Beiträge von Selkie

    Hier läuft zum Beispiel eine "Tierschützerin" rum, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leuten, die gerade glücklich mit ihrem neuen Welpen unterwegs sind, vor möglichst großem Publikum nachzurufen: "Wegen Ihres Züchterhundes muß jetzt wieder ein armer Hund sterben!"

    So eine Dame hab ich mal im Wartezimmer des TA erlebt.

    Die hat tatsächlich ein Ehepaar fertig gemacht, weil die es gewagt haben, sich einen Labradorwelpen zu holen.

    Bei mir hat sie sich nicht getraut ihren Blödsinn abzulassen. :barbar:

    Mit solchen Leuten ist friedliche Koexistenz tatsächlich nicht möglich. Aber sowas ist nicht Tierschutz, das ist missionarischer Eifer. Da ist das Thema egal - vor solchen Leuten kann man nur davonlaufen.

    Abgesehen von solchen Auswüchsen verstehe ich das Problem nicht. Ich sehe in meinem Umfeld sehr viel Koexistenz von Zucht und Tierschutz.

    Ich kenne Menschen, die gleichzeitig Züchter sind und aktiv im Tierschutz engagiert sind.

    Ich kenne Menschen, die im Tierschutz arbeiten und selbst Hunde vom Züchter haben.

    Ich kenne Züchter, die neben ihren Rassehunden auch Tierschutzhunde haben.

    Wenn eine Koexistenz von Tierschutz und Zucht nicht möglich ist, dann sind das wohl alles gespaltene Persönlichkeiten. |)xD

    Der Löseplatz ist immer sauber, wird sofort weggemacht, deshalb stinkt da nichts. Und Pieseln tut sie dort halo-dog-face

    Der Hund nimmt es wahr, dass er da schon mehrfach hingemacht hat. Es kann also sein, dass sie trotzdem der Meinung ist, dieser Kackplatz sei jetzt "voll".

    Wir haben einen sehr großen Garten mit ca. 1000m2 und viele Büsche, da ist es eine Herrausforderung alle Häufchen zu finden.

    Besonders ekelig finde ich es, wenn sie zwischen unsere Beerensträucher macht :muede:

    Bei so einem großen Garten könntest du doch unterschiedliche Bereiche einrichten. Einen abgetrennten Bereich für "Hund ist allein draußen", der wirklich nur für den Hund da ist. Und wenn ihr zusammen draußen seid, kann der Hund auch im Rest des Garten herumstöbern, dann passiert ja nichts.

    Außerdem: bist du ganz sicher, dass die Haufen von eurem Hund sind? Wirklich zu 100% sicher?

    Hier machen alle möglichen Tiere in den Garten, angefangen von diversen Nachbarskatzen bis zu Wildtieren, die nachts durchmarschieren. Nicht alle der Haufen könnte ich auf Anhieb zuordnen und vom Haufen eines etwa gleichgroßen Hundes unterscheiden.

    Wo bekommt man denn festen Schafskäse her? Ich möchte das als Belohnung für unterwegs für Bonnie, im Supermarkt bei uns gibts aber nur dieses Frischkäseähnliche Zeug.

    in meinem Lieblings-Käseladen z.B. ;)

    Aber Schnittkäse aus Schaf- oder Ziegenmilch gibt es hier an jeder halbwegs gut sortierten Käsetheke, dafür musst du nicht zwingend online bestellen.

    my joschi

    XD

    Der Hund sieht nicht nach Zwerg aus, also würde ich da gar nichts groß erwarten, außer eventuell etwas Durst.

    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen halt irgendwelchen Krankheiten und QUALzucht.

    Also ist DCM ok? Sollen Dobis weiter gezüchtet werden, auch wenn man diese Krankheit nicht ausschliessen kann?

    Epsilepsie ist auch keine Qual für den Hund? Krebs beim Berner Sennenhund?

    Ist das ok, nur weil der Hund nicht 24/7 darunter leidet?

    ...

    Nein, nichts davon ist OK.

    Aber es ist fällt nur dann unter Qualzucht, wenn es ein gewünschtes Merkmal gibt, das direkt diese Erkrankungen verursacht.

    Ursache für BOAS = zu kurze Nase (erwünschtes Merkmal)

    Ursache für Taubheit = bestimmte Fellfarben (erwünschtes Merkmal, wobei der Zusammenhang nicht ganz so eindeutig ist wie bei BOAS)

    Ursache für Dobermann-DCM = welches erwünschte Merkmal?

    Ursache für Epilepsie = welches erwünschte Merkmal?

