Zahlen finde ich da nicht so entscheidend.
Falls du meine theoretische Frage meinst: Ich finde das Thema interessant, denn die Fütterungsempfehlungen auf einem Lightfutter gehen nach kg Körpermasse beim Durchschnittshund der jeweiligen Gewichtsklasse. Nehmen wir mal an, ein Hund mit 7 kg hat "schwere Knochen" und braucht vielleicht deshalb (?!) lebenslang nur die Hälfte der Fütterungsempfehlung. Jetzt überlege ich, ob er damit gut versorgt wäre auf Dauer. Brauchen die Knochen viele Nährstoffe außer Calcium und Phosphor oder kann man sich das Skelett einfach wegdenken? (Mal ganz davon abgesehen, ob der Hund ständig Hunger hat oder nicht.)
Laut Meyer/Zentek schwankt der Knochenanteil im Hundekörper zwischen 8 und 13%. Das ist zwar eine ziemlich große mögliche Abweichung, aber das kann niemals eine Bedarfsschwankung von 50% erklären. Da halte ich andere Faktoren für wesentlich einflussreicher.
Die Frage, was Knochen brauchen ist durch die Zusammensetzung von Knochen gut zu erklären: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink ... , so ziemlich alle anderen im Hundekörper vorhandenen Mineralien; dazu die Vitamine, die benötigt werden, um die Mineralien zu verarbeiten und zu transportieren (da fallen mir vor allem Vitamin K, Vitamin C und Vitamin D ein) und ein wenig Fett und ein wenig Eiweiß. Ein Hund mit deutlich mehr Knochenmasse als der Durchschnittshund braucht also (theoretisch) mehr Mineralien und eventuell ein wenig mehr der genannten Vitamine. Da aber kräftige Knochen idR auch von kräftigen Muskeln getragen werden, müssen diese Muskeln natürlich auch versorgt werden ...
Ich weiß aus Erfahrung, dass der individuelle Bedarf von Hunden wirklich stark schwanken kann. Meine erste Hündin war eine 15kg-Mischlingshündin. Die bekam genauso viel Futter wie die Jack-Russell-Dame einer Freundin. Gut doppelt so viel Hund, gleiche Menge Futter.