Beiträge von Selkie

    Richtig ist: sie ist dem Hund gegenüber extrem unfair und eindeutig "gewaltbereit". Aber tierschutzrelevant? Wohl kaum. Ich gebe dem "Whistleblower" auch in dem zweiten Kritikpunkt recht: ihre Erklärung ist lahm.

    Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass die Reaktion nichts mit vernünftiger, sachlicher Kritik zu tun hat. Was der Mensch in dem Video mit der Hundebesitzerin macht ist auf eine andere Art genauso unfair wie das was diese mit ihrem Hund macht: Sie hat richtig Mist gemacht und wird dafür einmal zum Spießrutenlauf durch Netz gejagt. Das Internet ist der Pranger des 21. Jahrhunderts. Oder so ähnlich.

    Ja, aber sie hat es sich ja ausgesucht. Sie hat ihren Hund instrumentalisiert um Ruhm, clicks und Geld zu verdienen. Und jetzt ist das Ganze eben nach hinten los gegangen.

    Ein Spiel mit dem Feuer sozusagen und dass muss einem vorher klar sein, wenn man sich darauf einlässt.

    Ich habe keine Ahnung, was sie eigentlich zeigen wollte und ob der Hund in ihren Videos überhaupt eine nennenswerte Rolle spielt oder ob er halt irgendwie mal dabei ist. Ist mir auch egal. Denn es ändert nichts daran, dass die berechtigte Kritik nicht auf sachliche und konstruktive Art geäußert wurde. Ein Shitstorm ist auch dann sch**ß*, wenn die dahinterliegende Kritik berechtigt ist.

    Richtig ist: sie ist dem Hund gegenüber extrem unfair und eindeutig "gewaltbereit". Aber tierschutzrelevant? Wohl kaum. Ich gebe dem "Whistleblower" auch in dem zweiten Kritikpunkt recht: ihre Erklärung ist lahm.

    Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass die Reaktion nichts mit vernünftiger, sachlicher Kritik zu tun hat. Was der Mensch in dem Video mit der Hundebesitzerin macht ist auf eine andere Art genauso unfair wie das was diese mit ihrem Hund macht: Sie hat richtig Mist gemacht und wird dafür einmal zum Spießrutenlauf durch Netz gejagt. Das Internet ist der Pranger des 21. Jahrhunderts. Oder so ähnlich.

    Es geht nicht um eine Weigerung. Es geht um die Überlegung ob die zur Zeit gängige Praxis wirklich die bestmögliche Praxis ist. Und da hat die Frage nach der Häufigkeit und Erkennbarkeit von Wurminfektionen mit der prophylaktischen Gabe von Wurmkuren deutlich mehr zu tun als die Parvo-Imfpung mit dem Autounfall.

    Außerdem hatte ich gehofft, spätestens mit dem letzten Satz meines obigen Posts deutlich genug zu zeigen, dass diese Überlegung zumindest bei mir rein theoretisch ist.

    Das stimmt nur fast. Richtig ist: Avermectine werden bei Hunden selten eingesetzt. Aber: das Wirkprinzip ist bei Avermectinen und Milbemycinen identisch und letztere werden bei Hunden häufig eingesetzt.

    Bonadea

    Danke für den Link. Bei nicht weiter differenzierten 6-60% bleibt allerdings viel Platz für verschiedene Interpretationen. Ich hoffe im Text steht da noch genaueres, das lese ich später.


    Zur Eingangsfrage: ich vermute dass es absolut nicht praktikabel ist, nur einzelne Welpen zu entwurmen oder nicht zu entwurmen. Entweder alle oder keiner. Das gilt sowohl für den Fall, dass man "prophylaktisch" entwurmt, als auch für den - vermutlich theoretischen - Fall, dass die Welpen eines Züchters nur nach Diagnose entwurmt werden. Außerdem wird kein Züchter auf Käuferwunsch von einem Vorgehen abweichen, von dem er selbst überzeugt ist. Das wäre höchst unglaubwürdig und nicht seriös. Wenn aber ein Züchter selbst überzeugt ist, nur nach Befund entwurmen zu wollen, dann wird die Frage (für mich) sinnvoll.

    Ich frage mich, ob Wurmbefall beim Welpen tatsächlich so symptomlos verläuft, dass man es erst entdeckt, wenn es quasi "zu spät" ist. Einerseits wird betont, dass Wurmbefall beim Welpen so furchtbare Folgen hat. Andererseits ist man überzeugt, dass es vor diesen furchtbaren Folgen keine erkennbaren Symptome einer Wurminfektion gibt. Ist das so? Zeigen Welpen ganz lange gar nichts und sind dann plötzlich totkrank oder zumindest irreversibel unterentwickelt? Ich kann mir das nur schwer vorstellen. Ich bin allerdings auch nicht sicher, ob sich das überhaupt jemand vorstellen kann bzw. ob man die frühen Symptome einigermaßen zuverlässig erkennen kann, denn es gilt ja schon seit einigen Jahrzenten, dass "entwurmt und geimpft" quasi das grundlegendste Qualitätsmerkmal für Züchter ist, so dass es wohl kaum noch Erfahrungen damit gibt, wie oft problematische Wurminfektionen beim Welpen auftreten und wie gut oder schlecht die erkennbar sind.

    Und dann stellt sich die Frage, ob es vertretbar ist, das einfach mal auszuprobieren.

    Technische Geräte machen Geräusche die von Menschen wenig bis gar nicht wahrgenommen werden, weil sie entweder zu hoch oder zu tief sind. Ich halte es für sehr gut möglich, dass dein Hund auf sowas heftiger reagiert, wenn er direkt neben der potentiellen Geräuschquelle liegt und nicht erkennbar reagiert wenn er ein paar Meter weiter weg liegt.

    Ich würde aber die möglichen medizinischen Probleme trotzdem im Auge behalten und das insgesamt gut beobachten und ggf. lieber einmal zu viel zum TA als einmal zu wenig.