Ich habe das dringende Bedürfnis, die Rechnung zu kommentieren.
Man kann natürlich auf Trockenmasse rechnen, ist in dem Fall aber unnötig kompliziert und würde zum gleichen Ergebnis führen.
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Konkret sind in der obigen Rechnung zwei auf den ersten Blick ersichtliche Fehler: 53% von 100g sind 53g. Und wenn man unbedingt über die Trockenmasse rechnen will, muss man auch die Gesamtmenge in Trockenmasse umrechnen. Dann ist die "Futtermenge" 120g (Trockenmasse) und damit kommen wieder > 60g Protein in der Gesamtmenge raus.)
Die Deklaration gibt die Proteinmenge im Futter an - so wie es in der Dose ist. Und wenn 100g dieses Dosenfutters 10g Protein enthalten, dann enthalten 600g des Dosenfutters natürlich 60g Protein. Es ist so einfach wie es aussieht.
Es ist eigentlich immer so, dass in Fertigfuttern deutlich mehr Eiweiß ist, als der Hund unbedingt braucht. Oft auch deshalb, weil ein beachtlicher Teil dieser Eiweiße nicht so gut verwertbar ist (bindegewebsreiche Teile vom Tier haben zwar viel Protein, sind aber nicht gut verdaulich). Vor allem aber, weil das Futter mehr als nur den minimalen Bedarf abdeckt. Das sind schlichtweg "Sicherheiten", um Mangel auf jeden Fall zu vermeiden. Normalerweise ist das kein Problem. Falls der Hund diesbezüglich empfindlich ist, dann muss man etwas länger nach dem geeigneten Futter mit weniger aber hochwertigem Eiweis suchen. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass (zumindest für meinen Hund) die Futtermenge bei Fertigfuttern immer viel zu hoch angesetzt ist.