Beiträge von Esiul

    Nach zwei Monaten professionellem Beritt hat der Probleme in Trab und Galopp am Zirkel? :denker:

    Also klar ist ein Pferd nach so kurzer Zeit erst am Anfang, und vielleicht bin ich etwas verwöhnt vom Tinkertier, aber so grundsätzlich konnte die nach zwei Monaten in der Bahn alle drei GGA, trotz Wald- und Wiesenberitt meinerseits.

    Er hat sich eh im Grunde selbst wiedersprochen, weil: "Da Türk konn wenigstns deitsch ren"

    Anderer Dialekt, ähnliche Wirkung: Unser lokaler Dönerverkäufer hat uns mal gefragt, woran man den Unterschied zwischen einem Türken und einem Österreicher erkennen würde. Auf ratloses Schulterzucken unsererseits die Antwort: Der Türke spricht wenigstens deutsch!

    Ich würde da wohl eher bei den 2000 liegen. Verknöcherung vorne ist schonmal ein gesundheitlicher Fehler. Wenn er auf dem Zirkel Probleme hat, ist er in der Ausbildung wirklich nicht weit, da steckt man noch einiges an Arbeit rein. (Etwas) kopfscheu und unerzogen runden das Bild ab, für 3-4000€ krieg ich, wenn ich nicht gerade bei den Warmblütern oder Moderassen schaue, ein solides Freizeitpferd.

    Mal eine ganz andere Frage: Hat hier jemand Erfahrung mit im Grunde komplett fehlender Muskulatur? Hintergrund: Eine Freundin von mir überlegt eine Stute zu kaufen. Gutes Papier, toller Charakter, 11 Jahre alt, gesund, roh - wurde bisher nur als Zuchtstute verwendet. Sie hat mir Fotos und Videos geschickt, hübsches Pferd, aber sieht von der Bemuskelung her fürchterlich aus. Der Rücken sieht in Ordnung aus, der hängt auch nicht durch, aber Muskeln an Rücken oder Hinterhand - Fehlanzeige. Und der Bauch, wie soll ichs sagen, so dermaßen schlaff und hängend sah meine Stute nicht mal im hochträchtigen Zustand aus. Jetzt ist sie am Überlegen, denn das Pferd sagt ihr zu, aber sie macht sich Sorgen, ob man da überhaupt eine tragfähige Muskulatur aufbauen kann...

    Ich mit 7 Jahren: "Pferde sind sooo schöne, elegante Tiere. Wenn ich groß bin, will ich ein eigenes Pferd."


    Mein Pferd, jetzt wo ich groß bin:

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    So elegant... =)

    Naja, was heißt "Problem"-Aussie? Einen kenne ich, da bin ich mit der Besitzerin befreundet, der läuft außerhalb des Hauses nicht ohne Maulkorb, aus Gründen. Der wird aber so umsichtig geführt, dass man ihn für einen netten Familienhund halten könnte, wäre da der Hamsterkäfig im Gesicht nicht. Mit Hunden übrigens absolut unproblematisch. Einen anderen kenne ich vom Spazierengehen, ein Leinenpöbler vor dem Herrn, kann aber gut sein, dass der sonst nett ist. Den dritten hab ich nur zweimal gesehen, der hat aber beim zweiten Mal direkt ohne für mich ersichtlichen Grund meinen angeleinten Hund attackiert. Und mein Lieblingstierheim hat gerade einen Aussie, der noch nicht zur Vermittlung steht - aus Gründen.

    In den richtigen Händen sicher tolle Hunde (wie doch eigentlich jede Hunderasse), aber hier sehe ich keinen.

    Ich glaube, das kommt auch dadurch, dass sich momtenan leider viele Leute Welpen anschaffen, denen scheinbar nicht bewusst ist, dass es sich um Lebewesen handelt und nicht um Stofftiere. "Hilfäh, mein Welpe hüpft herum, kläfft und beißt! Ich trainiere seit 1,5 Wochen und er ist noch nicht stubenrein. Ich sperre ihn schon in eine Box, aber er kommt immer noch nicht zur Ruhe und schläft keine 20h, sondern knabbert sein Kissen an. Wo ist eigentlich der eigebaute Rückrufknopf? Ich dachte, das ist selbsterziehend?" Solche Erwartungshaltungen kann halt nicht mal ein Labbi befriedigen.

    Was mir bei dir auffällt: Du bist sehr auf Züchter in der Umgebung fixiert.

    Das kommt einfach nur daher, da mein Bruder mehrmals zum Labradorzüchter gefahren ist, bevor er den Welpen abholen konnte. Er hatte von mehreren Terminen gesprochen, bei denen sich der Welpe an das neue Herrchen gewöhnen sollte. Wenn es nur darum geht, den Hund abzuholen, würde ich auch eine weitere Strecke in Kauf nehmen.

    Also dafür, dass sich der Hund an den neuen Besitzer gewöhnt, müsstest du wirklich oft hinfahren, und selbst dann ist der Erfolg und die Sinnhaftigkeit fraglich. Du wirst genug Zeit zum Kennenlernen haben, wenn der Hund erstmal bei dir ist. Ich war zweimal vor Abholung bei der Züchterin, Welpenkuscheln ist ganz nett, aber eigentlich kann man sich das auch sparen, wenn man einen guten Züchter hat, dem man vertrauen kann. Viele Leute lernen den Hund tatsächlich erst bei Abholung kennen.

    Was mir bei dir auffällt: Du bist sehr auf Züchter in der Umgebung fixiert. Ich an deiner Stelle würde eher darauf achten, einen guten Züchter auszuwählen, der auch im Verband züchtet, dafür sollte es einem dann auch wert sein, mal ein paar Kilometer zu fahren. Die Züchterin meines Hundes wohnte 2,5h von mir weg und jeder einzelne Kilometer war es wert. Zumindest die Flat Coatet Retriever sind glaube ich nicht wirklich ruhiger als die Labbis. Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass du mit einem gut gezogenen Show-Labrador wahrscheinlich ganz glücklich werden würdest, wenn du nicht die Erwartungshaltung an den Hund stellst, dass er perfekt sein muss und gerade als Junghund auch mal wild sein darf. Ich habe die sowohl im Verein als auch draußen als total angenehme Hunde kennengelernt.