Beiträge von Selkie

    Doch, ich finde schon. Also unter den tatsächlich rücksichtslosen Radfahrern gibt es ja auch die Klientel: "Platz da, hier komme ich" (wie bei den Autofahrern, die ihre Hupe dazu missbrauchen). Und das ist mir im Zweifelsfall immer noch lieber, als einfach mal gestreift zu werden (wie letzte Woche, meiner Freundin konnte ich noch die Warnung zukommen lassen, sie war weiter voraus, für mich selbst wars zu spät).

    Und das Oma stürzt, wenn sich andere Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten, ist für mich kein Argument, sich gegen die Regeln zu entscheiden. Es hat doch einen Grund, dass diese Klingeln (und sie zu benutzen) Pflicht sind. Das hat sich der Gesetzgeber doch nicht ausgedacht, weil ihm langweilig war oder er was gegen Rentner auf Wegen hat, sondern diesen Entscheidungen liegen in der Regel intensive Analysen und Zahlen zugrunde, unabhängig davon, was der einzelne Bürger davon hält.

    Ich MUSS also klingeln und darf nicht langsamer fahren und freundlich „darf ich mal durch“ fragen? :denker:

    Und ich darf dann auch nicht stehen bleiben statt zu klingeln?

    Man kann auch mit Gewalt falsch verstehen.

    Richtig ist: du musst klingeln UND abbremsen. Im Zweifel auch stehen bleiben.

    Ich fahre auf solchen Wegen ca. 25 km/h wenn ich freie Fahrt habe.

    Wenn ich da klingle, sobald ich Dich sehe, musst Du trotzdem vom Weg springen, wenn ich mein Tempo nicht verlangsame.

    Ich finde da den Weg, dass ich als Fahrradfahrer einfach das Tempo rausnehmen und warte, bis ich bemerkt werde und mein Gegenüber sich in Ruhe sortiert kann, sinnvoller - und dafür habe ich bisher noch keine Klingel benötigt.

    Ich fahre einfach langsam weiter und halte ausreichend Abstand, damit sich auch niemand erschreckt - und falls ich tatsächlich längere Zeit überhaupt nicht bemerkt werde, kann ich ja immer noch stimmlich mit einem „Entschuldigung, darf ich bitte kurz vorbei?“ darauf aufmerksam machen, dass ich gerne überholen würde.

    Deshalb verstehe ich nicht, warum es gefährlich sein soll, dass ich keine Klingel habe :ka:

    Es ist gefährlich. Unter anderem für dich.

    Ich hatte neulich eine Begegnung, die genau so begann: der Radfahrer fuhr auf einem engen Fußweg langsam von hinten heran und sprach mich an. Ich drehte mich um, um herauszufinden, was er von mir will. Dina drehte sich auch um. Daraufhin kippte er vom Rad und fiel ins offene Gleisbett. Saugefährlich, aber zum Glück ist außer Schreck auf allen Seiten nichts passiert. Natürlich war er sauer auf mich und meinen Hund. Aber ich hatte an dieser Stelle einfach nicht mit einem Radfahrer gerechnet, weil ich noch nicht wusste, dass die Umleitung vom gesperrten Radweg so mies ausgeschildert ist, dass die nicht 100% ortskundigen fast automatisch auf diesem Weg landen.

    Hätte er geklingelt, hätte ich genau gewusst: da ist ein Radfahrer hinter mir und er will vorbei. Dann hätte ich mich garantiert nicht mitten auf dem Weg umgedreht sondern wäre sofort samt Hund ins Gras gehüpft und er hätte problemlos vorbeifahren können.

    Aber Blinker sind doch nicht mit der Klingel vergleichbar :denker:

    Wenn, dann wäre die Hupe äquivalent zur Klingel - und ich brauche keine Hupe, um ein rücksichtsvoller Autofahrer zu sein :ka:

    Ein Auto ohne Hupe darf nicht auf die Straße. Ein Fahrrad ohne Klingel auch nicht. Du bist verpflichtet eine Klingel am Rad zu haben und du bist verpflichtet, diese Klingel einzusetzen, um mögliche "Zusammenstöße" mit Fußgängern zu verhindern. Egal wie rücksichtsvoll du unterwegs bist, ohne Klingel fehlt dir die Möglichkeit, eindeutig und direkt auf dich als Radfahrer aufmerksam zu machen und dadurch kannst du gefährliche Situationen verursachen, die mit Klingel und deren korrekter Nutzung problemlos vermeidbar wären.

    Ich finds bei Weitem wichtiger, zu fragen, wie es so eskalieren konnte und was da in Zukunft anders laufen muss, als einen einzelnen Menschen öffentlich auszuschlachten. Ist nicht populär, ist mir klar. Verheißt auch keine emotionale Erleichterung. Im Sinne dieser und aller künftiger Hunde in vergleichbarer Situation scheints mir aber zielführender.

