Beiträge von Selkie

    Nochmal zu "The Loney":

    Loney


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    Ich hätte mir mehr Infos zum Ritus im Keller gewünscht. Und dazu wer die Männer eigentlich genau waren, die ihn anscheinend betrieben haben. Sie wirken augenscheinlich wie grobe Hinterwälder... dorfansässige Trunkenbolde die Dreck am stecken haben. Da hätte ich mir auch mehr Details gewünscht, die erklären, wieso gerade DIE so ein Werk verrichten können.

    ... aber leider bleiben zu viele Fragen offen. Es wird die ganze Zeit Spannung aufgebaut, aber es gibt keine richtig befriedigende Auflösung.

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    Wer ist Else? Was bringt sie dazu, ihr Kind zu opfern? Oder ist sie selbst auch ein Opfer der Männer? Wie das Ritual vonstatten geht, hätte mich auch interessiert. Wie sind die Männer dazu gekommen? Hannys Sicht der Dinge hätte auch vertieft werden können.

    Ob er das Baby tatsächlich selbst erschossen hat oder er "nur" die Schuld dafür trägt, weil er durch das Opfer geheilt wurde, finde ich eigentlich nebensächlich.

    Ich finde, dass das eine der Stärken des Buches ist.

    Zum einen hätten die Antworten auf diese Fragen jeweils einen eigenen Roman verdient. Ich jedenfalls wäre mit kurzen Antworten ganz sicher nicht zufrieden gewesen. Zum anderen - und viel wichtiger - ist diese Unvollständigkeit eine zwingende Folge der konsequent durchgehaltenen personalen Erzählstruktur: was Tonto nicht weiß, kann der Erzähler nicht berichten.

    Ich persönlich hätte jede Abweichung von dieser Einschränkung als Bruch empfunden. Ich kann natürlich die Frustration verstehen, die durch diese nicht nur offenen sondern gänzlich unreflektiert aufgerissenen Themen entsteht. Aber mich begeistert der Autor gerade deshalb: er traut seinen Lesern solche Frustration zu, er zaubert nicht am Ende einen Kniff aus dem Erzählerhut, um über die begrenzte personale Perpektive herauszublicken.

    Naja zwischen geringer Wirkung und wie von dir behauptet keinerlei Wirkung liegen ja schon paar " Zentimeter" ;-)

    Kommt ja dann noch auf Darreichungsform ,Trägerstoffe verschiedener Präperate und eventueller Kombinationen mit anderen Mitteln an.

    Es wirkt bei entzündlichen Schmerzen leicht, bei allen anderen nicht

    Ich bin verwirrt. In dem von dir verlinkten Text steht genau das Gegenteil.

    Zitat

    Zwei weitere bekannte Medikamente gegen leichte Schmerzen sind Paracetamol und Metamizol/Novaminsulfon. Diese Substanzen wirken nicht nur auf den Schmerz, der vom Bewegungsapparat ausgeht, sondern auf alle Schmerzformen, z. B. auch gegen Bauchschmerzen. Sie zeigen jedoch keine Wirkung gegen entzündliche Schmerzen.

    Qualzucht ist es vielleicht nicht, aber ich finde es unsinnig, Hunden immer längeres, volleres oder weicheres Fell anzuzüchten.

    Die aus solcher Zucht resultierende Qual hat nicht unbedingt der Hund aber dafür der Mensch, der viel Zeit mit Pflege zubringen muss, die man doch viel schöner mit Hund im Wald verbringen könnte...

    (nicht ganz ernst gemeint |) )

    Was macht ihr HH, wenn ein Radfahrer sich "ordnungsgemäß" durch Klingeln in vernünftiger Entfernung ankündigt?

    Hund zu euch rufen? Hund Kommando geben, dass er da, wo er sich gerade befindet, stehen bleibt? Oder noch was anderes?

