Beiträge von Selkie

    Für mich ist das Problem mit dem Leistungsgedanken der Grund, keinen Hundesport zu machen. Denn jeder Verein (jedenfalls jeder mir bekannte Verein) will sich auch auf Turnieren präsentieren. Ich will das aber nicht. Ich arbeite gerne auf ein Ziel hin, ich arbeite gerne genau, aber mir fehlt jeder sportliche Ehrgeiz (also der Wunsch das Ergebnis meiner Arbeit zu präsentieren).

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ich bin eh so schlecht, dass mich keiner mit zum Turnier nehmen wöllte - dann bin ich aber auch immer Störfaktor im Training. Will ich nicht. Oder ich bin gut genug, dass der Verein mich gern mit zum Turnier nehmen würde - dann sind die immer enttäuscht, dass ich doch nicht zur Prüfung gehe. Die meisten können es auch nicht verstehen, weil für die ja die Prüfung zum Spaß dazugehört.

    Deshalb mach ich nur Feld-Wald-und-Wiesen-Agility und nebenbei etwas Hausfrauen-Obedience. |)

    edit: Ich finde, dass das Feilen an Obedience-ähnlicher Genauigkeit auch ohne Prüfungsziel Spaß macht. Mich reizt die Herausforderung, nicht die Präsentation.

    Kleine Hunde können niemals einem Menschen so schaden, wie es ein großer Hund tun könnte.

    Ich denke aber schon, dass es einen Unterschied zu einem Staff, Mali oder DSH gibt.

    Können wir mal "klein" und "groß" definieren?

    Auf den Rasselisten stehen Hunde zwischen 35 und 50cm. Die sind allenfalls mittelgroß. Diese Diskussion "aber kleine Hunde sind harmloser" schlägt sich ganz offensichtlich nicht in der gefühlten Gefährlichkeit von Hunden nieder.

    Der Erfolg der neuen Impfung ist durchschlagend. Wo sie vor ein paar Jahren noch jedes Jahr mehrere, oft tödlich verlaufende Fälle hatten, ist jetzt keiner mehr, oder mal ein ungeimpfter Hund.

    Das muss regional sehr unterschiedlich sein. Darf ich fragen, wo du wohnst?

    Die 4 TÄ mit denen ich bisher über Impfen und die Risiken für die Erkrankungen gesprochen habe, haben in ihrem Leben noch keinen an Leptospirose erkrankten Hund gesehen.

    Danke für die Erklärung! Wo du das schon erwähnst. Ist ein Titer von 58 (das war der erste Wert) eher hoch oder eher niedrig einzustufen? Kann es sein, daß sie das schon ewig hat? Mit den "Erregern", wo es eher stumm verläuft? Kann ein stummer Verlauf auch gefährlich werden? Ich weiß, es ist etwas OT, aber du scheinst da etwas Ahnung zu haben.

    So viel Ahnung hab ich gar nicht. Ich weiß nur was ein Titer ist und dass ein Titer steigt, wenn das Immunsystem sich mit dem betreffenden Erreger auseinandersetzen muss. 58 (U/ml?) klingt erst mal nicht viel, aber die "Grenzwerte" sind für jede Krankeit anders, kann also sein, dass so ein Titer bei Anaplasmose schon fast astronomisch ist, kann auch sein, dass es kaum der Rede wert ist. Mit den Massenkonzentrations-Messwerten habe ich überhaupt keine Erfahrung. Die einzigen Infektions-Titer mit den ich schon mal zu tun hatte, waren Leishmaniose-Titer. Der Hund einer Freundin hatte (vor über 15 Jahren) im Schub Titer von 1:500 bis 1:1800. Alles unter 1:50 galt als quasi gesund, weil Leihmaniose nicht aktiv.

    @Helemaus - ausgestorbene Arten und so

    Solange es leichter ist an einen Hund zu kommen als ein Münztelefon in der Großstadt zu finden wird sich das wohl auch nicht ändern.

    Der Vergleich ist unfair. ;) Münztelefone sind die Dinosaurier der Telekommunikation. Da findet man mit viel Glück noch irgendwo in 5-10m Tiefe versteinerte Reste. |)

    Das ist ja sein persönlicher Blog und er kann darauf, sofern es nicht explizit beleidigend wird, schreiben, wie und wozu er Lust hat.

    Da der Blog Teil der Internetpräsenz seiner TA-Praxis ist, erwarte ich mehr Sachlichkeit als dort zu finden ist. Natürlich darf der auch mal seinen Frust rauslassen, aber auf diese Art an dieser Stelle? Ne wirklich nicht. Denselben Inhalt hätte er in sachlichem Klartext formulieren können. Der Frust und das Aluhut-Gerede gehört in einen privateren Bereich (also z.B. in einen wirklich privaten, persönlichen Blog, wenn es denn unbedingt sein muss). Sachlich und professionell ist jedenfalls was anderes. Und zumindest für mich leidet die Glaubwürdigkeit seiner Beiträge unter diesem Tonfall mindestens genauso wie unter der fehlenden Trennung zwischen Fakten und seiner Interpretation.

