Beiträge von Selkie

    Ich finde den Eingangspost ziemlich irreführend.

    Für mich heißt das, daß ich einen kranken Hund zu Hause habe.

    Maila mag keine 6 Std. laufen, ich auch nicht.

    Maila mag kein Auto fahren duldet es aber und alleine bleiben mag sie auch nicht.

    Also nach dem Post zu urteilen, habe ich einen kranken Hund zu Hause.

    Ich mache da noch einen Unterschied zwischen "können" und "wollen". ;) Die Frage ist die nach dem "können". Und was das Laufen betrifft: ein Hund, der nicht deutlich mehr und ausdauernder laufen kann als sein Mensch, der lebt entweder bei einem Extremsportler oder er ist nicht gesund. ;)

    (Wobei ich ja im anderen Thread schon geschrieben habe, dass den grundsätzlich lauffaulen Hund nicht so ganz hundetypisch finde.)

    Ein physisch und psychisch gesunder Hund kann

    - tagelang rumliegen und faulenzen

    - im Energiespartrab laufen bis (gefühlt) ans Ende der Welt

    - auch mal einen oder mehrere Sprints einlegen und anschließend einfach weitergehen

    - das Doppelte seiner Schulterhöhe oder (bei sehr großen Hunden) mindestens 1m aus dem Stand hochspringen

    - Höhenunterschiede (egal ob Treppen oder Hügel) problemlos in beide Richtungen laufen

    - jedes Körperteil außer Kopf, Nacken und oberen Rücken mit der Zunge erreichen

    - Futter vom Boden aufnehmen und größere Brocken selbständig Zerkleinern

    - innerhalb von Sekunden aus dem Tiefschlaf in voller Aktion sein und innerhalb weniger Minuten (<5min) aus voller Aufregung wieder entspannt sein, wenn der Auslöser der Aufregung weg ist

    - mehrere stressige Tage genauso gut und ohne Probleme aushalten wie mehrere todlangweilige Tage

    - Geräusche aushalten, die alltäglich auftreten; das schließt in meinem Fall die Geräuschkulisse vom Sport-Schießplatz ein, es schließt auch Feuerwerk ein, wie es übers Jahr verteilt oft stattfindet (an dem Punkt scheitert meine jetzige Hündin noch schlimmer als meine erste Hündin), den Ausnahmezustand "Silvester" würde ich ausklammern, weil das kein Alltag ist

    edit

    - grundsätzliche soziale Flexibilität halte ich persönlich auch für wichtig und hundetypisch. Das heißt nicht, dass der Hund sich von jedem dahergelaufenen Fremden betreuen lässt, es heißt aber, dass er grundsätzlich in der Lage ist, sich auf neue Sozialpartner (hündische wie auch menschliche) einzulassen

    Erwischt. Wusste ich nicht. :ops:

    Das seit 10 Jahren der Belastungstest gemacht wird.

    Das Möpse die den niemals schaffen würden von Ihren Besitzern nicht vorgestellt werden und zumindest unter einem VDH Verband keine ZZL bekommen und nicht in der Zucht eingesetzt werden.


    Und allen die sich über den Belastungstest mokieren dürfen sich mal erinnern das er in Zusammenarbeit mit TÄ Gremien kreiert wurde.

    Dass der Fitnesstest in Zusammenarbeit mit TÄ entwickelt wurde, heißt nicht, dass er für DAS typische Mopsproblem aussagekräftig ist. Der Fitnesstest sollte nämlich nie die Funktionalität der Atemorgane testen, der testet Herz-Kreislaufprobleme. Dafür war er von Anfang an konzipiert.

    Damals, als der entwickelt wurde, war das ja sogar noch eine gute Idee, überhaupt mal was zu machen. Damals waren vermehrt Herzprobleme aufgefallen und man hat was dagegen unternommen. Das war gut und richtig. Das hätte ein erster Schritt in eine richtige Richtung sein können. Aber wo bleibt der zweite Schritt? Die ruhen sich seit Jahren auf diesem Test aus und tun so als würden Hunde, die den bestehen, nachweislich keinerlei gesundheitliche Probleme haben.

    edit:

    Ich bin nicht mal sicher, ob die überhaupt überprüfen, ob der Test das tut was der tun soll: dafür sorgen, dass Herzprobleme bei Mops und Co seltener auftreten. Ich habe den Eindruck (der falsch sein kann), dass jeder Hund, der mit 2/3 Jahren den Test bestanden hat, bis in alle Ewigkeit als fitter, gesunder und zuchttauglicher Hund gilt.

    Um das selbst zu messen müsste ich zb vor unserer abendrunde (4 km) messen um den ausgangswert zu haben, die Runde laufen (er ist normalerweise im freilauf), danach ein bisschen UO und dann nochmal messen und schauen wie lang es dauert bis ich wieder beim ausgangswert bin?

    Du müsstest vor der Runde messen, direkt nach der Runde messen (da muss es erkennbar anders sein als vorher, sonst muss der Hund noch was rennen) und dann 10min warten und dann noch mal messen. Das wäre der Belastungstest.

    Bei der Ausdauerprüfung musst du gar nichts messen.

    Also mit meinem kleinteil wären es 5km mit einem Tempo von 5-10 km/h (ernsthaft ?!). Jedoch steht da nichts von Zeiten in denen er dann wieder "erholt" sein soll um als bestanden durch zu gehen oder hab ich das überlesen?