    Das hängt davon ab. Wie ist die Situation insgesamt, kann der Hund den Weg verlassen oder nicht, ist ausreichend Platz um den Hund auf dem Weg zu stoppen, ist überhaupt ausreichend Platz auf dem Weg für mich, Hund und Radfahrer usw. usf.. Vom Erziehungsstand des Hundes hängt es auch ab. Wenn der Hund überhaupt erst den Abruf beherrscht, dann kann ich den Hund nur ranrufen. Wenn der Hund auf Entfernung geschickt werden kann, habe ich mehr Möglichkeiten. Am kompliziertesten ist es, wenn der Hund noch gar nichts kann und an einer langen Leine hängt. Dann muss ich nicht nur mich und den Hund sondern auch noch die Leine einsortieren.

    Ist der Hund z.B. grad irgendwo in der Wiese, wird er dort gestoppt und hingesetzt. Ist der Hund am Weg, wird er entweder rangerufen oder (wenn möglich) vom Weg runtergeschickt und auch hingesetzt. Muss ich den Hund zu mir rufen, gehe ich schnell auf die Wegseite, wo der Hund grad ist, um es dem Radfahrer leichter zu machen - so kann der vorbeifahren, auch wenn der Hund nicht in Blitzgeschwindigkeit bei mir ankommt.

    Die meisten Begegnungen habe ich auf engen Wegen im Wald (einfach deshalb, weil ich da am meisten unterwegs bin), da suche ich mir fix eine Stelle wo ich relativ bequem einen Schritt vom Weg runter kann. Mein Hund ist da eh höchstens 5m von mir entfernt, da ist die auch immer schnell genug bei mir. Zu 90% höre ich die Radfahrer da schon lange bevor sie mich sehen und hab deshalb schon Zeit, eine geeignete Stelle zu erreichen und Hund samt Leine einzusammeln.

    Die meisten Feldwege sind Privatland und für Fremdfahrzeuge gesperrt. Auch Fahrräder sind Fahrzeuge und dürften dort gar nicht fahren.

    Die meisten Feldwege sind für Kfz gesperrt, nicht für Fahrräder. ;)

    Gemäß §1 StVO ist Vorsicht und Rücksichtnahme oberstes Gebot. Das gilt für jeden und überall im öffentlichen Verkehrsraum.

    Stimmt. Es gilt für Radfahrer genauso wie für Reiter, Wanderer und Gassigänger. Dummerweise gibt es in jeder dieser Gruppen Deppen. Ich kann nur aufpassen, dass ich so selten wie möglich zu den Deppen gehöre (manchmal penne ich auch einfach und kann mich dann nur noch entschuldigen).

    Es ist allgemein bekannt, dass Hunde allergisch auf Radfahrer reagieren können.

    Es ist auch allgemein bekannt, dass Hundebesitzer für ihre Hunde verantwortlich sind. Wenn mein Hund allergisch auf Radfahrer, andere Hunde, schreiende Kinder oder irgendeinen anderen normalen Umweltreiz reagiert, dann habe ich als Hundebesitzer die Pflicht, besonders gut aufzupassen.

    Hat der hier erwähnte Radfahrer nicht rücksichtslos und grob fahrlässig gehandelt ...

    Rücksichtslos - vielleicht. Grob fahrlässig - möglicherweise.

    Es kann aber auch einfach sein, dass er der Meinung war, dass so ein 2-3m breiter Feldweg ausreichend Platz zum vorbeifahren bietet und der Hund dann doch auf ihn zu hüpfte. Wir wissen es nicht.

    ... und ist er dann nicht in der Kausalkette für alle Folgen allein verantwortlich?

    NEIN.

    Wenn der Radfahrer einen Fehler macht, dann ist er für genau diesen einen Fehler verantwortlich. Er ist dann vielleicht mit(!)verantwortlich für die erste (Schreck?)Reaktion des Hundes. Aber er ist keineswegs für alles folgende verantwortlich.

    Viele Grüße auch aus dem grünen Herzen Deutschlands, wo die Radfahrer idR sehr freundlich auf rücksichtsvolle Hundebesitzer reagieren. :smile: