Beiträge von Selkie

    Was mich interessieren würde, wie handhaben das die Tierärzte die manche Patienten freiwillig für Samstag oder Sonntag rein bestellen, weil die Nachunterschung inkl. Spritzen absolut nötig ist? Ich kenne mehrere Tierärzte die sich 2 oder 3 Patienten die sie in der regulären Sprechstunde behandeln am Wochenende rein holen zur Nachuntersuchung auch wenn die Praxis keine Wochenendsprechstunde oder Notdienst hat

    Da es ja ein Gesetz ist, müssten sie ja eigentlich die 50,-€ und die höhere Gebühr in Rechnung stellen - und das obwohl es ja IHRE Entscheidung war das Tier anzuschauen und nicht der Besitzer..

    Für den höheren Satz der tierärtzlichen Leistung gilt dasselbe wie bisher:

    (4) Einfache Gebührensätze nach Absatz 1 erhöhen sich um 100 vomHundert, bei landwirtschaftlich genutzten Tieren um 50 vom Hundert, für Leistungen, die auf Verlangen des Tierbesitzers bei Nacht (zwischen 19.00und 7.00 Uhr), an Wochenenden (samstags 13.00 Uhr bis montags 7.00 Uhr)und an Feiertagen erbracht werden.

    (Hervorhebung von mir)

    Für die 50-€-Gebühr gilt:

    (3) Von der Erhebung der Notdienstgebühr kann im begründeten Einzelfall abgesehen werden.

    Wenn also der TA einen Patienten am Sonntag sehen will, dann wird der weder höheren Satz noch Notfallgebühr verlangen müssen.

    Hier wohnt ein Hund, der aus vergleichbaren Gründen zurück ins Tierheim kam. Ein mal. Da stand schon im Text auf der HP, dass sie ihre Menschen kontrollierte, auch wenn das Problem im Tierheim nie so aufgetreten ist. Die haben mir erzählt, was sie über das Problem wussten. Die haben mich beim ersten Besuch mit dem Hund begleitet und bei weiteren Besuchen immer mal um die Ecke geschielt, um zu sehen, was ich so mache. Die haben mich gefragt, was ich denn tun würde, wenn ...

    Ich halte mich nicht für einen begnadeten Hundeerzieher. Ich bin auch nur ein Spaß-Hundehalter und Dina ist gerade mal mein zweiter Hund. Aber ich wusste worauf ich mich einlasse und ich habe mich darauf eingelassen. Ich bin auch der Meinung, dass in der Vermittlung etwas falsch läuft, wenn so ein Hund drei mal aus demselben Grund zurückkommt.

    Meine beiden bisherigen Hunde kamen aus zwei verschiedenen Tierheimen und in beiden Fällen sagten die TH-Mitarbeiter, dass sie Rückläufer auch deshalb vermeiden wollen, weil erfahrungsgemäß die Probleme schlimmer werden nach einer Fehlvermittlung. Wenn das stimmt (und ich sehe keinen Grund es anzuzweifeln), dann sollte klar sein: ein Hund der drei mal fehlvermittelt war, wird immer schwieriger und es muss immer genauer geschaut werden, ob die neuen Menschen mit den vorhandenen Problemen arbeiten können und wollen.

    Aber die gab es ja auch jetzt schon in der Tiermedizin, ab so und so viel Uhr hat man anders abgerechnet.

    Nur das man jetzt eben generell schon mal 50€ Gebühren zahlt.

    Beim Abrechnen war aber offenbar zu viel Spielraum, sonst gäbe es das Problem jetzt nicht.

    Für mich klingt es so, als sei bisher nicht genug Spielraum gewesen. Ein TA, der im Notdienst nicht mehr nimmt, als zwingend vorgeschrieben, hat das selbst entschieden. Aber ein TA, der aus verschiedenen Gründen schon normalerweise 2fachen oder 2,5-fachen Satz nimmt, konnte bisher auch im Notdienst den 3fachen Satz nicht generell überschreiten. Jetzt wird gesagt: egal wie, der Notdienst ist deutlich teurer und es gibt für den Notdienst mehr Spielraum nach oben.

