Kurzes Welpen-Einmal-Eins:
- nur begrenzt Treppen laufen lassen, lieber tragen. Ist schlecht für die Gelenke.
- 5 Minuten Gassigang pro Lebensmonat reichen. also: 2 Monate alter Hund, 10 Minuten Spaziergang
- Besser als echtes Spazierengehen: Irgendwo hinsetzen, Umwelt erkunden und beobachten lassen, das darf auch länger als oben genannte Regel dauern
- Dein Hund kann nichts können. Nicht erwarten, dass er weiß, was "aus" heißt.
- Gewünschtes Verhalten immer fleißig belohnen. Beispiel: Hund macht draußen sein Geschäft, dafür gibts einen Keks. Streicheln wird von vielen Hunden nicht wirklich als Lob anerkannt.
- Impfen lassen, dem Tierarzt vorstellen, es sei denn man ist scharf auf sowas: Welpe treibt uns in den Wahnsinn
- Ruhe, Ruhe, nochmal mehr Ruhe. Ein erwachsener Hund liegt 18 Stunden am Tag irgendwo herum, Welpen sollten noch mehr Zeit zum schlafen, dösen, rumliegen haben
- Liebe und Körperkontakt, aber bitte nicht zwangsbekuscheln
- Die machen das nicht unter sich aus und Welpenschutz gibts auch nicht. Such dir aus, mit welchen Hunden dein Welpe Kontakt haben darf. Idioten darfst du vertreiben und wenn sich dein Welpe fürchtet und sich bei dir versteckt, freu dich darüber, dass er dir vertraut und sorge dafür, dass du dieses Vertrauen nicht enttäuschst. Im Klartext: Halte den anderen Hund von deinem Kleinen fern.
- Der muss nicht in drei Wochen Sitz, Platz und Fuß können. Wichtig ist, dass er sicher in seiner Umwelt wird, dir vertrauen lernt, Beißhemmung lernt und seinen Namen kennt.
- Wenn du was übst, dann nicht zu viel. Überfordere den Kleinen nicht. Je mehr Reize auf ihn einprasseln, desto weniger lang sollte er in einer Situation bleiben müssen.
- Drei-Viermal am Tag füttern, solange er so klein ist. Wasser 24/7 zur Verfügung stellen
- Für Welpen am Besten ein gut passendes Brustgeschirr verwenden, noch kein Halsband. H-Geschirre passen den meisten Hunden, recherchieren, wie es sitzen muss.
- Mindestens neben dem Bett schlafen lassen, wenn nicht im Bett. Wenn der Welpe unruhig wird: Rausgehen.
- Humor haben. Der wird nicht perfekt sein, das meiste wird sich aber von alleine geben. Keine Panik kriegen, nur weil ein Tier kein Roboter ist.
Beiträge von Esiul
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Ich kannte mal einen Schäfer, da haben alle gesagt, dass der nicht in Ordnung sein kann, so wie der läuft. Der wurde durchgeröngt, auf hundert Sachen getestet: Diagnose: Komplett gesund, einfach nur seltsamer Gang. Er wurde auch recht alt. Dagegen habe ich schon so oft von Hunden gehört, die komplett normal gehen, und bei denen dann irgendwann einfach ein Zufallsbefund "HD" rauskommt, die aber trotzdem bis ans Lebensende nie Probleme oder Schmerzen haben.
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Ich finde ja selbst das Modell "zahlen und ausbilden" nicht so schlimm, wenn es einfach passt. Ich habe z. B. eine RB für 70€/Monat, und habe sie wirklich von roh an mitausgebildet, war diejenige, die den ersten Galopp auf ihr geritten ist, usw. Ab einem gewissen Niveau war ich dann die einzige, die sie weiter dressurmäßig gefördert hat, und jetziger Ausbildungsstand sind Seitengänge in allen Gangarten, Schritt-Galopp und Galopp-Schritt Übergänge, wenn ihr Fohlen dann da ist und sie wieder anständig auftrainiert ist, geht es dann laut unserer Trainerin Richtung einfacher Wechsel. Tjo, und für dieses tolle Tier, das eigentlich nur ich am Platz reite, zahle ich immer noch diesen "Bauerntarif". Zusätzlich fühle ich mich wirklich gewertschätzt, die Besi macht mir regelmäßig Komplimente darüber, dass ich super mit dem Pferd harmoniere und sie toll im Griff habe. Passt. Für alle Seiten eine optimale Lösung.
