Solange die in einander verbissen sind, bringen sie sich nicht so schnell um. Beim ineinander Verbeissen, drücken die sich gegenseitig die Luft ab, sowas kann dauern.
Was mich beim Hund der TE verunsichert ist, daß man nichts über die Elterntiere des Hundes weiß und auch nicht die Aufzucht kennt.
Gerade bei diesen Rassen ist es sehr wichtig bei der Verpaarung sehr gründlich zu filtern.
Dann dürfte nie wieder ein Staff aus einem Tierheim lebendig rauskommen. Ich bin wirklich die Letzte, die kein Problem mit den ganzen "Kampfschmuser-Heititeiti-Tanten" sieht. Aber in diesem Fall denke ich nicht, dass die Rasse das große Problem ist. Wäre der Unfall gewesen, wär der Hund vermutlich heute noch freundlich-ignorant bis gut führbar in Hundebegegnungen. Hier gehts definitiv nicht darum, dass Staffs ab einem gewissen Alter meist artgenossenunverträglich werden. Hier gehts um einen Hund, der von einem anderen angefallen wurde und, da er über gewisse vorteilhafte körperliche Merkmale verfügt, in der Lage war, den anderen Hund zu überwältigen. Rassetypisch war nur, dass er es zu Ende gebracht hat. (Also fast, der Hund musste ja noch eingeschläfert werden...) Und jetzt hat er halt entsprechende Probleme in seinem täglichen Leben. Die Abstammung zu kennen, würde dem Hund genau gar nix bringen. Du kannst einen Hund vom supertollen Züchter aus den besten Linien haben, wenn so etwas passiert, kann es dir passieren, dass du dann genauso dastehst wie Sara.
Der Golden Retriever von einem Bekannten hatte ein ähnliches Erlebnis, ein Hund kam aus dem Dunkeln und hat sich in seinem Bein verbissen. Der Goldi ist danach halt nicht nach vorne gegangen sondern hat sich bei gewissen Begegnungen angekackt (im wortwörtlichen Sinne!) vor Panik, sobald er irgendwo einen Hund gesehen hat. Für den Menschen ist das vielleicht einen Ticken angenehmer, weil man nicht so oft die Gefahr sieht, dass der eigene Hund einen anderen schreddern würde, aber von der Grundstruktur ist es doch das selbe. Traumatisches Erlebnis, danach kommen die alltäglichen Probleme.