Beiträge von Esiul

    Der Hund gibt mehr Gas, wenn das Pferd zu nahe kommt, ansonsten bremsen entweder Pferd oder ich. Ich lasse ihn aber nie in ihre Reichweite kommen, denn wenn sie in Fahrt ist, neigt sie dazu, ihre zickige Seite auszupacken.

    Edit: Am Video mach ich allerdings genau gar nichts mit den Zügeln - Handy halten war kompliziert genug, da hab ich sie einfach am lockeren Zügel galoppieren lassen, wie sie wollte. |)

    Man merkt doch nach 2-3 Stunden, ob der Weg, den einem der Trainer vorgibt, Fortschritte erzielt oder nicht? Und wenn das dann nicht passt, dann wechselt man halt. Wie kann man so viele Stunden nehmen, dass man über 1000€ kommt und erst dann merken, dass es nicht passt?

    Lass dir hier einen Trainer empfehlen (also frag einfach ganz nett nach, ob jemand jemanden mit entsprechender Erfahrung in deiner Umgebung kennt) und such dir nicht den erstbesten, der dir über den Weg läuft. Wo hast du dich denn über Trainer informiert?

    Hast du schonmal was von gekauften Rezensionen gehört?

    Dann trag oder fahre sie zum Wald...

    Dieses 8 Wochen Training kenne ich, das ist dafür geeignet, um es entweder seeehr viel langsamer anzugehen oder sich den Welpen zu versauen. Ich habe auch nicht nichts mit dem Hund gemacht, und Fuß, Sitz, Platz, etc. wurden auch schon langsam in einigermaßen jungem Alter aufgebaut. Ich habe ihm auch regelmäßig neues gezeigt, aber dabei muss man trotzdem darauf achten, dass das ein junger Hund ist - der muss noch nicht so viel können. Und um später entspannt Zug fahren zu können, muss sie keine hundert Kommandos kennen.

    Du sollst nicht den Hund dafür abstrafen, dass du gefrustet bist. Wieso kann sie weniger freilaufen, wenn du nicht eine Stunde lang am Stück mit ihr rausgehst? Klar muss sich ein junger Hund auch mal frei bewegen können.

    Ganz nüchtern betrachtet ist die Faktenlage wie folgt:

    1. Ihr habt einen Welpen einer aktiven Rasse, der sich entsprechend verhält.

    2. Mit dem Welpen gibt es ein paar Problemchen und irgendwas passt vermutlich in der Kommunikation zwischen euch und dem Hund nicht 100%ig.

    3. Ihr wollt, dass der Hund später Aufgaben übernimmt, quasi "Assistenzhund light".

    4. Assistenzhunde ausbilden ist komplex, nicht umsonst gibt es spezialisierte Trainer. Wenn das jeder, der schonmal Hunde hatte, einfach so könnte, würde da keiner die Menge Geld ausgeben.

    5. Selbst ohne geplante "Zusatzfunktionen" nehmen sich viele Leute Trainer oder gehen zumindest in einen Verein.

    6. Alleine mit Forentipps werdet ihr nicht weiterkommen, vor allem, wenn ihr "Zusatzfunktionen" ausbilden wollt, wenn es schon an den Basics fehlt.

    Das ist, als ob ich, die sich jetzt ein passabel ausgebildetes Wald- und Wiesenreitpferd mit grundsätzlichen Dressurkenntnissen ausgebildet hat, vornimmt, jetzt den nächsten Dressur-Europameister auszubilden - und zwar ohne Trainer, weil mir der zu teuer ist. Ich werde genau nirgendwohin kommen.

    Das ist kein Problemhund, das ist ein Welpe. Ich habe den ruhigsten Hund aus dem Wurf genommen und trotzdem hat der mich in die Hände gebissen und meine Finger im Training dermaßen angeknabbert, dass mir die Tränen gekommen sind. Der muss erst Lernen, das er das nicht soll. Mit dem Hochspringen ist es dasselbe. Auch bei einem Pudel sind Assistenztätigkeiten nicht ab Werk eingebaut. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber z.B. bei Blindenhunden ist es doch auch so, dass die erst einmal ein Jahr in einer Pflegefamilie eine ganz gewöhnliche Grunderziehung genießen, bevor sie dann in Ausbildung gehen - die Zeit solltet ihr vielleicht eurem Junghund auch geben.

    Positiv fällt mir auf, dass sie viel zum Ruhen und Schlafen kommt. Die eine Stunde würde ich aber auch aufteilen auf 2-3 kürzere Runden und kurze Gassigänge zum Lösen zwischendurch.

    Zur Züchterin: Möglich ist vieles. Allerdings: Das ein Welpe anfangs im neuen Zuhause eher unsicher ist, würde ich jetzt nicht als komplett unnormal abstempeln. Meiner hat sich auch beim ersten Besuch am Trainingsplatz erstmal unter die A-Wand gesetzt und aus sicherer Entfernung zugeschaut. Vielleicht solltest du dich auch mal selbst an der Nase nehmen und dich fragen, ob du nicht Fehler gemacht hast / immer noch machst? Aus dem Wurf meines Hundes gingen auch Geschwister als Assistenzhunde weg, und da wurden bewusst die aufgeweckteren, verspielteren ausgewählt. Vielleicht hast du auch von (Assistenz-)Hundeausbildung nicht genügend Ahnung und der Hund wäre in den Händen des richtigen Ausbilders hochbegabt.