Ganz böse gesagt: Im Bezug auf Kostenbeteiligung hat sich halt für mich eines herausgestellt: Wenn ich eine wirklich gute Reitbeteiligung bin, muss ich mir keine Kostenbeteiligung von 220€ oder mehr geben, ganz egal, was die Besitzer so an Ausgaben haben. Jemanden zu finden, der mit dem eigenen Pferd umgehen kann, ist offenbar deutlich schwieriger, als ein Pferd mit netten Besitzern zu finden. Leute, die einem vorrechnen, wie viel Geld man im Monat ausgeben würde, wenn man zweimal die Woche Reitunterricht auf Schulpferden nehmen würde, und dass man da mit der sauteuren Reitbeteiligung ja immer noch günstiger kommen würde, sind in meinen Augen dann halt auch selber schuld, wenn sich bei ihnen die Leute melden, die nur Reiten wollen und nichts anderes. Wenn ich 20€ pro "Termin" bei meiner RB zahle, habe ich dann vielleicht auch weniger Lust, mal nur eine Runde spazieren zu gehen, weil ich das Gefühl habe, dass das Pferd heute nicht so richtig auf der Höhe ist.
Und ich finde es auch nicht richtig, das Geld 1:1 durch Reittage/Monat dividiert an die RB abzuwälzen. Eine RB hat einfach auch deutlich weniger Rechte am Pferd, darf weniger entscheiden, hat defakto keinerlei Macht darüber, was mit dem Tier geschieht. Es gibt halt einen Unterschied zwischen ein eigenes Pferd haben und MitreiterIn sein, da muss man sich halt auf eine Haltergemeinschaft einlassen, wenn man die Hälfte der Gebühren loshaben will.
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Würdest du mit einem gebrochenem Handgelenk bis morgen warten, um zum Arzt zu gehen? Ehrlich mal, wenn es einen Grund für den Not-TA gibt, dann sind es solche Sachen...
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Das Seresto muss allerdings erstmal ordentlich "einwirken", ich glaube mindestens 48 Stunden, bis die volle Wirkung eintritt. Ist ja schonmal positiv, wenn die Viecher jetzt schon abgeschreckt sind.
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Dann schreibe ich hier auch mal meine Gedanken zum Thema Reitbeteiligung: Wenn sich zwei finden, für die das jeweilige Modell passt, dann bitte sollen sie doch machen... Ich würde mir keine Reitbeteiligung um 200€ oder mehr nehmen, ich hab das Geld einfach nicht. Um das Geld kriegst du hier einen Einstellplatz auch, wenn du nicht auf Halle, Führmaschine und Schicki-Micki bestehst. Wenn jemand sagt, das ist es ihm oder ihr wert, ist das doch ok für beide Seiten, ich würde mich ganz einfach bei einer solchen Anzeige nicht bewerben. Wenn ich mir die Anzeigen durchlese, denke ich mir auch manchmal: Ja, jeden Tag steht ein neuer Dummer auf, Stichwort 60€ Pflegebeteiligung ohne Reiten. (Ich hab mit dreizehn, vierzehn Schokolade und Reitstunden geschenkt bekommen, dafür dass ich mich um die "Pensionisten" gekümmert habe.) Ich denke, als suchende Reitbeteiligung muss man halt auch etwas selbstbewusst sein. Ich bin super-verlässlich, liebe das Pferd, kann vernünftig reiten, bin auch mehr als bereit, Reitunterricht zu nehmen, kümmere mich im Krankheitsfall, mach Urlaubsvertretung, helfe bei anfallenden Stallarbeiten mit, kümmere mich auch um das kranke Pferd, hab Erfahrung und bin ein umgänglicher Mensch. Da wo ich jetzt reite, bin ich auch schon fast fünf Jahre lang, und es passt perfekt für beide Seiten. Ich habe damals selbst eine Anzeige geschrieben, und es waren nicht zu wenige, die jemanden wie mich als RB hätten haben wollen, und das obwohl ich klipp und klar in der Anzeige geschrieben habe, dass ich nicht so viel Geld zur Verfügung habe. Ich erwarte von niemandem, dass er mir mein Hobby finanziert, genauso siehts aber auch umgekehrt aus und ich bin auch keine Gratis-Bereiterin, die zusätzlich noch den Hufschmied finanziert und sich brav rumschubsen lässt, weil sie ja so dankbar ist, dass sie überhaupt Pferdeluft einatmen darf. Ich kann einiges bieten, wem es wichtiger ist, dass die RB zahlungskräftig ist, wird mit mir nicht glücklich werden - wer nicht will, der hat schon. Oder auch nicht, und es handelt sich dann bei jenen Leuten um die, die sagen, dass keine vernünftige RB zu finden ist.

