Beiträge von Selkie

    Vielleicht stimmt mich Bartz - im Unterschied zu euch, die ihr ja recht gallig auf das Knalleffekt-(weg)Erziehungsdingens reagiert - gnädiger, weil er das so fluffy in ein, hm, Erlösungsgeschehen bettet.

    Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, aber genau diese "Erlösung" ist in meinen Augen die ultimative Katastrophe.

    (Ich hatte das schon geschrieben und habe dann weitergelesen. Die Beschreibung passt leider. Sie ist sogar noch viel schlimmer als ich mir das vorgestellt hätte.)

    Gegen Konditionierung im Ausbildungsbereich sozusagen hat Bartz nicht das geringste: ...

    Will sagen, es gibt innerhalb dieses Konzepts offenbar mehrere Optionen, die theorieimmanent jeweils widerspruchsfrei neben- oder ohneeinander funktionieren und völlig okay sind:

    Das kann man noch so oft wiederholen: es ist und bleibt unmöglich, ohne Konditionieren irgendeine Verhaltensänderung zu erreichen.

    Ich gehe ja sogar noch mit, wenn jemand sagt: ich möchte an dieser Stelle nicht auf die elementare Ebene fokussieren, sondern eine der anderen Ebenen ins Zentrum meiner Überlegungen stellen (also z.B. eine soziale Ebene). Denn manchmal kann es wirklich hinderlich sein, ausschließlich auf der elementaren Ebene zu denken. Aber wer nur minimal Ahnung von Lerntheorien hat, weiß, dass die elementare Ebene trotzdem immer abläuft. Und genau an diesem Punkt stimmt das vermeintliche "nebeneinander" der von Bartz beschriebenen Konzepte nicht. Denn sein "nebeneinander" stimmt nicht mit den in der Realität nebeneinander ablaufenden Prozessen überein.

    # Ein HH kann seinem Hund Verhalten (hinzu-)konditionieren ohne überhaupt je in die Nähe von (weg-)Erziehungsfragen zu kommen … z.B. weil er als Jäger einen Jagdhund hat, und bei er gemeinsamen „Arbeit“ die rassetypische/genetische Verhaltensdisposition des Beutesuchens und Beutejagens usw. des Hundes voll zur Geltung kommen kann, wofür dem Jäger „Sitz, Platz, Fuß, Down usw.“ zusätzliche hilfreiche Arbeitstools sind.

    # Ein HH kann seinem Hund Verhalten (hinzu-)konditionieren und gleichzeitig sein genetisch/rassetypisch verankertes Verhalten (weg-)erziehen wollen … z.B. weil er einen Jagdhund in einer Drei-Zimmer-Wohnung am Stadtrand hält, mit Jagen nienix am Hut hat, ein „Sitz, Platz, Fuß“ seines Hundes im Alltag (an der Bordsteinkante, vor Fahrradwegen) aber gerne verlässlich haben möchte.

    # Ein HH kann seinen Hund nichts (hinzu-)konditionieren wollen, aber seinem Hund seine rassetypische/genetische Verhaltensdisposition (weg-)erziehen wollen … z.B. weil er „Sitz, Platz, Fuß“ als verzichtbar erlebt, aber das natürliche Schutzverhalten des Hundes zunehmend das Alltagsgeschehen von beiden beeinträchtigt, wenn ihn Freunde besuchen kommen.

    # Ein HH kann weder (hinzu-)konditionieren noch (weg-)erziehen wollen, weil er „Sitz, Platz, Fuß“ als verzichtbar erlebt und Erziehungsfragen für ihn noch nie virulent wurden, weil die genetische/rassetypische Verhaltensdisposition des Hundes einfach perfekt in die Umwelt passt, in der Hund und Halter leben … weil er z.B. einen alten Hof bewohnt, in dessen Umzäunung sein Hund jederzeit patroullieren, bewachen und beschützen kann und soll.

    Die Beispiele lassen sich alle auf dasselbe Prinzip eindampfen:

    • "Hinzu-Konditionieren" = Konditionieren mit Hilfe von Belohnung.
    • "Weg-Erziehen" = Konditionieren durch Strafe.

    Das ist quasi die Quintessenz der Konditionierung.

    Und genau das will er offensichtlich Verschleiern. Diese Verschleierungstaktik macht ihn doppelt unglaubwürdig: zum einen glaube ich ihm nicht, dass er überhaupt Ahnung hat was er da tut und zum anderen vertraue ich jemandem, der solche Verschleierungstaktiken anwendet nicht mehr. Jede seiner Aussagen wird dadurch fragwürdig, denn hinter jeder Aussage könnte sich ein ähnliches Verschleierungskonzept verstecken.