    Ich glaube, du verwechselst zwei verschiedene Prüfungen.

    Die Ausdauerprüfung ist eine reine Laufprüfung. Da fallen nur Hunde raus, die zu erschöpft sind um weiterzulaufen.

    Das mit dem "wieder erholt sein" ist der Plattnasen-Belastungstest des VDH. Die müssen einfach nur so viel laufen, bis sie erkennbar belastet sind und dann wird gemessen wie lange wie für die Erholung brauchen.

    Darf ich das fragen:

    Was müsste mein 15.7KG-Rocky denn in welcher Zeit laufen können? So als Anhaltspunkt..

    Entscheidend ist die Schulterhöhe, nicht das Gewicht.

    Beim DVG ist klein bis 35cm SH, mittel von 35 bis 50cm und groß alles über 50cm.

    Die kleinen laufen da allerdings nur 5km (ich frag mich ob die nach 5km schon wach sind?), die mittleren 15km und die großen 20km.

    Auch die geforderten Geschwindigkeiten sind unterschiedlich (steht im verlinkten Dokument).

    Wogegen ich aber absolut bin ist die Zucht oder die Haltung dieser Rassen zu verbieten. Diese Rassen gibt es ja nun auch nicht erst seit gestern (Mops ca. 2.000 Jahre, den Frenchy seit ca. 200 Jahren, den Engländer seit dem 13. Jahrhundert), die Thematik mit den immer kürzeren Nasen und den dadurch bedingten gesundheitlichen Problemen tauchen aber erst in den letzten Jahren so vermehrt auf.

    Meine Eltern sind über 70 und wissen schon ihr ganzes Leben lang, dass der Mops röchelt und schnarcht. (Französische Bulldoggen waren hier bis vor 20 Jahren komplett unbekannt, deshalb nur der Mops). Das Problem ist nicht neu. Nur die Diskussion um die Qualzucht wird seit ca 30 Jahren verstärkt geführt. Seit 30 Jahren. So viel Zeit hatten also die Züchter mindestens um etwas zu ändern.

    Ist das passiert? Stehen Mops und Co heute besser da als vor 30 Jahren? Wohl kaum.

    Vor 15 Jahren habe ich noch argumentiert wie du jetzt: gebt den Züchtern noch etwas Zeit. Heute sehe ich: egal wie viel Zeit man den Plattnasen-Züchtern gibt, es wird sich nichts verbessern für die Hunde. Im Gegenteil. Der Mops darf jetzt keine Falte mehr auf dem Nasenrücken haben. Ich würde jedem Mops einen Nasenrücken unter der Falte wünschen.

    Wurde hier im Vorfeld nicht über die "Mindestanforderung" an Hunde gesprochen so a la müssen 10 / 15 / 20 km laufen können? Egal welche Rasse oder Linie? Daher mein Vergleich mit "Menschen", die das auch können sollten. Und ich würde einem Kleinsthund halt keine 20 km abverlangen... Egal. Vielleicht habe ich die vorherigen Beiträge nicht genau genug gelesen.

    Dafür gibt es die Unterschiedlichen Strecken: Der Kleinhund muss nur 10km laufen.

    Und was den Vergleich mit Menschen betrifft: du vergleichst angeblich gesunde Hunde mit nachweislich nicht gesunden Menschen. Niemand sagt, dass ein kranker Hund (auch Adipositas ist eine Krankheit) fit sein müsse. Aber die Menschen sollen aufhören, bewusst kranke Hunde zu züchten.

    Irgendwo kam mal die Frage nach den häufigsten Rassen auf ... in Hessen hat leider eine Qualzuchtrasse ein Platz auf dem Treppchen. Und das sieht man auch, wenn man sich umschaut.

    Zum Glück ist die Quelle nicht aussagekräftig. Die Agila kann nur wissen, wie viele Hunde welcher Rasse bei ihnen versichert sind, nicht wie viele es wirklich gibt. Ist trotzdem schlimm genug.

    Wieso? Sie schreibt doch selbst, dass der Film ihrer Meinung nach einen Oskar verdient hat. Den gibt es doch nicht für Dokumentation, sondern für Spielfilme.

    Das Video kann ich zwar nicht sehen, weil ich nicht bei FB bin, aber nach dem Text muss ich davon ausgehen, dass das sowieso alles nicht echt sondern reine Schauspielerei mit Hunden ist. :ugly:

    "Beim Belastungstest ist nicht entscheidend, wie lange der Hund für den gelaufenen Kilometer benötigt, sonder wie schnell der Puls und die Atemfrequenz danach wieder auf dem Ursprungswert sind."

    Also wenn ich mir ne Stunde Zeit lasse für einen Kilometer, dann hat sich an den Werten vermutlich nichts getan und ich bin ein top fitter Mops...

    Nein, die Hunde müssen bei dem Test schon erkennbar belastet sein (Herz- und Atemfrequent höher als vor dem Text und nach 10min wieder normal). Ist aber trotzdem Augenwischerei, denn da wird allerhöchstens die momentane Fitness von Herz und Kreislauf getestet. Allein die Tatsache, dass viele Hunde überhaupt nach einem gemütlich gelaufenen km erkennbar belastet sind, zeigt doch, dass da was nicht in Ordnung ist.