    Ich glaube übrigens nicht, dass diese Maßnahme das Kliniksterben aufhält. Aber sie sorgt dafür, dass Notdienste für die TÄ, die sie anbieten, mehr Geld einbringen, dass möglicherweise Notdiensteinsätze seltener werden (weil die Leute einmal mehr überlegen ob das jetzt ein Notfall ist) und dass durch diese Kombination die Arbeitsbedingungen für TÄ etwas besser werden.

    Ich hab ja in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich hoffe, dieser Entwurf kommt nicht durch. Nachdem ich meine Fehlinformation korrigieren konnte, schreibe ich jetzt das Gegenteil. Da die Situation "Notdienst" im tatsächlichen Gesetzestext nicht ausschließlich nach Zeit sondern im Sinne von " Einsätze außerhalb der für diese TA-Praxis üblichen Arbeitszeiten" definiert ist, finde ich (trotz der für mich atemberaubenden Höhe der Gebühr) diesen Entwurf absolut fair.

    Das steht in dem verlinkten Artikel mit dem der Thread gestartet wurde. Bitte lies doch zumindest die Artikel um die es geht, wenn du mitredest. Ich mein mit dem wurde der Thread gestartet, ist doch nicht zu viel verlangt :skeptisch2:

    Ja, das steht in dem Artikel. Aber es ist sachlich falsch.

    Ich bin auch drauf reingefallen, weil die das so selbstbewusst und deutlich formuliert haben. Aber im Gesetz und im Änderungsentwurf steht es explizit NICHT. Da steht, dass es nur dann gilt, wenn der Tierbesitzer eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten wünscht.

    Ich denke nicht. Eine reguläre Sprechstunde ist kein Notdienst.

    Im Text steht aber drin, dass zb. Sprechstunden am Samstag automatisch als Nofallsprechstunden ausgeschrieben werden müssen. Also wird es das in der Woche sicher auch so sein oder nicht?

    So ist es. Auch Sprechstunden nach 18:00 sind automatisch Notdienst. Was bedeutet: es gibt Menschen, die nur noch im Notdienst zum TA kommen.

    Es ist ja jetzt schon so, dass alles ab 19:00 Notdienst ist, auch wenn die Praxis da noch reguläre Sprechzeiten ausweist. Aber bisher müssen die nur mehr als einfach bzw. mehr als den dort üblichen Satz im Notdienst nehmen (meines Wissens reicht es da sogar, wenn der "Notdienst" nur 0,1 über dem normalen Satz liegt). Wenn jetzt drastische Mehrkosten fällig werden, ist das für manche Menschen ein echtes Problem.

    Ich gebe zu: ich hoffe, dass das so nicht kommt. Nicht weil ich den TÄ das Geld nicht gönnen würde, sondern weil ich diese extrem restriktive Definition von "Notdienst" in Kombination mit den sehr heftigen Mehrkosten unfair finde.

    edit: ah, war also Interpretation des Autors. Ich geh mal den richtigen Text lesen. |)

    Ich persönlich sehe den Unterschied nicht. Das liegt vermutlich daran, dass bei mir die Leinenlänge mit jeder Leine variabel ist.

    Wenn ich eine 2m- oder 3m-Leine verwende, dann halte ich die an der Straße kürzer und sag dem Hund, dass er neben mir bleiben soll. Wenn ich eine 5m- oder 8m-Leine (=Flexi) verwende, dann stelle ich die an der Straße kurz und sag dem Hund, dass er neben mir bleiben soll. Wenn ich das nicht sage, dann darf der Hund im Leinenradius frei agieren, egal ob dieser Leinenradius 50cm oder 8m beträgt.

    Meine erste Hündin hat das genauso schnell verstanden wie meine jetzige. Wobei die erste erst nach mehreren Jahren in den Genuss einer Flexi kam, aber bei den 5m-Schleppleinen, die ich vorher nutzte, war das ganz genauso. Meine Hündin weiß, dass Leinen manchmal länger und manchmal kürzer sind.

    Ich bin ja immer ein wenig (viel) hinterher.

    Jojo Moyes - "Ein ganzes halbes Jahr" hab ich ausgelesen und bin immer noch positiv überrascht. Also hab ich gleich noch "Eine Handvoll Worte" hinterhergeschickt. Fand ich noch besser. Nun reicht es aber erst mal mit chaotischen Liebesgeschichten.

    Also hab ich "Die Geschichte der Bienen" vom Stapel genommen. Fängt richtig gut an.