Beiträge von Esiul

    Das Programm habe ich überlesen. Mein Hund, der wirklich super durchtrainiert ist, geht etwa 2mal pro Woche ausreiten (aber nicht unbedingt immer 10km), ab und zu am Berg (Wandern oder Skitouren) und hoffentlich ab nächstem Frühling wieder 1mal pro Woche Hundesportplatz für den Kopf. Im Frühjahr habe ich das Reiten teilweise durch Radfahren ersetzt, weil bei unst aufgrund von Corona ausreiten nicht erlaubt war. Er ist jetzt vier und weit weg von körperlich kaputt. In den Wochen, in denen kein Berg am Programm steht, würde er auch locker 1-2 Joggingrunden mitmachen, aber Hunde brauchen, insbesondere nach anstrengenden Touren, auch mal 1-2 Tage wo es nur super-gechilltes Gassi gibt und sonst nichts.

    Edit: Und natürlich kann man auch ab und an mal eine richtig anstrengende Woche mit 4-5000 Höhenmetern im Tiefschnee einbauen, aber das ist halt nicht das regelmäßige Programm, sondern das sind Ausnahmen, die vielleicht 3-4mal im Jahr vorkommen.

    Manche Hunde empfinden das auch als hündische Qualitätszeit. Klar, der beschriebene Wochenablauf ist jetzt übertrieben, aber gerade bei komplizierteren Bergtouren blüht meiner ähnlich auf, wie am Hundesportplatz. Suchen nach der korrekten Route und harte Steigungen klettern findet der so richtig geil. Begleitung beim Ausreiten ist im Grunde nichts anderes als lange Spaziergänge, nur halt mit Pferd.

    Bei sehr lauffreudigen Rassen mag das ja sein. Aber die werden ja bisher alle ausgeschlossen :verzweifelt:

    Alle anderen Hunde, die ich kenne, würden irgendwann den Vogel zeigen, wenn sie nie in ihrem Tempo unterwegs sein dürfen. Und ausreichend Ruhephasen wollen die halt auch.

    Weshalb sollte ein Hund beim Ausreiten nicht in seinem Tempo unterwegs sein können? Der schnüffelt, markiert, schließt wieder auf, läuft vor, wartet, rennt bei den Galoppstrecken mit, dann hat er wieder Zeit zum schnüffeln...

    Das ist ja eh die generelle Frage:

    Wenn jeden Tag gejoggt und am Pferd mitgelaufen werden soll und Fr-So immer wandern gegangen wird, fänd ich das ebenfalls für jede Rasse krass. Und frage mich auch, wofür der Hund dann her soll, wenn er so wenig Qualitätszeit bekommt, Hundedinge zu tun.

    Manche Hunde empfinden das auch als hündische Qualitätszeit. Klar, der beschriebene Wochenablauf ist jetzt übertrieben, aber gerade bei komplizierteren Bergtouren blüht meiner ähnlich auf, wie am Hundesportplatz. Suchen nach der korrekten Route und harte Steigungen klettern findet der so richtig geil. Begleitung beim Ausreiten ist im Grunde nichts anderes als lange Spaziergänge, nur halt mit Pferd.

    Ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr keinen "aktiven" Hund braucht, um euer Pensum an Wanderungen zu schaffen. Auch wenn der Pudel raus ist - guck mal auf mein Profil- und Titelbild... 2000 Höhenmeter sind für den übrigens Frühstück. Der kommt nach neun Stunden vom Berg runter und springt erstmal über den nächsten Zaun vor lauter Freude. Körperlich solltet ihr einen Hund wählen, der nicht schwer und behäbig gebaut ist, der Charakter ist aber viel wichtiger. Ein guter Berghund muss Freude an ausdauernder Bewegung haben, maximal kontrollierbaren Jagdtrieb (ein Hund, der beim ersten Murmeltierpfiff an der nächsten Wand Suizid begeht, ist sehr ungünstig) und nicht allzu reizoffen sein. Wenn man auf Hütten übernachten möchte, ist eine gute Verträglichkeit mit anderen Hunden und Menschen auch unbedingt wichtig.

    Mein Tipp: Fragt hier etwas nach, wie die einzelnen Rassen so drauf sind. Ich kenne zu viele Leute, die sich einen Husky angeschafft haben, als Skitourenbegleitung. Nur ist es halt scheiße, wenn der Hund die ganze Skitour angeleint gehen muss, weil er sonst erstmal zwei Stunden jagen geht, und zwar ohne sein Herrchen.

    BTW: Weil hier geschrieben wurde, bei 25km und 1000hm würde man keinen einfachen Begleiter mehr sehen: Ein GP zählt zu den Begleithunden und ist in meinen Augen die geilste Rasse ever für den Job.

    Bei mir weckt der Artikel etwas abwegige Assoziationen. Ich weiß, man soll Menschen und Hunde nicht vergleichen, aber irgendwie kann ich mir nicht helfen. Mein Hirn zieht nämlich beim Lesen dieses seltsamen VB-Facebookposts Parallelen zu der Paris-Hilton-Doku, die vor nicht allzulanger Zeit auf Youtube veröffentlicht wurde. Die gute Frau hat man im Teenageralter wohl in diverse Bootcamps gesteckt, in der Hoffnung, sie auf diese Weise gefügig zu kriegen. Das Ergebnis: Ein 18-jähriges Mädl, das kein Gefühl für persönliche Grenzen hatte, alles im Tausch für Zuneigung getan hätte und ein Sextape, dass durch die beiden ersten Punkte bedingt entstand.

    VB steckt ihre Hunde "in den Matsch" und wenn die dann fertig damit sind, lassen sie sich artig streicheln und kuscheln vom Team...

    (Die Doku finde ich übrigens sehenswert. Hätte nie gedacht, dass ich jemals Mitgefühl mit Paris Hilton haben würde.)

    Ich war gerade in einer Videokonferenz und plötzlich dringen scharrende Geräusche aus meinem Wohnzimmer zu mir vor. Es ist mir noch nie zuvor so schwer gefallen, mich auf mein Gegenüber zu konzentrieren und Fragen zu beantworten. Als ich dann Zeit hatte nachzusehen, lag der Hund wieder komplett entspannt am Teppich. Ich habe absolut KEINEN Plan, was er gemacht hat, aber ich schätze im Laufe des Tages werde ich noch herausfinden, was da heute gelaufen ist.