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Pudel darf auch nur im Ausnahmefall mit C gezüchtet werden, da muss sogar ein B mit A verpaart werden.
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Soweit ich mich erinnern kann, ist Jarry (gottseidank) "nur" ein HZ-Schäfer

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Es gibt nicht nur "die Chemiekeule".
Es gibt:
Bravecto
Simparica
Nexgard
Seresto
Scalibor
Advantix
Frontline
Advantage
und sicher noch andere Mittel, die mir gerade nicht einfallen.
Die haben zum Teil verschiedene Wirkstoffe, haben aber gemeinsam, dass sie Zecken überwiegend gut abhalten. Verträgt mein Hund eines nicht oder es wirkt nicht so wie gewünscht, kann ich mir ein anderes aussuchen und das probieren. Wenn mein Hund ohne gut klarkommt, weil ich in einem Gebiet wohne, in dem nicht so viele Zecken leben, mein Hund kurzhaarig ist und ich zweimal täglich absuche, und dabei auch keine Zecken übersehe, dann kann ich den Hund auch ohne Zeckenschutz rumlaufen lassen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich das Recht habe, alle Tierhalter, die lieber auf Nummer sicher gehen, keine Lust zum Zeckensuchen haben oder aus anderen Gründen wie einer Auslandsreise auf eine der "Keulen" setzen, als uninformiert hinzustellen. Wenn Zecken einen Beipackzettel mit Nebenwirkungsbeschreibung hätten, würde sich der deutlich heftiger lesen, als sämtliche Zeckenmittel.Z.B. Simparica:
sehr seltene Fälle von geringgradigen vorübergehenden gastrointestinalen Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall
sehr selten vorübergehende neurologische Symptome
Das wars dann auch schon und "Sehr selten" heißt weniger als 1 Fall in 10.000. Quelle: simparica-epar-product-information_de.pdfZecke:
(aus Mangel an Zahlen habe ich jetzt mal überall "sehr selten" angegeben - entbehrt sich jeder wissenschaftlichen Grundlage, aber damit es vergleichbar aussieht: )Sehr selten Fälle von Borreliose
Sehr selten Fälle von Anaplasmose
Sehr selten Fälle von Babesiose
Und diverse andere, wenn man nur etwas Pech hat.
Wenn eine Zecke ein Medikament wäre, würdest du das an deinen Hund lassen? Ich nicht. -
Wenn er tatsächlich 60kg wiegen sollte, dann würde ich ihn mal auf Diät setzen, dann ist das Tier gleich deutlich leichter.
Der Hund ist ein Balljunkie - gut, das muss man wissen und managen, sprich ihn von Bällen fernhalten. Die Frage, die mir da ins Hirn kommt: Wie sieht es bei deinen Kindern mit Bällen aus? Nicht dass die mal Ball spielen und der Hund rammt den zweijährigen übern Haufen, weil wegen Ball. Mit einem Labbi-Riesenschnauzer-dtDrahthaar-Mix gehört meiner Meinung nach auch irgendwas gearbeitet, wenn ihr darauf Lust habt passt das gut. Den Wachtrieb wird man vermutlich nicht komplett aus dem Tier bekommen, das ist auch eine Sache, da müsst ihr halt wissen, wie sehr es euch stört - also auch eine Managementaufgabe, meiner Meinung nach. Leinenführigkeit kriegt man sicher gut hin, vor allem wenn er eh intelligent ist.
Alles in allem finde ich nicht, dass das mörder-große Baustellen sind, Ballsucht und Wachtrieb sind vielleicht nicht komplett abzustellen. Sozialverträglichkeit: Naja, ein Hundewiesen-Typ wird er wohl eher nicht werden, aber das heißt nicht, dass er nicht auch lernen kann, dass ihm andere Hunde gefälligst am Arsch vorbeigehen zu haben.Ich würde sagen, wenn ihr nicht in einer Gegend wohnt, wo ihr nicht mit den Nachbarn Probleme bekommt, weil ihr einen Hund habt, der regelmäßig bellt oder in einer Umgebung, in der viele unerzogene Tutnixe rumlaufen, die von ihren Besitzern zu jedem Hund hingelassen werden, ihr prinzipiell damit klar kommt, dass es ein bisschen dauern könnte bis der Hund zuverlässigst leinenführig ist, ihr euch vorstellen könnt, mit dem Hund irgendetwas sportlich zu trainieren, und ihr euch imstande seht, Bälle vorerst vom Hund fernzuhalten: Go for it.
