Ich wohnte mit meiner ersten Hündin mal im selben Haus mit einem "Lieblingsfeind". Keine Ahnung warum, aber ums Haus herum konnte sie den Kerl nicht ausstehen, wenn wir ihm im Wald begegneten, war alles in Ordnung.
Nun wohnte ich direkt über der Eingangstür. 8 Etagen darüber, aber das machte wenig Unterschied. Der "Feind" trat jeden morgen halb 8 aus der Tür und bellte dabei gern der Welt einen schönen guten Morgen. Und jeden Morgen explodierte neben mir eine kleine schwarze Furie. Abbruch half zwar kurz, aber der Stress war da. Ich versuchte einiges erfolglos und habe irgendwann beschlossen: wenn ich es nicht richtig machen kann, dann mache ich es richtig falsch. Ich lobte sie. Wenn ich einen Keks zur Hand hatte, flog der in ihre Richtung, egal wie bekloppt sie sich grad benahm.
Nach einer Woche kam nur noch ein kurzes Brummen aus dem Hundebett, wenn der "Feind" unten zu hören war. Nach zwei Wochen hob sich nur noch ein schwarzer Kopf und das bekam ich schon kaum noch mit.
Das ist sicher kein "Patentrezept", das für jeden Hund funktioniert. Aber du schreibst ja, dass solche Aktionen "manchmal" helfen. Vielleicht hilft es richtig, wenn du konsequent dabei bleibst.
Ein anderer Gedanke: kann es sein, dass seine Wahrnehmung sich verändert? Bei alten Hunden kann das Nachlassen der Sinne zu größerer Sensibilität führen. Die Wahrnehmung wird zwar insgesamt schlechter, aber das was dann durchdringt kann unangenehm sein oder sogar erschrecken. In dem Fall könnte der Tierarzt besser helfen als jedes Training.