Beiträge von Selkie

    Respektvolles Verhalten hat für mich mehrere Komponenten:


    1. eine soziale Komponente.

    Im Zusammenhang mit Respekt kann man nur Verhalten bewerten, das in den direkten körperlichen Bereich eines anderen Lebewesens eindringt. Diese Bedingung ist sowohl beim Schnuppern im Intimbereich als auch beim Salzstangentest gegeben, aber z.B. das Klauen von unbeaufsichtigtem Essen kann meiner Ansicht nach nicht einer bestimmten Person gegenüber respektlos sein.

    (Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass Respekt nur gegenüber einem sozial höhergestellten Partner existiert. Respekt funktioniert immer in mehrere Richtungen.)


    2. eine erlernte Komponente.

    Ein Verhalten kann nicht respektlos genannt werden, wenn der Hund nicht weiß, dass das andere Lebewesen genau diese Form der Annäherung nicht wünscht. Also ja: Respekt hat auch was mit Erziehung zu tun, ein unerzogener Hund kann nicht respektvoll sein. Ich würde aber gleichzeitig sagen, dass der unerzogene Hund auch nicht respektlos sein kann, weil er ja gar nicht weiß, welche Regeln gelten sollen. Diese Regeln müssen erlernt werden, denn sie können individuell sehr verschieden sein.

    Die erlernte Komponente fehlt sowohl beim Schnüffelbeispiel (der Hund soll es erst lernen und dieser konkrete Hund braucht dafür womöglich länger als manch anderer) als auch beim Salzstangentest (bei dem der Hund ja sogar aufgefordert wird, die vermeintliche Respektlosigkeit zu begehen).

    3. eine situative Komponente,

    in Form einer je nach Situation klaren Meinungsäußerung desjenigen, demgegenüber das Verhalten gezeigt wird. Wenn ich signalisiere, dass ich deutliche körperliche Nähe wünsche, dann ist das Unterschreiten der Individualdistanz nicht respektlos, auch dann nicht, wenn es in anderen Situationen als Tabu erlernt wurde. Wenn ich aber deutlich mache, dass ich jetzt nicht kuscheln will, und wenn 2. erfüllt ist, der Hund also gelernt hat, ein "nein" zu akzeptieren, dann ist anhaltendes Herandrängen respektlos.

    Beim Salzstangentest ist die Situation meiner Ansicht nach paradox: der Mensch kommuniziert einen Wunsch, dessen Erfüllung er anschließend als respektlos bezeichnet. Vermutlich kommuniziert der Mensch körpersprachlich sowieso "mach das besser nicht". Verwirrend. Wenn der Mensch aber sowohl verbal als auch körpersprachlich sagt: nimm!, dann ist das Verschwinden der Salzstange im Hundebauch genauso wenig respektlos wie ein auf Aufforderung mit Körperkontakt kuschelnder Hund.

    Die situative Komponente wirkt auch in eine andere Richtung: es gibt Situationen, in denen Verhalten, das normalerweise respektlos wäre, nicht als respektlos zu bewerten ist. Z.B. wenn der Hund intensiv körperliche Nähe sucht, weil er vor irgendwas Angst hat und das (normalerweise funktionierende) "nein" ignoriert. Das ist nicht respektlos sondern Ausnahmezustand.

    Beim Schnüffelbeispiel könne das eine Rolle spielen: möglicherweise war der Hund in einer stressigen Situation und es hat sich eine ungute Verknüpfung ergeben, die dazu führt, dass die Situation für den Hund immer wieder Stressreaktion auslöst.

    1. Wie kann es sein, dass Barfen billiger ist als Fertigfutter? Ist das so? Oder stimmt das gar nicht?

    Kommt drauf an, wie man füttert, wo man kauft und wie der Hund verwertet. Ich habe jetzt schon den zweiten Hund, der mit Frischfütterung billiger kommt als mit Fertigfutter. Allerdings futtert mein Hund 50:50, also anteilig weniger Fleisch als beim Barfen üblich. Bei Hunden die mehr tierische Kost benötigen und nicht mit jedem Fleisch klarkommen oder die deutlich größere Mengen Frischfutter benötigen wird es natürlich teurer. Wenn man keine günstige Fleischquelle hat, kann es sehr viel teurer werden.

    Grob überschlagen kostet mich Frischfutter ca 3,50€ für 8 Tage. Das setzt sich zusammen aus 1kg Fleisch und Innereien für durchschnittlich etwa 2,30€, 1kg Pflanzenkost für ca 1€ (wenn überhaupt, ich verwerte vieles was sonst Küchenabfall wäre) und ein paar Cent für Knochenmehl und ein Löffelchen Öl. Von einem eher günstigen Trockenfutter, das etwa 4€ pro kg kostet braucht mein Hund zwischen 160 und 180g pro Tag, das beläuft sich also auf ca 5€ - 5,75€ für 8 Tage.

    Zitat

    2. Wo bezieht ihr eure "Fleischanteile" (also Muskelfleisch, Innereien, Knochen?)

    Ich kaufe das Fleisch bei einem Futterfleischhandel in der Nähe. Ich fahre da alle 2-3 Monate hin, kaufe um die 10kg Fleisch und Innereien. Der letzte Einkauf war z.B. 4kg Kronfleisch vom Rind, 4kg ganze gewolfte Hühner, 1kg Rinderherz, 500g Leber und 500g Niere. Das hat sogar nur 20€ und zerquetschte gekostet, also weniger als die oben angenommenen 2,30€ pro kg. Kann aber auch mal mehr sein, wenn ich exotischeres Fleisch kaufe.