    Und da ist mir egal, ob er das selbst glaubt, was er erzählt. Ich kann mir gut vorstellen, dass der sich selbst belügt - aber das macht es nicht besser,wenn er diese Lüge für viel Geld weiterverkauft.

    So ganz unrecht hat dein Bruder nicht, vor allem wenn man nur den Körper anschaut. Aber der Kopf ... ich sags mal so: wenn der Mops mehr wie ein Schwein aussähe, dann wäre das Problem nicht ganz so groß. |)

    Verbranntes Bargeld wird die Versicherung immer freuen, weil das nachzuweisen wird für dich schwer und die Versicherung wird sich, wenn es blöd läuft, ums zahlen drücken...

    Also lieber feuerfeste Geldkassette...

    Der Versicherung ist im Zweifel auch die Kasette egal. Bargeld wird nur bis zu einer (je nach Versicherung unterschiedlich bemessenen) "haushaltsüblichen" Grenze ersetzt.

    Wenn sich da was ansammeln soll und wirklich sicher sein soll, dann brauchst du einen Tresor.

    Und am Rande: ich kann das Pudel/Havaneserargument immer nicht verstehen. Entweder die Zeit geht drauf beim Staubsaugen und Entfusseln der Einrichtungsgegenstände und Kleidung oder eben beim Scheren (lassen).

    An anderer Stelle liest man dann: wer einen kurzhaarigen Hund will, der soll sich keinen Langhaarhund kaufen.

    An noch anderer Stelle heißt es: man soll den Hund vor allem nach charakterlichen Kriterien auswählen.

    Ich sehe dieses Problem durchaus. Auch unter 400+ Rassen ist nicht für jeden was dabei, wenn man wirklich vernünftig auswählen möchte. Und das nicht deshalb weil der betreffende Mensch nicht für einen Hund geeignet ist, sondern weil insbesondere die Begleiter einiges können müssen, was nicht jede (ehemalige) Arbeitsrasse so einfach mitmacht und weil bestimmte Anforderungen an Größe und Fellstruktur des Hundes durchaus objektiv zu rechtfertigen sind.

    Da bleiben aber im Thema Qualzucht immer noch 2 grundlegende Probleme offen:

    erstens: das mit dem "vernünftig auswählen". Wer vernünftig auswählt, der sortiert so kaputte Hunde wie die Plattnasen von vornherein aus, auch wenn die wirklich in allen anderen Punkten perfekt passen würden. Denn wer vernünftig auswählt, der kann keine Zucht unterstützen, die Krankheit zum Zuchtziel gemacht hat und davon seit zig Jahren nicht abrückt.

    zweitens: die Frage, ob die unkomplizierten Plattnasen wirklich so unkompliziert sind, also ob die auch dann unkompliziert wären, wenn sie körperlich fit wären. Insbesondere bei den Frenchies sehe ich das nicht, da sind viele Terrier unkomplizierter (allerdings ausdauernder, weil gesünder). Ich bin ziemlich sicher, dass die gesundheitlichen Probleme einen wesentlichen Anteil am "typischen Plattnasenwesen" haben und damit ist man wieder beim ersten Problem: kann ein vernünftig auswählender Mensch sowas guten Gewissens mitmachen?

    BettiFromDaBlock

    Bei Betti ist ja noch die Frage: macht sie es nicht, weil sie keinen Bock drauf hat, oder macht sie es nicht, weil sie zu gestresst ist?

    Wenn sie wirklich ein Hund ist, der lieber zielgerichtet losläuft, dann ist das ihr "Hundeding". Wer keine Lust auf Schnüffeln hat, muss doch nicht. Auch Rennen ist ein Hundeding. Für dich natürlich blöd, weil du es ihr nicht so uneingeschränkt erlauben kannst.

    Ich glaube, wir haben das vorher einfach falsch verstanden. Das ging nicht durch die Hundeforen, damit wir vorbereitet sind und auf die Tierchen aufpassen können, die mit dem Lärm ein Problem haben.

    Das ging durch die Foren, damit wir unseren Hunden noch rechtzeitig das Heulen auf Kommando beibringen können um sie als Sirenen einzusetzen. Wir haben versagt.

    xD

    Dina hat Ausfluss, aber nur klaren.

    Sie verhält ist läufig. Sie ist garstig mit Hündinnen und überdurchschnittlich interessiert an Rüden (und die Rüden an ihr). Sie ist überdurchschnittlich kooperativ und nett zu mir. Sie putzt sich und "untersucht" das weggeputzte zähneklappernd. Alles Dinge, die sie in den letzten beiden Läufigkeiten auch gemacht hat. Was fehlt, ist die sehr deutlich angeschollene Vulva, aber das kann noch kommen.