Beiträge von Esiul

    Als wir unseren Steg in Österreich abgeholt haben, war da auf dem Platz gerade BH Training, da hab ich nicht schlecht gestaunt, was an Hilfen erlaubt war oder z.B. dass der HF in der Abblage beim Hund bleibt. Also, die Anforderungen scheinen da recht unterschiedlich zu sein. Und ja, das war nicht "Hundefüherschein" (das hätte dann bei uns so ausgesehen), sondern laut Verein, ist das da so die off. Prüfung :ka: (Österreicher dürfen mir gerne widersprechen)

    Aber davon hängt es ja auch ab, was der Hund wann kann (können sollte), zusätzlich die Rasse-Veranlagung und wie viel Energie man da rein steckt, wenn der Hund einem nicht eh schon viel schenkt.

    Wird vermutlich die BH nach ÖPO gewesen sein, nicht nach IPO.

    Die ÖPO ist auch offiziell, aber eben nur beim ÖKV und dann nicht international anerkannt. im ÖPO ging es meines Wissens nach auch schon ab 12 Monaten.

    Jup, ÖPO-BH ab 12 Monaten, und der Unterordnungsteil ist mittlerweile echt quasi nichts mehr. Sollte ich irgendwann nochmal einen Hund ausbilden, will ich die IPO-BH laufen, bringt mir zwar nix, aber fühlt sich nicht ganz so nach Dahingewurschtel an.

    Ich will nur kurz noch etwas zum "der Hund kannte das Kommando "Körbchen" schreiben:

    Mein Hund kann eine gesamte IBGH-3 laufen. Der ist vernünftig ausgebildet, kennt jedes Kommando und macht alles. Wenn du mir sagst: Du musst morgen eine IBGH-3 laufen, sonst nehm ich dir deinen Hund weg, muss nur noch ICH die unterschiedlichen Varianten wieder auswendig lernen und der Hund ist startklar. MIT MIR!

    Wenn ich dir meinen Hund in die Hand drücke und dich dazu auffordere, jetzt das Prüfungsschema mit ihm zu laufen, wird er vielleicht ein paar Übungen machen, weil er dich sympathisch findet und es Menschen meistens recht machen will, aber du wirst wahrscheinlich durchfallen. Selbst wenn du alle Varianten der BGH-3 im Traum laufen könntest. Ja, er kennt alle Kommandos. Nein, das bedeutet nicht, dass er sich von jedem führen lässt. Ja, vielleicht wird er "Sitz" ausführen, wenn du ihm das sagst. 1, 2, oder 3mal. Nein, er wird es nicht zuverlässig jedesmal machen, eventuell wird er schon beim zweiten mal einfach "Nö, jetzt gerade nicht" sagen - schließlich habt ihr das ja nie gemeinsam trainiert.

    Würde dein Ziel sein, mit meinem Hund eine Prüfung zu laufen, müsstet ihr gemeinsam trainieren, bis mein Hund die Kommandos auch für dich ordentlich umsetzt. Das würde zwar nicht so lange dauern, wie es dauert, einen Hund, der das Konzept nicht kennt, neu auszubilden, aber du würdest weder heute, noch morgen, noch nächste Woche startklar sein. Vielleicht übernächste, wenn du wirklich fleißig trainierst, mein Hund ist wirklich nett, menschenfreundlich und motiviert.

    Nur weil der Hund jetzt bei dir wohnt, heißt das nicht, dass er alles für dich macht, was er vorher für die Pflegestelle an Kommandos ausgeführt hat. Vielleicht kennt er wirklich den Befehl "Körbchen" zuverlässig - BEI DER PFLEGESTELLE!

    Wenn du dir noch einmal einen Hund holst, dann geh bitte nicht davon aus, dass der alles bei dir kann, was ihm vorher beigebracht wurde. Und nur, weil er es einmal für dich ausführt, heißt das nicht, dass er es jetzt zuverlässig für dich macht und du das nicht trainieren brauchst.

    Und im gleichen Bereich weiter: Das gleiche Prinzip gilt auch für Orte. Nur weil der Hund im Wohnzimmer das Kommando "Platz" 20 mal ohne zu zögern befolgt hat, bedeutet das nicht, dass er es im Wirtshaus auch genauso ausführen kann. Auch das ist Trainingssache.

    Hast du jemanden zum Reden? Ich denke, wenn du vielleicht mal in einem pesönlichen Gespräch deine ganzen "Stresspunkte" aussprechen könntest, würde das dich etwas beruhigen und möglicherweise könntest du auch wieder eine realistischere Sicht auf deine Situation bekommen.

