Meine Hündin aus Zypern hat die ersten drei Monate hier schlichtweg verpennt. Von der Familie ausgesetzt auf die Straße, dann irgendwann halb verhungert eingefangen und ab in die Tötungstation, dann von der Tierschutzorganisation da raus zur Tierschützerin mit vielen anderen Hunden im Haus. Dann ging es ab in den Frachtraum vom Flieger und Hund landet bei wieder völlig fremder Pflegestelle. Dann kamen wir.
Ich glaube dein Hund ist einfach froh über Ruhe und regelmäßig Futter. 3,5 Wochen sind eine so kurze Zeit. Er weiß nicht das ihr die neue „für immer“ Familie seid. Ihr seid noch nette Fremde die Futter und einen Schlafplatz in Ruhe und Sicherheit geben, mehr nicht.
Ruhe, Routine und sonst nichts braucht euer Hund. Freut euch doch erstmal das der Hund da ist, gesundheitlich alles gut ist und in einigen Monaten wenn er euch vertraut, könnt ihr mal über größere gemeinsame Unternehmungen nachdenken. Bis dahin lauft die ewig gleichen Runden wo wenig Angstauslöser sind. Auto fahren würde ich wenn möglich später antrainieren. Das ist alles so viel was auf den Hund einprasselt. Da ist erstmal gucken, nicht auffallen und vor allem Schlafen mehr als normal. Meine Hündin hat nach einem Jahr mal so erste Züge ihres Wesens durchblicken lassen.