    Wenn ein wichtiger Teil der Antwort ist: es konnte so eskalieren, weil dieser Mensch sich für kompetenter hält als er ist, weil dieser Mensch genau so arbeitet wie er arbeitet, weil dieser Mensch seine Fehler für Kompetenzen hält - was dann? "einen einzelnen Menschen öffentlich ausschlachten" - stimmt, das ist nicht nett. Es ist aber auch nicht nett, wenn dieser Mensch andere Menschen finanziell ausschlachtet um weiterhin zu viele Hunde emotional auszuschlachten.

    Natürlich gibt es noch andere Gründe für das was bei der HHF schief gelaufen ist. Die werden an anderer Stelle auch diskutiert. Von Menschen die im selben Bereich arbeiten. Darüber wurde im Verlauf dieses Threads auch gesprochen und ich erinnere mich an mindestens einen Link, der die allgemeinen Probleme gut zusammenfasst.

    Aber bei der HHF konnte es meiner Ansicht nach vor allem deshalb so eskalieren, weil V. Bokr der Mensch ist, der sie ist. Und der Text von heute zeigt sehr deutlich, dass sie immer noch derselbe Mensch ist und dass sie vorhat, genau so weiterzuarbeiten, wie vorher.

    Hat jemand eine Idee für ein Geburtstagsgeschenk für einen dann 97 Jährigen ?

    Wir haben dem Opa meiner Freundin zum 90. "Gesundheit" geschenkt.

    In Form eines selbst zusammengestellten Präsentkorbes mit allen möglichen gesunden Sachen und ein paar nicht ganz billigen Mittelchen von denen wir wussten, dass er sie öfter nimmt/benötigt. Es hatten sich auch einige Wohlfühlsachen reingeschlichen über deren direkten Gesundheitswert man sich vielleicht streiten könnte. XD

    nicht alles, was man in einen Vertrag reinschreibt, ist auch rechtlich haltbar..

    also nur weil es in einem Vertrag steht, ist es noch lange nicht rechtens.. wäre ja noch schöner :lol:

    Ich meine ja auch im Sinne der Orga rechtens. Die Halterin hatte dann extra im Vertrag nachgelesen. Ob die das dann letztendlich wirklich können oder nicht, das ist die nächste Frage. Sie hat sich den Hund aber problemlos "abnehmen lassen"za

    Czarek

    Dass die Orga Hund abnehmen will und über die Behandlung bestimmen...

    In deinem Fall wollte die Besitzerin dem Hund eine Behandlung vorenthalten und einen behandelbaren Hund einschläfern lassen. Das ist nicht nur moralisch fragwürdig, das ist tatsächlich ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

    Der Eigentumsvorbehalt ist trotzdem nicht rechtens.

    Aber bei deiner Schilderung dürfte die Besitzerin wohl doppelt froh gewesen sein: zum einen hat die Orga ihr das "Problem" abgenommen und sie kann sich selbst ganz wunderbar (und sogar korrekt) als Opfer einer vertraglich gestellten Falle darstellen.

    Bereits im ersten Absatz steht etwas, das für mich auf extreme Wahrnehmungsverzerrung und Realitätsverlust hinweist.

    Die Kündigung steht doch seit Juli im Raum? Wie kann sie jetzt, 4 Monate später behaupten, sie würde ihr Zuhause fristlos verlieren? Die Frist ist einfach nur abgelaufen.

    Ich habe zunehmend den Eindruck, dass sie in einer ganz anderen Realität lebt als der Rest der Welt.

    Nein, ich habe keine Idee, wo diese knapp 80 Hunde fix unterkommen könnten. Ich bin trotzdem fest überzeugt, dass es keinem Hund hilft, wenn VB sich jetzt mit Spendengeldern woanders eine neue Hundehölle aufbauen kann.

    Ich frag mich echt immer öfter ob an dem Krallen ablaufen was dran ist.

    Ja, da ist was dran.

    Bei meiner ersten Hündin hat das wunderbar funktioniert. Der habe ich jahrelang keine Krallen kürzen müssen, nicht mal die Daumenkralle. Offensichtlich hat der Bodenkontakt beim um-die-Ecken-Rennen ausgereicht. Aber sobald sie mal wegen einer Verletzung an einer Pfote Schuh tragen musste, konnte ich nach wenigen Tagen den Unterschied sehen. Die Krallen an der beschuhten Pfoten waren nach einer Woche locker 3mm länger als die anderen. Und selbst das hat sich nach wenigen Tagen ohne Verband/Schuh von allein reguliert, wenn ich es nicht sofort bearbeitet habe. Ich hielt das für völlig normal. Ich halte es eigentlich immer noch für normal...

    Als sie alt war hat das nicht mehr so gut funktioniert (siehe Avatar). Die alten Plattpfoten in Kombination mit weniger Rennen brauchten dann doch mehr Pflege.

    Jetzt habe ich Dina. Die läuft sich gefühlt gar nichts ab und muss am besten jede Woche zur Pfotiküre. Als Gründe kommen mE in Frage: härtere Krallen. Andere Krallenform (wachsen eher gerade nach vorn). Andere Pfotenform (Dina hat jetzt schon Plattpfoten, Mottes Pfoten waren viel fester und "runder"). Andere Bewegung (Motte war ein ausdauernder Flitzehund, Dina ist nur ein hibbeliges Faultier).