    Soll heißen: für mich ist das keine glaubwürde Quelle. Den Glaubwürdigkeits-Vorschuss, den er durch sein Studium und seinen Beruf hat, verspielt er durch solche Texte endgültig - selbst wenn er inhaltlich zu 99% recht hat.

    Der BMI steigt im Alter, weil da der Stoffwechsel anders funktioniert - alte Menschen bauen zuerst Muskeln ab, das Fett bleibt.

    Ob das beim Hund auch so ist, weiß ich nicht.

    Wenn Muskeln schwinden und sonst nichts verändert wird, dann müsste der BMI aber kleiner werden. Dann würde der Mensch nämlich kontinuierlich leichter.

    Was die Fettreserven angeht: ein normal schlanker Hund hat Fettreserven. Meyer/Zentek schreiben: ein normalgewichtiger erwachsener Hund hat im Durchschnitt 23% Körperfett. Als Reserve für eine Infektion reicht das allemal. Die Spanne reicht (laut Tabelle im Buch) von 10 bis 40%. Über 40% ist adipös (also schon jenseits von übergewichtig). Ergo: es gibt keinen Grund, einen älteren Hund mehr Fett aufzufüttern. Ein normalgewichtiger Hund hat ausreichende Fettreserven, und man kann getrost annehmen, dass jedes "mehr" eher be- als entlastend ist.

    Mir hat auch mit altem Hund nie ein Tierarzt empfohlen, dass ich dem mehr auffüttern soll. Im Gegenteil: mir wurde immer dringend angeraten, darauf zu achten, dass der Hund so schlank bleibt wie er ist. Und zwar so dringend, dass ich mir sogar gelegentlich Sorgen machte, ob das ein versteckter Hinweis sei und ich mit dem Gewicht meiner Hündin etwas betriebsblind geworden bin.

    Hmm naja schwieriges Thema. Nach der Erfahrung mit meiner alten Hündin, würde ich alte Hunde wohl auch nicht an der unteren Grenzen des Normalgewichts halten wollen.

    Sie war meiner Meinung schön schlank aber nach ein wenig Lesen hier hatte sie wohl doch ein WENIG zu viel. Aber absolut im Normalgewicht - halt bloß in der der Mitte der Spanne.

    Wo wurde "mittleres Normalgewicht" als zu viel bezeichnet? Es heißt "Normalgewicht" und damit ist da defintiv nichts zu viel. Bei aktiven Sporthunden kann es sinnvoll sein, sie im unteren Bereich des Normalgewichts zu halten (also grob geschätzt bei 15-20% Körperfettanteil), aber außerhalb dieser Nische hat das niemand empfohlen.

    Wasser ist schnell ausgeglichen: Trinken lassen, Elektrolytlösung - schlimmstenfalls Infusion anhängen, dann ist der Drops gelutscht.

    So ist es. Und wenn dann ein halber Liter Ringer-Lösung im 15kg-Hund gelandet sind, dann ist der 15kg-Hund direkt wieder ein halbes kg schwerer. (Naja, nicht ganz, der muss ja dann auch ziemlich schnell wieder pinkeln.) Wenn man das zwei mal am Tag macht, ist der vermeintliche Gewichtsverlust sofort wieder drin.

    Natürlich verliert ein Hund auch an Substanz, insbesondere, wenn die Krankheit länger dauert. Aber wir reden hier immer von Bereichen, in denen ausreichend Reserven da sind (außer vielleicht bei den Leistungssportlern um die es hier aber gerade nicht geht).

    Das mit "kranken Hund nicht impfen" bezieht sich auf akute Sachen. Wenn der Körper gerade mit einer Infektion kämpft, dann ist eine Impfung in der Situation genauso ungünstig wie möglicherweise sinnlos. Aber bei chronischen Erkrankungen sollte man impfen, denn jede Infektion, jede schwere Erkrankung ist erst recht ungünstig.

    Nun ist Anaplasmose ja eine Infektion. Da ist es ein wenig zweischneidig: einerseits ist es sehr sinnvoll, den Hund vor möglichen anderen Infektionen gut zu schützen (= zu impfen) andererseits kann die Impfung einen Schub auslösen. Da würde ich mit dem TA beraten, welche Impfungen wirklich wichtig sind und zu welchem Zeitpunkt man das am sinnvollsten macht. Eventuell würde ich sogar direkt vor der Impfung mal den Anaplasmose-Titer bestimmen lassen, vorausgesetzt der Titer ist bei Anaplasmose genauso aussagekräftig wie bei anderen chronischen Infektionen: hoher Titer gegen Anaplasmose = aktuelles Geschehen = das Immunsystem ist gerade damit beschäftigt, die Anaplasmen im Zaum zu halten = Impfung ungünstig. Niedriger Titer = die Anaplasmen schlafen tief und fest ( ;) ), man könnte jetzt mit geringem Risiko das Immunsystem mit anderen Erregern bekannt machen (= impfen). Auch darüber sollte der TA beraten können.

    Die Impfungen, die bekanntermaßen länger halten als die 3 Jahre, die im Ausweis eingetragen werden könne, würde ich natürlich nicht nachimpfen lassen. Fraglich sind eigentlich nur Zwingerhusten und Lepto (aus tatsächlich immunologischen Gründen) und Tollwut (aus rechtlichen Gründen).