    Das heißt natürlich nicht, das die Krankheiten, die nicht direkt mit züchterisch erwünschten Merkmalen zusammenhängen, egal seien oder dass die Hunde weniger unter ihren Krankheiten leiden würden als die Qualzuchten unter ihren Krankheiten. Es sind aber keine Qualzuchtmerkmale, die diese Krankheiten verursachen. Und deshalb ist der notwendige züchterische Umgang mit diesen Krankheiten anders: die Züchter müssen nicht von ihrem Ideal abweichen, um gegen diese Krankheiten vorzugehen. Das ist der entscheidende Unterschied, der Qualzuchtmerkmale von den anderen Krankheitsursachen unterscheidet.

    In einem anderen Thread wurde der Malteser gerade zu den Brachyzephalen mit häufigen Atemproblemen gezählt. Ich sehe so gut wie nie welche live, hätte die da aber auch nicht unter Qualzucht eingeordnet.

    Weiß da jemand Näheres? Geht die Zucht auch bei denen inzwischen Richtung Apfelkopf und Platte Nase?

    Ich habe mal fix den Standard gegoogelt:


    Die Fanglänge entspricht 4/11 der Kopflänge; sie ist damit ein wenig kürzer als dessen halbe Länge

    Das klingt schon nach verkürzter Schnauze, wenn auch nicht allzu viel. Also genau genommen brachyzephal. Dazu kommt ein sehr ausgeprägter Stopp. Die Frage ist dann wieder, ob dieses Ausmaß der Kurzschnäuzigkeit die Hunde beeinträchtigt.

    (Meine nicht repräsentative Erfahrung sagt: nicht erkennbar. Die mir bekannten Malteser sind fitte kleine Flitzpiepen.)

    ber die von dir genannten 5km gibt es ja als "Ausdauerprüfung" für die ganz Kleinen.

    Nein, sogar die ganz Kleinen laufen ohne Probleme 10 Kilometer am Rad. Im PSK

    Ich weiß, dass der PSK auch den kleinen 10km zutraut. Die FCI macht gar keinen Unterschied, die einzige PO, die da eine Ausdauerprüfung enthält, schreibt 20km vor.

    Im DVG dagegen gibt es eine Ausdauerprüfung für Zwerge, die nur 5km lang ist. Und wer seinem Zwerg nur 5km zutraut, der muss ja nicht im PSK die 10km oder im SV die 20km laufen. ;)

    Selkie

    Jetzt gehts einerseits darum, wie es mit den Hunden weitergeht - der Job und Misstand ist noch zu erledigen. Und darum, wie man sowas künftig vermeiden kann - der Job und dahinter stehende Missstände sind auch noch zu erledigen. Und ich - jetzt auch nur für mein Empfinden - finde es wichtig, meine Ressourcen da zu investieren, wo noch etwas zu erledigen ist.

    Genau diesen zweiten Punkt haben einige hier als ausstehend kritisiert: es ist nicht erkennbar, ob das aktuelle Probleme irgendwelche Konsequenzen für V. Bokr nach sich zieht. Konsequenzen, die verhindern könnten, dass sie an anderer Stelle ähnliches wiederholt.

    Und da wolltest du nicht mit dem Finger zeigen.

    Jetzt willst du immer noch nicht mit dem Finger zeigen (?) aber gleichzeitig deine Ressourcen da investieren, wo noch was zu erledigen ist. Das passt für mich nicht zusammen.

    Das sind für mich irgendwo alles Symptome einer - wenn man so will - „Grunderkrankung.“ Und nahezu jeder in unserer Gesellschaft partizipiert darin oder profitiert davon - in irgendeiner Weise. Und nein: Ich bezwecke damit keinen Whataboutism. Es machts mir nur so gut wie unmöglich, auf irgendwen mit dem Finger zu zeigen. Ohne anzuerkennen, dass der auch mich trifft.

    Beabsichtigt oder nicht: genau das ist es, was Whataboutism nicht nur anstrengend sondern sogar gefährlich macht.

    Es wird unmöglich, einen konkreten Missstand anzuprangern, weil es ja immer Unmengen anderer Missstände gibt an denen man selbst irgendwie beteiligt ist.

    Das einzige was man mit dieser zugegeben sehr konsequenten Einstellung erreicht, ist, dass man niemals irgendwo einen Misstand auch nur offenlegen geschweige denn ausräumen kann.

    Schuldfragen sind das eine, und die sind nicht immer zielführend. Wichtig ist aber, dass in diesem konkreten Fall eine dritte Wiederholung verhindert werden muss. Denn da ist ein Muster im Verhalten eines Menschen zu erkennen, das genauso wenig von allein verschwinden wird wie die Verhaltungsmuster der betroffenen Hunde.