Hilfe geholt. Du sicherst deinen Hund jetzt richtig. Für jetzt ist es vielleicht erstmal am Besten, wenn du nicht den Berg, der noch vor dir liegt, betrachtest, sondern dich einfach mal auf den nächsten Schritt konzentrierst. Also auf den nächsten Termin. Dann auf die Aufgaben. Und so weiter... Deine Trainerin klingt wirklich nicht wie jemand, der dir nicht sagen wird, wenn es aussichtslos ist.