Doch, ich finde schon. Also unter den tatsächlich rücksichtslosen Radfahrern gibt es ja auch die Klientel: "Platz da, hier komme ich" (wie bei den Autofahrern, die ihre Hupe dazu missbrauchen). Und das ist mir im Zweifelsfall immer noch lieber, als einfach mal gestreift zu werden (wie letzte Woche, meiner Freundin konnte ich noch die Warnung zukommen lassen, sie war weiter voraus, für mich selbst wars zu spät).
Und das Oma stürzt, wenn sich andere Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten, ist für mich kein Argument, sich gegen die Regeln zu entscheiden. Es hat doch einen Grund, dass diese Klingeln (und sie zu benutzen) Pflicht sind. Das hat sich der Gesetzgeber doch nicht ausgedacht, weil ihm langweilig war oder er was gegen Rentner auf Wegen hat, sondern diesen Entscheidungen liegen in der Regel intensive Analysen und Zahlen zugrunde, unabhängig davon, was der einzelne Bürger davon hält.
Ich MUSS also klingeln und darf nicht langsamer fahren und freundlich „darf ich mal durch“ fragen?
Und ich darf dann auch nicht stehen bleiben statt zu klingeln?
Man kann auch mit Gewalt falsch verstehen.
Richtig ist: du musst klingeln UND abbremsen. Im Zweifel auch stehen bleiben.