    Selkie

    Dann sitzt die Kreuzung aber genau auf oder über dem Brustbein, das soll doch auch nicht sein oder? Aber werd ich mal versuchen. :)

    Ich weiß, es ist schon ein paar Tage her, ich wollte aber noch Bilder machen, wie das Feltmann bei meinem Hund sitzt. Denn das Problem, das du da benennst, ist meiner Meinung nach ein grundsätzliches. Ich habe es allerdings nicht nur beim Feltmann (das hat bei meinem Hund noch mit den besten Sitz, andere sind noch viel schlimmer) sondern bei allen Geschirren, die diese Art Schultergurt haben.

    von vorn sieht man: ich habe den Schieber sehr weit oben, der sitzt am oberen Ende des Brustbeins

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    Von der Seite sieht es fast OK aus, wobei ich bei diesem Bild schon den Eindruck habe, dass es zu nah an die Schulter kommt. (Dina ist gestresst, weil sie Geräusche vom Schießplatz hörte.)

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    In der Bewegung wird es dann eindeutig: Bei jedem Schritt kommen sich Schultergelenk und Schultergurt ins Gehege.

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    Ich habe keine Ahnung, ob das an meinem Hund liegt (war aber bei meiner ersten Hündin auch schon so und die hatte einen ganz anderen Körperbau) oder ob das immer so ist. Aber ich bin sicher: irgendeinen Kompromiss muss man immer eingehen und der kann je nach Hund sehr unterschiedlich aussehen.

    Was soll das denn für ein merkwürdiger Test sein und warum sollte es Respektlosigkeit indizieren, wenn ich meinen Hund AUFFORDERE etwas zu tun und er es dann tut?

    Es ist ganz einfach; kein Hund klaut einem ranghöheren Wesen Futter aus dem Maul.

    Würde das ein Hund bei einem ranghöheren Artgenossen machen, gäbe es Prügel.

    Instinktiv weiß das jeder Hund, deshalb nehmen sie auch nichts aus dem Mund ihres Menschen.

    Auch wenn der Mensch für den Hund kein Artgenosse ist, aber als Respektperson sollte er ihn schon ansehen.

    1. Futter aus dem Maul klauen hat nichts mit Rang zu tun. Das kann auch dann zu Prügel führen, wenn ein ranghöherer Hund es bei einem rangniedrigen macht.

    2. Futter auf Aufforderung vom Mund des Besitzers zu nehmen hat nichts mit klauen zu tun.

    Respektlos wäre (vielleicht) wenn der Hund die Salzstange ohne Aufforderung bzw. trotz "Warnung" nimmt.

    In solchen Extrem-Schreck-Situationen erlebe ich Kinder oft pragmatischer als Erwachsene. Kinder kommen ständig in Situationen, die sie noch nicht kennen und die sie allein nicht bewältigen und sie haben normalerweise eine Default-Reaktion für solche Sitationen: frag Mama/Papa/den gerade zuständigen Erwachsenen.

    Ich gebe zu bedenken, dass so ein Kotbeutel nicht unbedingt erkennbar ist, wenn er wieder rauskommt. Es ist nicht sicher, dass da noch Beutel-Fetzen zu erkennen sind, wenn es am hinteren Ende ankommt.

    Es kann sein, dass da nur noch kleine Fetzen sind, die über mehrere Haufen verteilt (unbemerkt) rauskommen.

    Es kann sein, dass der Kotbeutel genauso aussieht wie der Rest des Haufen und so brökelig geworden ist, dass man gar nichts mehr findet.

    Es kann sein, dass der Kotbeutel zwar noch ziemlich "intakt" ist, aber so im Haufen eingepackt ist, dass man ihn nicht direkt sieht (Foto reicht dann nicht, da muss man schon tiefer graben ;) ).

    Falls es ein kompostierbarer Beutel war, ist sogar möglich, dass das Verdauungssystem des Hundes das Teil komplett auflöst.

    Nur ein Beispiel, was passieren kann: Ist doch interessant so ein Sturm - da kann man doch mal rausgehen und gucken. ;)

    wenn sich ein Kind so wenig an Absprachen hält, dann hat man wohl ein ganz anderes Problem, als das allein lassen..

    zumal: dann dürfte man ja nicht mal auf Toilette gehen oder duschen, ohne das Kind mitzunehmen, da kann es sich ja auch raus schleichen in den Sturm. :ugly:

    Kinder wissen, wie lange Eltern im Bad brauchen. Kinder wissen auch, wann Eltern von der Arbeit nach Hause kommen.

    Und ja, es gibt Kinder, die Gelegenheiten nutzen. Manchmal gerade WEIL es verboten ist. Und es gibt Kinder, die nicht gern allein sind. Und es gibt Kinder, die aus Langeweile komische Sachen machen. Und natürlich gibt es auch Kinder, die problemlos den ganzen Tag allein zu Haus sein können, ohne Dummheiten zu machen. Ist ja schön, wenn eure Kinder zur letzten Gruppe gehören, aber glaubt mir: unter 30 Schülern einer 6. Klasse sind im Durchschnitt mindestens 10, die in 6-8 langweiligen Stunden allein zu Haus auf ungünstige Ideen kämen. Nicht weil die so fürchterlich fies wären, sondern weil es Kinder sind, die die Folgen ihrer Handlungen noch nicht zuverlässig einschätzen können.

    10-14jähriges Kind bei Sturmwarnung alleine zuhause?!? Wenn dann was passiert möchte ich die Reaktionen von Bekannten, Nachbarn und Jugendamt lesen über die verantwortungslosen Eltern.

    An einem normalen Tag, keine Frage, aber doch nicht in so einer Lage über mehrere Stunden.


    was soll denn passieren, was nicht genau so auch passieren würde, wenn man als Mama/Papa daneben sitzt?

    Nur ein Beispiel, was passieren kann: Ist doch interessant so ein Sturm - da kann man doch mal rausgehen und gucken. ;)