    Falls das zu wenig ist, würde ich mir an deiner Stelle eventuell auch professionelle Hilfe suchen.

    Jetzt hat sie sich trotz meiner Anwesenheit schon zweimal selbst gestochen! Wie würde das hier nur ohne mich aussehen...

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    Es gibt ja Leute, die Rollkur reiten. Ich reite den-Gaul-vom-Grasen-abhalten. Es gibt auch Leute, die vertikal reiten. Ich reite die-Pferdenase-von-Bäumen-und-Büschen-fernhalten.

    Ja, der Ausritt war heute anstrengend. Wenn nicht bald der Weg freigeschnitten wird oder die Koppelsaison so richtig losgeht, krieg ich hier bald Oberarme wie Anky. Wetterbedingt sind wir immer noch in der Anweide-Phase und bei 24/7 Heuzugang ist so ein Pferd natürlich sehr ausgehungert.

    Mal aufs positive fokussiert: Kannst du denn in irgendeinem Bereich eine winzige Veränderung zum positiven feststellen, seit er bei euch ist? (Nicht mal unbedingt in den Problembereichen, es kann irgendwas sein.)

    Eine Vereinskollegin von mir hat gerade auch ein kleines Angsttierchen aus dem Tierschutz. Wenn du die heute kennenlernst, hältst du das für eine absolute Vollkatastrophe. Nur: Der Hund war vor einer Woche noch vollkatastrophiger. Und die Woche davor war noch schlimmer. Etc. Bei der geht es langsam, aber stetig bergauf.

    Das soll jetzt nicht als Druck auf dich wirken, falls noch alles so ist wie vor einer Woche, sondern eher als Aufmunterung, dich, auch wenns momentan unfassbar schwierig ist, mal zu fragen, ob es auch Positives zu berichten gäbe, einen kleinen Sonnenstrahl durch die Wolken, der auf winzige Schritte richtung Verbesserung hinweisen könnte. Wie gesagt, falls keinerlei Veränderung zu sehen ist: Der Hund ist erst seit einer Woche bei dir, da kann man noch nix Großartiges erwarten.

    Für das Problem mit "Hund gestaltet Wohnung um" würde ich auch einfach einen Schutz empfehlen. Ich hatte, als mein Hund noch ein Welpe war, alles mit Kaninchengehege-Gittern zugestellt, die bei uns zuhause herumlagen. (Je nachdem was man zuhause hat oder günstig besorgen kann, geht auch alles andere, mit dem man Hunde von Schränken, Kästen und anderen Bereichen abhalten kann.) Ich hatte damit sowohl einen Bereich für die Nacht neben meinem Bett abgezäunt, damit mir Welpi nicht in der Nacht unbemerkt Blödsinn machen geht, als auch sämtliche Bücherregale und Kästen abgesperrt. Stilvolle Einrichtung geht anders, aber es war sehr effektiv darin, meine Habseligkeiten vor dem Welpen zu schützen und ihm gleichzeitig Bewegungsfreiheit zu garantieren.

    Der muss die kleine Box nicht unbedingt gut kennen. Mein Hund springt gerne in geöffnete Autos. Egal, ob man den Kofferraum oder die Fahrertür öffnet, Er springt rein. (Ich transportiere ihn aber nie im Fußraum des Fahrersitzes...)

    Eines Tages war ich bei meinen Eltern zu Besuch und mein Vater kam vom Einkaufen nach Hause und wollte die Einkäufe aus dem Kofferrraum holen. Schneller als man ihn davon abhalten konnte, war mein Hund unter der Kofferraumabdeckung zwischen die Kisten gesprungen und klemmte dann da dazwischen fest. Er hat 64cm Schulterhöhe und unter der Abdeckung kann er nichtmal stehen. Ich habe meinen Hund auch noch nie unter der Kofferraumabdeckung oder zwischen Kisten transportiert.

    Der Schäfer einer Bekannten hat auch regelmäßig versucht, in die Box vom Jack-Russel Terrier zu springen (Kasten, Gitter davor, ist eine Autobox, ICH WILL MITFAHREN!)

    Ich würde also gar nicht viel darauf wetten, dass das die Standard-Autobox des Hundes ist, ich könnte mir vorstellen, dass der Ersteller des Videos schon gewusst hat, dass der Hund versuchen wird in jede boxähnliche Form zu gelangen und ihm deshalb fürs Video eine zu kleine Box in den Kofferraum gestellt hat. Wer filmt schon seinen Hund, wie er ins Auto springt, wenn er nicht zumindest erwartet, dass irgendwas passiert?