Meine persönliche Definition von Leinenführigkeit: Ich stelle dem Hund einen bestimmten Leinenradius zur Verfügung (irgendwas zwischen 0,5m und 8m). Innerhalb dieses Radius darf der Hund machen, was er mag und was in diesem Radius möglich ist. Wenn das nicht erwünscht ist dann gibt es die entsprechende Anweisung (z.B. auf einer bestimmten Seite bleiben).
Da Dina fast immer an der Leine ist, ist das für mich die alltaugstauglichste Variante. Aber Dina ist diesbezüglich eh pflegeleicht. Hier bin ich diejenige, die an der Leine zieht und zuppelt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich es auch noch irgendwann lerne... 
Mir ist aufgefallen, dass meine beiden Hunde bei Dunkelheit sehr angespannt sind und nur noch vorne laufen, was sie tagsüber so nicht machen. Die Leine spannt zwar nicht, aber ich will nicht, dass sie denken, sie müssten irgendwie den Weg frei räumen oder so.
Wenn Dina mal besonders nach vorn/außen orientiert ist, weil da eine der Nachbarskatzen lauert oder gar ein Waschbär/Marder/wasauchimmer rumläuft, dann bleibe ich kurz stehen bis sie sich wieder zu mir orientiert und mir mittels Handtouch mitteilt, dass sie jetzt gedanklich wieder bei mir sein kann. Da das eine der wenigen Situationen ist, in denen Dina ihre natürlicherweise vorinstallierte Leinenführigkeit verlieren könnte und weil hier nachts viele solcher Tiere durch die Straßen tigern, war das erstens wichtig und zweitens hatte ich viele Übungsmöglichkeiten.
Also ich habe es dann so gemacht, dass die beiden wirklich mal gar nicht überholen durften. Und es lief viel besser.
Klingt nach einem guten Plan für deine Situation.
Was richtig krasses, wortwörtlich Löserunde, habe ich vor kurzem bei einer Nachbarin entdeckt. Sie geht auf die Wiese in den Vorgarten, stellt sich in die Mitte, bleibt da, Leine 1,20m. Die Hündin geht Gassi auf dem Zirkel, Besitzerin dreht sich mit. Dann wird zweimal gepieselt, noch ein bisschen gedreht, sie gibt die Leine keinen Millimeter nach und dann käckelt die Hündin. Dann wird das ganze aufgehoben und fertig ist die Löserunde. Krass 😲
Wenn Dina mal wieder vor lauter Stress dringend zwischendurch raus muss, mache ich das ähnlich. Fix die 3m-Leine ran (der Vorgarten ist nicht sicher eingezäunt), Haustür auf, ich stehe in Socken an der Treppe, Dina geht in den Vorgarten, leert auf dem mit der Leine erreichbaren Quadratmeter Wiese ihre Stressblase und dann gehen wir wieder rein. Das ist an Feiertagen (Geburtstage, Weihnachten, Ostern und so), wenn wir den ganzen Tag mit der Familie zusammenhocken ca. alle 2 Stunden nötig.
Die "richtigen" Löserunden sehen anders aus, aber ich muss zugeben: ich bin froh, dass Dina wenigstens unkompliziert im Garten pinkelt. Wenn ich in diesen Situationen jedesmal mit ihr richtig raus müsste, wäre das echt nervig.