Beiträge von Selkie

    Nein, ist es nicht.

    Aber es ist genausowenig verwerflich, dass Tierschutzvereine sagen: das können wir nicht liefern.

    Es ist aber ein Unterschied, ob ich sage:

    Wir können nicht garantieren einen passenden Hund zu bekommen bzw. wir haben aktuell keinen Hund, der zu den Anforderungen passt.

    Oder ob man, wie in Gammurs Fall passiert, pauschal sagt, mit so einem Garten/so einem Zaun kriegt man keinen Hund weil...

    Ja, es gibt Tierschutzvereine, die Garten mit 2m ausbruchsicherem Zaun generell als Vermittlungsbedingung stellen. Wenn ich das bei denen auf der Homepage lese, bewerbe ich mich dort gar nicht erst, wenn ich es im ersten Gespräch erfahre, ist für mich die Frage dann gegessen. Wenn ich nicht das bieten kann, was die für ihre Hunde wollen, dann kommt von dort kein Hund für mich.

    Ich glaube, bei der Russland-Hundehilfe war das so, da stand es direkt auf der Homepage, also hab ich da gar nicht weiter geschaut.

    Spannend finde ich ja auch, dass es im TS offenbar immer häufiger als negativ ausgelegt wird, wenn man sehr klare Vorstellungen hat, was in sein Leben passt und was nicht.

    Das habe ich bisher nicht erlebt. Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen und ich habe die in mehreren Tierheimen vorgetragen: der Hund muss mit Menschen klarkommen (auch mit plötzlich auftauchenden Fussballfans oder Kindergartengruppen), er muss tragbar sein (Dachgeschosswohnung mit engen steilen Treppen) und es soll ein aktiver Begleiter sein, der grundsätzlich Lust hat, mit seinem Menschen zusammen alle möglichen und unmöglichen Sachen zu unternehmen. Er sollte nicht übermäßig viel bellen und nicht jeden anderen Hund krankenhausreif prügeln wollen.

    Eigentlich habe ich sogar schlechtere Bedingungen als Gammur aber ich habe in keinem der 4 besuchten Tierheime eine generelle Absage bekommen. Im Gegenteil, ich hatte überall, wo ich abgesagt habe, den Eindruck, die hätten mir gern einen Hund gegeben, auch den, den ich mir nicht zutraute oder dem ich mein Stadtleben nicht zutraute.

    Nein, ist es nicht.

    Aber es ist genausowenig verwerflich, dass Tierschutzvereine sagen: das können wir nicht liefern.

    Absolut. Nur dann zu sagen, es ist überhaupt kein Problem einen passenden Hund für jede erdenkliche Lebenslage im Tierschutz zu finden, entspricht dann halt auch nicht der Realität. Denn gesucht haben wir fast 4-5 Monate.

    Ich würde gern unterscheiden zwischen Lebenslage und Wunsch. Die Lebenslage ist das eine, und ich bin überzeugt, dafür kann man immer einen passenden Hund im Tierschutz finden (wenn denn überhaupt ein Hund geeignet ist).

    Aber wichtiger als die Lebenslage ist der persönliche Anspruch, der Wunsch des Menschen. Und da gibt es Wünsche, die eher in Richtung Züchter weisen und andere Wünsche, die eher in Richtung Tierschutz weisen.

    Nein, ist es nicht.

    Aber es ist genausowenig verwerflich, dass Tierschutzvereine sagen: das können wir nicht liefern.

    Das ist aber komisch; als unsere Steuermarke verlorenging, hab ich eine komplett neue Steuernummer bekommen.

    Kann sowas regional bzw. von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein? Ich meine die Steuer variiert ja auch.

    Natürlich, das macht jede Gemeinde, wie sie will.

    Hier ist z.B. die Steuernummer eine ganz andere als die Nummer auf der Marke und die Nummer der Marke ist beim Amt hinterlegt. Wenn ich die Marke verliere bekomme ich eine neue Marke mit anderer Nummer und die verlorene Marke wird ungültig. Pro Hund gibt es immer nur eine gültige Marke.

    Finde ich sogar logisch: wenn jemand eine tatsächlich verlorene Marke findet und sie seinem Hund umhängt statt selber Steuern zu zahlen, wäre das nicht so ganz im Sinne des Erfinders aber natürlich praktisch für den Trittbrettfahrer. ;)

    woodyfan

    Ich habe Einstein51 nicht so verstanden, dass sie Kontrollen nicht legitim fände.

    Sie hat nur darauf hingewiesen, dass es auch Tierheime gibt, in denen es keine Vorkontrollen gibt. In solchen Tierheimen kann man suchen, wenn man gern einen Tierschutzhund will, aber Vorkontrollen ablehnt. Ich kenne sogar deutlich mehr Tierheime, die keine Vorkontrollen machen und habe auf meiner Hundesuche in insgesamt 5 Tierheimen nur eins erlebt, in dem Vorkontrollen üblich sind.

    Für viele ist das Kritisieren und Auseinanderflüggen von Tierschutzkontrollen doch nur eine eigene Rechtfertigung, warum man nicht erst mal im Tierschutz nach einem Hund geguckt hat, sondern gleich zum Züchter gerannt ist.

    Warum sollte man das rechtfertigen wollen?

    Das musst du die Leute fragen, die es tun.

    Es gibt doch erstaunlich viele Menschen, die betonen, dass sie ja beim Tierschutz keinen Hund bekämen, weil xyz und deshalb nur Hunde vom Züchter haben werden.

    Menschen, die sich nicht rechtfertigen wollen, haben einfach nur einen Hund vom Züchter, weil sie genau das wollten: einen Rassehundewelpen, möglichst vernünftig gezüchtet. Punkt.

    Also ich habe mich früher schon öfters rechtfertigen müssen, warum ich keinen Hund aus dem Tierheim nehme, sondern vom Züchter.

    Das hat mich einerseits genervt, andererseits hatte ich dann doch auch manchmal ein schlechtes Gewissen, denn ich hatte tatsächlich gar nicht im Tierheim geguckt und vielleicht hätte ich da ja auch einen passenden Hund gefunden.

    Das ist echt schräg, kenne ich aber hauptsächlich von nicht-Hundeleuten. Bzw. ich kenne es nur indirekt, wenn die Leute ganz anerkennend feststellen, dass ich ja mit meiner Hundewahl "was Gutes getan" hätte. Das stimmt zwar, aber anders als die es meinen. Ich hab MIR was Gutes getan, als ich den Hund in mein Leben holte. :nicken: